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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Gegenwartskunst bei Sotheby’s in London

Geld her!



Um viel Geld geht es bei der großen Abendauktion zeitgenössischer Kunst von Sotheby’s in London. Das gilt nicht nur für den Wert der knapp sechzig angebotenen Werke, die zusammengerechnet um die 140 bis 203 Millionen Pfund und damit so viel wie noch nie auf einer britischen Gegenwartskunstauktion einspielen sollen. Geld spielt auch als Motiv eine wichtige Rolle in diesem Reigen der Stars des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts – dank einer ungenannten europäischen Privatsammlung, die den schönen Mammon zum Programm gemacht zu haben scheint. Alles dreht sich hier um den US-amerikanischen Dollar, und Hauptlieferant von dessen Verbildlichungen ist natürlich Andy Warhol. Acht Arbeiten des 1987 verblichenen Pop Art-Künstlers stehen hier zur Disposition. Das bekannte Währungszeichen gibt es als einfaches „Dollar Sign“ oder auch als zwanzigfache Variation in verschiedenen Formen und Farben, beide formatgleich im Jahr 1981 geschaffen und zwischen 4 und 6,5 Millionen Pfund gehandelt. Die Ein-Dollar-Banknote mit dem Portrait George Washingtons hängt ebenfalls als großformatiges Unikat in Silber-Schwarz bereit und zugleich vervielfacht mit Vor- und Rückseite. Entstehungsjahr 1962 und Schätzpreise zwischen 12 und 18 Millionen Pfund sind ebenfalls weitgehend normiert.


Die vielversprechende Veranstaltung am 1. Juli geht auch sonst auf Nummer sicher und listet hauptsächlich altehrwürdige Meister internationalen Formats. Hauptlos ist Francis Bacons „Study for a Pope I“ aus einer sechsteiligen Serie des Jahres 1961 nach Diego Velázquez, ein Werk, das Gunter Sachs 1966 erwarb und knapp vierzig Jahre später bei Christie’s wieder abstieß für damals 9 Millionen Dollar und das jetzt 25 bis 35 Millionen Pfund kosten soll. Fast marktfrisch und der Allgemeinheit bislang völlig unbekannt sind insgesamt vier „Self-Portraits“ Bacons, eines davon als Einzelwerk aus dem Jahr 1975, die übrigen drei als Gruppe von 1980 (Taxen je 10 bis 15 Millionen GBP). Hohen Standard markieren ferner Peter Doigs geisterhafte Südseelandschaft „Pelican“ von 2003/04 für 6 bis 8 Millionen Pfund und Domenico Gnolis mächtig ins Bild gerückter schwarzer Damenschuh „Scarpa vista da dietro“ von 1967 für 2 bis 3 Millionen Pfund.

Bescheidener ist diesmal das Angebot an ungegenständlicher Malerei. Die Abstrakten Expressionisten aus den USA fehlen in London ganz, immerhin aus der Schweiz wird Gerhard Richters schillernde Abstraktion „A B, Brick Tower“ von 1987 für ambitionierte 12 bis 16 Millionen Pfund zur Verfügung gestellt. Außerdem kommen ein „Untitled Blue Monochrome“ Yves Kleins mit der Werknummer IKB 239 von 1959 und Lucio Fontanas knallrotes „Concetto Spaziale, Attese“ mit zehn Einschnitten von 1964 für jeweils um die 5 Millionen Pfund zum Aufruf. Einen kleinen Ausflug in weniger bekannte Gefilde unternimmt das Auktionshaus mit Paolo Scheggis „Senza titolo“, eine charakteristische Arbeit des 1971 kaum dreißigjährig verstorbenen Italieners mit mehreren regelmäßig durchlöcherten und übereinandergelegten Leinwänden, die übrigens genau so rot sind wie bei Fontana. Erst einmal gelang Scheggi auf einer Auktion der Sprung in die Millionen. Sotheby’s bleibt daher bescheiden und setzt 400.000 bis 600.000 Pfund für das 1969 datierte Werk an.

Für einige Offerten kann Sotheby’s bereits mit unwiderruflichen Gebote rechnen wie für Jean-Michel Basquiats grimassierender „Orange Sports Figure“ von 1982 (Taxe 5 bis 7 Millionen GBP) und für David Hockneys farbintensives Waldbild „Arranged Felled Trees“ von 2008 (Taxe 1,5 bis 2 Millionen GBP). Unter den deutschen Künstlern ragen außer Richter noch Günther Uecker mit einem 1986 wild genagelten „Weißen Schrei“ (Taxe 600.000 bis 800.000 GBP) und Sigmar Polke hervor, dessen „Forêt Nationale“ von 1989 ihren Reiz von der bezeichnenden Mischung aus Ernst und höherer Satire bezieht (Taxe 800.000 bis 1 Million GBP). An jüngeren Künstlern wurden der gebürtige Chinese Jia Aili, Jahrgang 1979, mit dem kleinformatigen Winterbild aus den Bergen mit dem Titel „Silent Echo“ von 2010 (Taxe 200.000 bis 300.000 GBP) und der 1973 in Jerusalem geborene Seth Price aufgenommen, dessen fragmentiertes grünes „Lascaux Horse“ durch ein geringeltes Seil ergänzt wird (Taxe 100.000 bis 150.000 GBP). Wem die Warhols zu teuer sind, kann das mit Glühbirnen besetzte und hell leuchtende Dollar-Sign von Tim Noble und Sue Webster für ebenfalls 100.000 bis 150.000 Pfund erwerben.

Kontakt:

Sotheby’s London

34-35 New Bond Street

GB-W1A 2AA London

Telefax:+44 (020) 72 93 59 24

Telefon:+44 (020) 72 93 51 84



30.06.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


01.07.2015, Contemporary Art Evening Auction

Bei:


Sotheby's

Bericht:


Gute Bilanz trotz prominenter Rückgänge










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