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Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

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Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Der Herbst steht vor der Tür und mit ihm ein sechstägiger Auktionsmarathon im Hause Koller in Zürich. Zu ersteigern gibt es Wertvolles aus Gold und Silber, edel geschnitzten Hölzern und geknüpfter Wolle sowie glänzenden Juwelen

Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich, wirf Gold und Silber über mich



Carl Wendelin Anreiter von Ziernfeld, Hausmalerbecher mit Unterschale, um 1722/23

Carl Wendelin Anreiter von Ziernfeld, Hausmalerbecher mit Unterschale, um 1722/23

Die letzte Sommerhitze ist gerade ausgestanden, da kündigt Koller bereits seine fulminanten Herbstauktionen an, die alte sakrale und weltliche Kunst in sich vereinigen. Den Anfang macht frühes Porzellan aus einer Schweizer Privatsammlung, darunter der barocke Hausmaler-Becher und die passende Unterschale aus der Wiener Manufaktur Claudius Innocentius du Paquiers mit Eisenrot- und Schwarzlotmalereien einer umlaufenden Uferlandschaft samt Architekturen und Szenen aus dem Bergmannsleben. Das Monogramm auf der Unterseite warf lange Fragen auf, wurde nun aber eindeutig dem Schemnitzer Künstler Carl Wendelin Anreiter von Ziernfeld zugewiesen. Der Becher stammt aus dem Bestand der legendären Sammlung Rudolf Just und ist nun für 2.000 bis 3.000 Franken erhältlich. Dem gegenüber steht ein Becher mit Untersetzer derselben Wiener Manufaktur um 1725 im Chinoiseriestil in Kobaltblau und Eisenrot für 3.000 bis 5.000 Franken. Ein ungewöhnliches Motiv weist ein Du Paquier-Teller um 1740 auf, ziert ihn neben Blüten und Früchten doch auch ein keck springender grüner Frosch. Hier stehen 1.200 bis 1.800 Franken auf dem Etikett.


Porzellan

Aus Meißen kommen eine ostasiatisch gestaltete Kumme, die in schillernden Purpur- und Grüntönen und indianischem Blumendekor bemalt ist, sowie ein konischer, kleiner Becher mit gemalter Goldspitzenbordüre und umlaufend angebrachten Kauffahrteiszenen. Die Schätzungen liegen hier jeweils bei 6.000 bis 8.000 Franken. Auch unbemaltes Porzellan entzückt, das beweist ein Koppchen mit Untertasse aus dem Hause Meißen, das durch ein Hochrelief mehrerer Prunuszweige mit kleinen Blüten auf der Wandung beider Teile zu einer Einheit zusammenwächst (Taxe 4.000 bis 6.000 SFR). Wie lebendige Gebilde wirken auch eine weiße, vegetabile Bouillonterrine mit feinen Rocaillereliefs und ihre Unterschale aus großen, ausgeformten Blättern der Höchster Porzellanmanufaktur (Taxe 2.500 bis 3.500 SFR) sowie ein Nymphenburger Stier von Franz Anton Bustelli, der von drei Panthern mit scharf modellierter Fellstruktur eben überwältigt wird (Taxe 7.000 bis 9.000 SFR). Bunt wird es wieder bei einem Wappenteller mit blauen Holzschnittblumen und Schatteninsekten aus dem um 1740 gefertigten Meißner Service des Marchese Carlo Francesco Vincenzo Ferrero, von dem nur wenige Stücke überliefert sind und dessen Wert entsprechend mit 5.000 bis 7.000 Franken veranschlagt ist.

Die figürlichen Preziosen führt eine herrlich groteske Zwergenfrau im tief dekolletierten Küchenkleid an, die mit schnellem Schritt und erhobenen Händen auf den Betrachter zustürmt. Die „Walper Höllriglin“ entstand in den 1740er Jahren in Wien nach einem Modell wohl von Johann Christoph Ludwig Lücke, der sich an dem karikaturistischen Bilderbuch „Il Callotto resuscitato“ orientierte und so dem Zeitgeschmack entsprach (Taxe 4.000 bis 6.000 SFR). Begehrt wird auch die Dame in eleganter barocker Garderobe aus einer Wahrsagergruppe sein, die dem unteren anderem auch in Höchst tätigen Maler und Modelleur Simon Feilner zugeschrieben und ebenfalls auf 4.000 bis 6.000 Franken angesetzt ist. Genauso wie die Ziegenmagd aus der Manufaktur Frankenthal, die Modelleur Johann Adam Bauer beim Melken zeigt und dessen Detailverliebtheit bis auf den Sockel übergreift, der mit appliziertem Moos und gehöhten Rocaillereliefen dekoriert ist (Taxe 1.200 bis 1.800 SFR). Hervorzuheben sind auch die detailliert gestalteten Porzellanbildplatten des 19. Jahrhundert von KPM Berlin aus altem Winterthurer Besitz, unter denen sich teils bekannte Gemäldemotive wie Tizians „Dame in Weiß“ (Taxe 5.000 bis 7.000 SFR), Rudolf Hennebergs allegorische „Jagd nach dem Glück“ (Taxe 3.000 bis 5.000 SFR) und zwei bäuerliche Interieurszenen von Jean-Georges Baltz befinden (Taxe 6.000 bis 10.000 SFR).

Silber

Die Silberofferte führt eine um 1711/15 gefertigte Garnitur aus Becken, Kanne und zwei Kredenzen des Augsburger Meisters Johann David Saler mit ziseliertem Bandelwerk an, die bei 50.000 bis 70.000 Franken ausgerufen wird. Prunkvoll präsentieren sich auch ein Nürnberger Deckelpokal von Wolf Linden mit kräftigen Buckeln und einer kleinen Diana-Figur als Deckelgriff (Taxe 16.000 bis 24.000 SFR) sowie dann schon in neobarocken Formen ein Paar vergoldete Deckelterrinen samt Présentoirs mit üppig gearbeiteten Floralknäufen des Pariser Meisters Marc-Augustin Lebrun (Taxe 10.000 bis 14.000 SFR). Dazu passen die 24 Vermeil-Suppen- und Dessertteller mit Régencemotiven aus dem Hause Jean-François Veyrats oder seiner Nachfolger für 15.000 bis 18.000 Franken. Ein besonderes Los ist auch die mit Akanthus und Masken dekorierte Jardinière von Alphonse Debain mit weiblichen Hermen als Füße (Taxe 12.000 bis 16.000 SFR). Den Abschluss bildet ein vasenförmiger Empire-Kaffeekocher des Goldschmieds Martin Guillaume Biennais mit dem Wappen der Turpin de Crissé auf der Vorderseite. Die Schweizer Experten mutmaßen, dass das gute Stück ein Geschenk von Joséphine de Beauharnais, der ersten Frau Napoleons, an ihren Kammerherrn und Liebhaber Lancelot Théodore Turpin de Crissé war – pikant und 28.000 bis 40.000 Franken teuer!

Möbel und Interieur

Mit Eugène de Beauharnais wandert der Fokus weiter zu Joséphines Sohn, der nicht nur ein begnadeter Feldherr, sondern auch Liebhaber fortschrittlicher Kunst war. Denn das Bureau Mécanique aus seinem Privatbesitz, das eine Pariser Meisterwerkstatt 1801/02 nach Entwürfen von Laurent-Edme Bataille aus Mahagoni schuf und Pierre Philippe Thomire mit fürstlichen Bronzen versah, war in seiner Multifunktionalität seiner Zeit weit voraus. Der prestigeträchtige Schreibtisch aus dem Hôtel de Beauharnais soll sich für 220.000 bis 320.000 Franken in die Herzen der internationalen Kundschaft klappen, schieben und ziehen. Einen prominenten Standort hatte auch eine große, aus Mahagoni, Sandelholz und Wurzelmaser gefertigte englische Kommode. Lange gehörte sie der Familie Herbert, die seit 1692 Highclere Castle im englischen Berkshire bewohnte, das den meisten als Schauplatz von Filme und Serien wie jüngst „Downton Abbey“ bekannt sein dürfte. Das um 1780/85 gefertigte Möbel in feiner klassizistischer Zier ist für 40.000 bis 70.000 Franken zu haben.

Einer Hollywood-Diva angemessen und wahrscheinlich aus dem Besitz der Schauspielerin Marie-Madeleine Guimard stammt ein vergoldetes und ikonografisch ausgestaltetes Bett mit rotem Seidendamastbezug. Die „Grazie des 18. Jahrhunderts“ wurde von einem ihrer Liebhaber augenscheinlich mit ausschweifendem Luxus unterhalten, der wohl auf Vorlagen des bekannten Revolutionsarchitekten Claude-Nicolas Ledoux und auf der Kunstfertigkeit Georges Jacobs beruht und auch heute erst ab 200.000 Franken zu haben ist. Ebenfalls bestens geeignet für das Boudoir von Madame: Vier vierarmige Wandappliken aus matt- und glanzvergoldeter Bronze nach Modellen Pierre François Feuchères, die zu Schleifen gebundene Bänder, Masken und Lyren imitieren (Taxe 120.000 bis 180.000 SFR).

Luxuriös sind auch die Ebenholzpostamente um 1690/1700 von Alexandre-Jean Oppenordt mit ihrem Besatz aus dunkelrotem Schildpatt und feinster Boulle-Marketerie, die ein altes englisches Adelsgeschlecht über Generationen weitervererbte (Taxe 90.000 bis 140.000 SFR). Dichte und überbordende Einlegearbeiten hat auch eine Pariser Kommode mit drei Schüben von 1720/30 zu bieten: Blumenbouquets, Vögel, Maskerons und Grotesken aus Palisander, Ahorn und Kirschholz machen das Möbel zu einem Schmuckstück (Taxe 50.000 bis 90.000 SFR). Doch kein Los kann es mit dem Paar russischer Konsoltische aufnehmen, die zwei Mikromosaikplatten mit breitem Malachitrahmen schmücken. Die von Antonio de Angelis gestalteten Ruinen- und Flusslandschaften werden von Mahagoniholz getragen, das mit vergoldeten Bronzeapplikationen und vier Merkurbüsten besetzt ist. Doch für so viel Prunk muss man tief in die Tasche greifen: 450.000 bis 650.000 Franken verlangt Koller dafür.

Gleich acht Philosophenbüsten tragen das Gewicht einer Anrichte aus der Empirezeit auf ihren glanzvergoldeten Häuptern, deren Aussehen von acht markant vorstehenden Mahagoni-Lisenen auf vergoldeten Korkenzieherfüßen bestimmt wird. Auch hier ist der Urheber nicht gesichert; doch die herausragende Qualität spricht für François Honoré Georges Jacob-Desmalter, der sich dafür Vorlagen von Charles Percier und Pierre François Léonard Fontaine sowie wohl der Bronzekunst von Pierre Philippe Thomire bediente (Taxe 90.000 bis 140.000 SFR). Noch rokokohaft verspielt ist dagegen eine à fleurs-Kommode wohl von Pierre Migeon IV, die dekorativ mit zierlichen Blätterranken aus Veilchenholz und Amarant verziert ist (Taxe 60.000 bis 100.000 SFR). Sicher von ihm stammt das ebenfalls um 1750 gefertigte, etwas behäbigere Damenbureau in Schachbrettmuster für 15.000 bis 25.000 Franken. Der Berner Meister Matthäus Funk nahm sich für seine Kommode um 1760/80 das heimische Nussholz her, auf dessen braunem Wurzelmaserfurnier sich die floralen goldenen Bronzebeschläge besonders gut ausnehmen (Taxe 28.000 bis 48.000 SFR).

Spieglein, Spieglein, an der Wand, wo gibt’s die majestätischsten Spiegel im ganzen Land? Koller hätte ein venezianisches Exemplar aus reich geschnitztem, vergoldetem Holz mit einer „Diane chasseresse“ im Angebot (Taxe 30.000 bis 50.000 SFR) oder gleich zwei ausladende vegetabile römische Spiegel mit passenden Konsolen aus dem des 18. Jahrhundert (Taxe 28.000 bis 48.000 SFR). Weiter ins südliche Italien, nach Trapani oder Neapel, weist der oktogonale Spiegel um 1650 auf ebonisiertem Weichholz und reichem Blattwerk aus Messing und Korallen für 25.000 bis 35.000 Franken. Letzterer würde sich gut über der mit Pagodenlandschaften und vergoldeten Bronzebeschlägen verzierten Lackkommode des Pariser Meisters Pierre Denizot (Taxe 50.000 bis 90.000 SFR) oder einem eleganten, mit Chinalack und Chinoiserien überzogenem Damenbureau des französischen Spätrokoko um 1760 machen (Taxe 90.000 bis 140.000 SFR).

Auch Nicolas Jean Marchand orientierte sich bei seinem kleinen Damenschreibtisch am „goût chinois“ und lieferte um 1755 ein schwarz grundiertes Möbel mit rot-goldenen fernöstlichen Landschaften ans Château de Fontainebleau (Taxe 22.000 bis 32.000 SFR). Um das passende Themenzimmer zu vervollständigen empfehlen sich zwei europäische Porzellanvasen, die in der Art der chinesischen Seladon-Waren der mittelalterlichen Yuan-Dynastie gefasst sind und um 1750 von einer Pariser Meisterwerkstatt in glanzvergoldeten Bronzelöwenköpfen und -sockeln montiert wurden (Taxe 150.000 bis 250.000 SFR). Nicht zu verachten ist zudem das Paar ein Meter hoher, kobaltblauer Deckelvasen aus der chinesischen Qianlong-Periode um 1760/70 mit goldenem Chrysanthemendekor, das sich über mächtigen Bronzebasen aus Frankreich für 60.000 bis 100.000 Franken erhebt. Freunde dieser royalen Fondfarbe dürfte auch das Paar Empire-Henkelvasen aus Sèvres ansprechen, das von dem Porzellanmaler Gilbert Drouet mit prächtigen Blumenfestons dekoriert und pompös vergoldet wurde (Taxe 180.000 bis 280.000 SFR).

Einen kleinen Zoo kann man mit prunkvollen Uhren eröffnen: Eine vergoldete und bemalte Zinkguss-Kamingarnitur entführt mit einer Entourage aus zwei Nubier-Girandolen und einer Uhr in Form eines Elefanten mit darauf sitzender Herrscherin nach Ägypten. Sie entstand in Wien und entspricht dem „goût éclectique“ der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (Taxe 30.000 bis 50.000 SFR). Zurück nach Europa galoppiert ein schwarz-weißer Hengst als Träger einer klassizistischen Pendule François Vions um 1780 mit Strassapplikationen und gemaltem Medaillon und einem Uhrwerk von Bernard Cartier (Taxe 65.000 bis 85.000 SFR). Ins Reich der Mythologie und Allegorie führen eine Skelettpendule mit Mondphasenanzeige und emaillierten Sagenszenen der Antike von Jean Coteau sowie eine lyraförmige Tischuhr aus blauem Porzellan, die eine Apollomaske im Strahlenkranz bekrönt und einst zu den Beständen der Witwe Gabriel Courieults gehörte (Taxe je 90.000 bis 140.000 SFR). Auch die 160 Zentimetern hohen und Georges Jacob zugeschriebenen Porte-Torcheren wollen mit ihren tragenden Sirenenfiguren verführen (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR). Bestaunt werden will eine über zwei Meter große Standuhr von Charles Cressent und Julien Le Roy II um 1740, deren Holzfurnier geometrisch gefriest und mit vergoldeten Beschlägen reich besetzt ist (Taxe 150.000 und 250.000 SFR). Eine um 1760/70 in Berlin oder Potsdam gefertigte Standuhr macht mit ihrem weiß-golden gefassten Gehäuse des friderizianischen Rokoko wohl von Johann Christian Hoppenhaupt schon ab 25.000 Franken auf sich aufmerksam.

Skulpturen und Teppiche

Die Auswahl an Skulpturen führt eine spätgotische Eichengruppe vom Niederrhein mit der Darstellung der heiligen Anna an, die die drei Marien mit ihren Kindern in einem Mantel umfängt (Taxe 30.000 bis 50.000 SFR). In seinem architektonischen Hintergrund und dem bewegten Kleiderschwung weist ein Steinrelief mit Christus vor Pontius Pilatus schon weiter in die deutsche Renaissance (Taxe 12.000 bis 18.000 SFR). Liebevoll geht es dann wieder bei der Marmorgruppe des Lyoner Bildhauers Nicolas Coustou von 1711 zu, in der ein Knabe sich vornehm über ein Mädchen beugt und ihre Hand küsst (Taxe 45.000 bis 75.000 SFR). Dem erotischen Zeitgeschmack des ausgehenden 19. Jahrhunderts entspricht Albert Ernest Carrier-Belleuse mit seiner kleinen Terrakotta-Figur eines Satyr mit einer sich auf seinen Schultern räkelnden Dame, die augenscheinlich während eines unschuldigen Bades willig entführt wurde (Taxe 10.000 bis 15.000 SFR). Ihrem Liebreiz steht auch die über einer Wolkenbank auf einem Halbmond schwebende Diana in nichts nach. Die patinierte Bronzefigur auf rotem Marmorsockel schuf Séraphin Denéchau um 1890 (Taxe 15.000 bis 25.000 SFR).

Denselben Preis hätte Koller gerne auch für einen farbenprächtigen Teppich mit Blumenranken und Palmetten aus der Serafian-Werkstatt in Isfahan, der sogar eine Signatur von Mustafa Ibrahim Pour trägt. Zu einem Sammlerstück erklärten die Schweizer Experten den großen Seiden-Mohtashem des ausgehenden 19. Jahrhunderts aus der iranischen Stadt Kaschan, den man für 25.000 bis 35.000 Franken erwerben kann. Aus Senneh in der Provinz Kurdistan stammt ist ein antiker Vorleger mit hellgrünem Mihrab und stilisierten roten Blumen, der 12.000 bis 15.000 Franken kosten soll und nur noch von einem viereinhalb Meter auf nahezu sieben Meter großen Teppich aus Täbris für 20.000 bis 30.000 Franken übertroffen wird.

Schmuck und Juwelen

Juwelen für die Dame von Welt gibt es in hochkarätiger Hülle und Fülle bei Koller. Downton Abbey-Hausherrin Cora Crawley, Countess of Grantham, würde sich für ihre Abendgarderobe wohl nichts geringeres als den gelblich schimmernden Fancy-Diamant-Ring mit zentralem Cushion-Diamant von 14,22 ct für 220.000 bis 300.000 Franken oder den Solitaire-Brillantring der Hardy Brothers aus Sydney mit einem 5,07 ct Brillanten sowie zwei Pink-Diamanten für 190.000 bis 260.000 Franken aussuchen. Dazu könnte sie noch das elegante Saphir-Diamant-Armband mit Dreieck-Motiven, signiert um 1925 von Van Cleef & Arpels, für 28.000 bis 38.000 Franken kombinieren, einen schlichten Diamant-Ring mit oktogonalem Ceylon-Saphir von 11,27 ct für 70.000 bis 100.000 Franken oder das aparte Diamantarmband im Art Déco-Stil mit 31 ebenfalls tiefblauen Saphiren für 32.000 bis 52.000 Franken. Opulent hübscht auch ein floral gestaltetes Bracelet mit zahlreichen Diamanten in unterschiedlichen Schliffarten für 70.000 bis 100.000 Franken jedes Outfit auf. Der Liebhaberin dezenteren Schmucks können die vier zierlich verspielten Rubin-Diamant-Broschen und -Ohrclips in stilisierter Glückskleeform von Van Cleef & Arpels ans Herz gelegt werden, die im Set mit einem passenden Ring von Louis Gérard für insgesamt 50.000 bis 80.00 Franken erhältlich sind.

Den Anfang bei Koller macht am 14. September um 14 Uhr die Versteigerung von Silber, Porzellan und Fayencen. Der Tag darauf ist ab 14 Uhr dem Schmuck und den Juwelen gewidmet, und am 17. September folgen ab 10 Uhr schließlich die Möbel, Skulpturen und Teppiche. Eine Vorbesichtigung der Lose ist vom 9. bis zum 13. September jeweils von 10 bis 19 Uhr im Züricher Hauptsitz möglich. Der Katalog listet die Werke unter www.kollerauktionen.ch.

Kontakt:

Koller Auktionen

Hardturmstrasse 102

CH-8031 Zürich

Telefon:+41 (044) 445 63 63

Telefax:+41 (044) 273 19 66

E-Mail: office@kollerauktionen.ch



08.09.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Viviane Bogumil

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