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Am Badestrand / Otto Pippel

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Kentaur, 1891/93 / Franz von  Stuck

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Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Einträgliche „Meisterwerke“ im Wiener Auktionshaus im Kinsky

Das letzte Werk



Eine hohe Zuschlagsquote von rund 70 Prozent und gute Einzelergebnisse erbrachte die vergangene „Meisterwerke“-Versteigerung des Wiener Auktionshauses im Kinsky. Neben Arbeiten aus der österreichischen Heimat schleppten die Bieter auch einige Trophäen ausländischer Künstler nach Hause. Den Höchstpreis erzielte Erich Heckels schwarz-roter Holzschnitt „Fränzi liegend“, ein wahres expressionistisches Meisterwerk der Dresdner „Brücke“-Zeit von 1910 in überdies glanzvoller Drucktechnik. Der Einlieferer hatte das Blatt noch direkt bei dem 1970er verstorbenen Künstler erworben und konnte sich jetzt über 250.000 Euro freuen. 220.000 Euro gab es für Pierre-Auguste Renoirs kleinen stimmungsvollen Feldweg mit Spaziergängerin auf dem „Paysage à Cagnes“ aus der Zeit um 1898, als der Impressionist das erste Mal in der südfranzösischen Stadt weilte. Das Bild war ursprünglich Teil einer größeren, später zerstückelten Leinwand und wie Heckels Holzschnitt auf 150.000 bis 300.000 Euro geschätzt.


Anders als sonst, stammten die „Meisterwerke“ diesmal fast ausschließlich aus klassischer Moderne und Gegenwartskunst. Am weitesten zurück reichte Gustav Klimts „Mädchenkopf im Profil“, ein möglichst wirklichkeitsnahes Frühwerk der Zeit um 1880, das sich von 15.000 bis 30.000 Euro auf 48.000 Euro verbesserte. Zu den jüngsten Arbeiten gehörte ein über drei Meter langer indischer grüner Granit, schlicht „Stein“ betitelt, mit einer reptilartigen Erhöhung versehen und eines der letzten Werke, das der 2010 verstorbene Karl Prantl noch vollenden konnte. 2014 war der Mediationsstein in der Prantl-Retrospektive der Wiener Albertina ausgestellt, jetzt wurde er für 120.000 Euro versteigert (Taxe 100.000 bis 200.000 EUR).

Guten Anklang fanden die kraftvollen Tierbilder Norbertine Bresslern-Roths, darunter bei 50.000 Euro eine Gruppe großer Kraniche, die mit ihren mächtigen Schwingen über eine südländische Küstenstadt gleiten (Taxe 35.000 bis 70.000 EUR), und bei 80.000 Euro ein mit zwei Hunden kämpfender Schneeleopard von 1971 (Taxe 50.000 bis 100.000 EUR). Von Rudolf Wacker stieß besonders ein schnörkelloser, schlichter Zinnienstrauß aus dem Jahr 1934 auf Gegenliebe und blieb mit dem Zuschlag von 74.000 Euro nur 1.000 Euro unter dem Zuschlag für das wesentlich höher angesetzte „Stillleben mit Lampe, Muschel, Pumpe und Hinterglasbild“ von 1925 (Taxen 25.000 bis 50.000 EUR und 70.000 bis 140.000 EUR). Eine neusachliche Kühle umweht auch das sommerliche „Sizilianische Fischerdorf“ von Franz Lerch aus dem Jahr 1930, das bei 22.000 Euro übernommen wurde (Taxe 15.00 bis 30.000 EUR).

Für die abstrakte Malerei stand Wassily Kandinskys zarte Papierarbeit „Zwei zu Eins“ vom Juli 1933 mit zwei schwarzen Kreiden und einem hellblauen Rechteck für 85.000 Euro (Taxe 70.000 bis 140.000 EUR). Ein Hauptwerk der Modernen, Alfons Waldes wenig verschneiter „Berghof“ von 1928/30, blieb allerdings bei 150.000 bis 300.000 Euro unveräußert. Von dem Tiroler Alpenmaler wollten die Kunden nur die enge „Einsame Hausung“ aus den frühen 1930er Jahren für 65.000 Euro und den ebenfalls kraftvollen, um 1923/24 unternommenen „Kirchgang“ für 78.000 Euro haben (Taxen je 35.000 bis 70.000 EUR). Bei Oskar Kokoschkas Pieta „Weib über Schemen gebeugt“, eine Studie zu der gleichnamigen Lithografie aus der zwölfteiligen Folge „Der gefesselte Kolumbus“ von 1913, einigten sich die Kunden auf 82.000 Euro (Taxe 80.000 bis 160.000 EUR), bei Albin Egger-Lienz’ um 1920 aquarellierten, niedergebeugten und verhärmten Kopf eines Greises auf 40.000 Euro (Taxe 25.000 bis 50.000 EUR).

International wurde es wieder bei den Zeitgenossen mit einer offenbar gefundenen und von Keith Haring 1986 mit einem Strichmännchen bemalten dreieckigen Pressspanplatte für 65.000 Euro (Taxe 50.000 bis 100.000 EUR). Hans Hofmanns gestisch ungestüme „Green Pasture“ von 1963 dagegen war mit 250.000 bis 500.000 Euro etwas zu anspruchsvoll taxiert. Überraschungssieger in dieser Abteilung wurde bei unerwarteten 235.000 Euro Friedensreich Hundertwassers „Grüne Steiermark“ von 1958, eine nur mittelgroße Leinwand mit typischem, dschungelartigem Motiv im Stil der zweiten Surrealisten-Generation (Taxe 80.000 bis 160.000 EUR). Ein weiterer Favorit, Rudolf Hausners schwarz-weißer Marmorkopf „Adam“ von 1975, schaffte nur die untere Grenze von 60.000 bis 120.000 Euro.

Eine gute Quote erlangte das Auktionshaus auch dank des vollständigen Verkaufs zweier umfangreicher Konvolute an Papierarbeiten. Das eine stammte von Egon Schiele und enthielt neun Druckgrafiken überwiegend aus der 1922 posthum veröffentlichten Mappe „Das Graphische Werk“ des Künstlers. Mit Ergebnissen von bis zu 17.000 Euro wurden die Schätzpreise häufig überschritten. Die schwarze Kreidezeichnung eines anmutigen Mädchens aus des Künstlers letztem Lebensjahr 1918 erzielte hervorragende 135.000 Euro (Taxe 70.000 bis 140.000 EUR). Der zweite Stapel mit Blättern stammte von Franz West. In den farbigen Zeichnungen des Zyklus „Sex trivial“ von lakonischer Kürze übte er anfangs der 1970er Jahre Gesellschaftskritik. Dafür gab es seitens eines Interessenten, der alle elf Blätter übernahm, ebenfalls teils über den Taxen zwischen 16.000 Euro und 24.000 Euro.

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

im Kinsky - Kunst Auktionen GmbH

Freyung 4

AT-1010 Wien

Telefax:+43 (01) 532 42 00-9

Telefon:+43 (01) 532 42 00

E-Mail: office@imkinsky.com



19.07.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Zuschlag: 135.000,- EURO

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Rudolf Wacker, Stillleben mit Lampe, Puppe, Muschel und Hinterglasbild, 1925

Rudolf Wacker, Stillleben mit Lampe, Puppe, Muschel und Hinterglasbild, 1925

Taxe: 70.000 - 140.000 EURO

Zuschlag: 75.000,- EURO

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Gustav Klimt, Mädchenkopf im Profil, um 1880

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Taxe: 15.000 - 30.000 EURO

Zuschlag: 48.000,- EURO

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Egon Schiele, Bildnis Paris von Gütersloh, 1918

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Taxe: 5.000 - 10.000 EURO

Zuschlag: 16.000,- EURO

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Rudolf Wacker, Zinnien, 1934

Rudolf Wacker, Zinnien, 1934

Taxe: 25.000 - 50.000 EURO

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Pierre-Auguste Renoir, Paysage à Cagnes, um 1898

Pierre-Auguste Renoir, Paysage à Cagnes, um 1898

Taxe: 150.000 - 300.000 EURO

Zuschlag: 220.000,- EURO

Losnummer: 16

Wassily Kandinsky, Zwei zu Eins, 1933

Wassily Kandinsky, Zwei zu Eins, 1933

Taxe: 70.000 - 140.000 EURO

Zuschlag: 85.000,- EURO

Losnummer: 17




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