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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Zeitgenössische Kunst im Wiener Auktionshaus im Kinsky

Stühle zum Anschauen



In seiner kommenden Versteigerung zeitgenössischer Kunst listet das Wiener Auktionshaus im Kinsky wie gewohnt fast ausschließlich Klassiker der österreichischen Szene. Da finden sich kraftvolle, mitunter auch monumentale Abstraktionen wie Josef Mikls „Rote Figur“ auf gelbem Grund von 1959 für 15.000 bis 30.000 Euro oder Markus Prachenskys Farbbalkenzusammenstoß „Etruria orizontale“ von 1984 für 30.000 bis 60.000 Euro neben betont gegenständlichen Arbeiten. Hierfür steht besonders Gottfried Helnweins fotografisch exaktes Öl- und Acryl-Portrait eines jungen Mädchens im Dreiviertelprofil aus einer Werkserie von 2005, mit dem er die laute und hektische Erwachsenenwelt mit der Verletzlichkeit und Reinheit des Kindes konfrontieren will. Die in letzter Zeit massiv gestiegenen Preise für den 1948 geborenen Rudolf Hausner-Schüler schlagen sich in der Schätzung von 35.000 bis 70.000 Euro nieder.


Das Hauptlos der Auktion wurde zwar ebenfalls aus österreichischem Privatbesitz akquiriert, stammt aber von einem deutschen Künstler: Anselm Kiefers fast vier Meter breite Materialschlacht „Das himmlische Jerusalem“ mit einem Gebirgszug, kleiner Häuserreihe und vor allem einer zentral ins Bild gesetzten Kalaschnikow von 2011 ist mit 350.000 bis 700.000 Euro bewertet. Werke dieses Kalibers gehen normalerweise nach London oder New York. Die bislang teuerste Kiefer-Arbeit im deutschsprachigen Raum war im vergangenen November sein „Geheimnis der Farne“ bei Lempertz in Köln für 450.000 Euro. Für sein Ölgemälde der barbusigen „Susanna als Infantin“ ließ sich Rainer Fetting 1997 von Diego Velázquez’ Portraits der spanischen Königsfamilie inspirieren (Taxe 12.000 bis 24.000 EUR). Ausländisch bleibt es mit einem schwarz-weißen Buchstaben-Ziffern-Symbolbild aus Jannis Kounellis’ Serie der „Alphabete“, in der er die Fragmentierung der Sprache und Mehrdeutigkeit der Zeichen thematisiert (Taxe 20.000 bis 40.000 EUR).

Chancen auf einen sechsstelligen Betrag kann sich ansonsten wohl nur noch Friedensreich Hundertwassers abstraktes Aquarell „Weg Der Durch Eine Blume Führt“ von 1958 ausrechnen. Die grünen und gelben Linien, die roten Farbfelder und die amorphen Formen evozieren eine Erinnerung an etwas Natürliches und werden bei 75.000 bis 150.000 Euro gehandelt. Als weitere Klassiker der österreichischen Zeitgenossen gelangen Max Weiler mit seiner Naturabstraktion „Bild vom Baum“ aus dem Jahr 1986 und Maria Lassnig mit dem wiederum aquarellierten Körperbewusstseinsbild „Frau vor einem Esel knieend“ von 1996 für jeweils 15.000 bis 30.000 Euro zum Aufruf. Auch in den 1994 wild aufgetragenen Farbmassen des im Mai verstorbenen Malers Franz Grabmayr erkannt man nichts mehr von der titelgebenden „Rabischschlucht“ (Taxe 15.000 bis 25.000 EUR). Arik Brauers aus der braunen Erde hervorwachsende Figur unter dem Titel „Alles Vogelfutter“ von 1971 vertritt den in Österreich besonders stark beheimateten Phantastischen Realismus (Taxe 20.000 bis 40.000 EUR).

Die etwas jüngere Generation kommt mit einem geheimnisvollen, wie die Grafik eines abgestürzten frühen Computerspiels aussehenden Siebdruck Peter Koglers aus dem Jahr 1986 zum Zuge (Taxe 14.000 bis 28.000 EUR). Der 1952 Walter Niedermayr erfreut den Betrachter mit einem digital bearbeiteten C-Print von 2000 unter dem Titel „Mittel Allalin IV“, auf dem sich unzählige Menschen wie kleinen Ameisen über schneeweißem Grund im Walliser Skigebiet tummeln (Taxe 12.000 bis 24.000 EUR). Hubert Scheibl führt mit Arbeiten wie „Rings of Saturn“ von 2002 die Abstraktionen der älteren Generation weiter (Taxe 15.000 bis 30.000 EUR), ebenso Walter Vopavas von Schwarz gerahmte Lichtzonenschichtung von 2014 (Taxe 12.000 bis 24.000 EUR). Hubert Schmalix mag es dagegen figural und stellt seine philippinische Frau Fresnaida in seinem wenig portraithaften, eher sachlich-unaufdringlichen Akt „Bei Santa Barbara“ 1998 in ein Waldstück (Taxe 13.000 bis 25.000 EUR). Ornament und Gegenständlichkeit verbindet Robert Zeppel-Sperl in seinem fast naiven Mann-Frau-Stück von 1977 (Taxe 8.000 bis 16.000 EUR).

Mit dem klassischen Material Bronze arbeiten Wander Bertoni in seinem goldenen kultischen „Sonnenanbeter“ von 1954/57 (Taxe 12.000 bis 24.000 EUR) und Josef Pillhofer bei seinem kubistischen „Bein des Dyonisos“ um 1966 (Taxe 10.000 bis 20.000 EUR). Die Skulpturenofferte wartet zudem mit Kiki Kogelniks gläserner Kopfform „Censorship“ von 1996 (Taxe 25.000 bis 50.000 EUR) und Thomas Stimms riesenhaftem „Löwenzahn“ von 2006 aus bemaltem Aluminium auf (Taxe 15.000 bis 30.000 EUR). Wer es etwas zweckmäßiger mag, sei auf sechs Stühle verwiesen, die Franz West in Fortführung seiner Bestuhlung der Kasseler Documenta-Schauen 1992 und 1997 geschaffen hat. Die Bezüge sind sehr bunt, und es wird empfohlen, wie hauptsächlich anzuschauen, nicht aber auf ihnen Platz zu nehmen. Jedes Exemplar wird denn auch mit stattlichen 10.000 bis 20.000 Euro gehandelt.

Die beiden Eröffnungslose der Veranstaltung werden von den Künstlern übrigens für einen guten Zweck zur Verfügung gestellt: Der Reinerlös von Andreas Leikaufs schwarz-ockerfarbenem barockem Spiegelsaal „Too cheap“ von 2014, in dem sich eine junge Frau etwas exaltiert bewegt, geht an die Gesellschaft für MukoPolySaccharidose (Taxe 6.000 bis 10.000 EUR), und Florentina Pakostas abstrakte rote „Phasen einer emotionalen gestischen Bewegung“ auf dunkelblauem Grund von 1996 werden zugunsten von „YoungMum“, einer Initiative zur Unterstützung minderjähriger Mütter in Wien, versteigert (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Junge Kunst gibt es dann vor allem im zweiten Katalogteil mit den günstigeren Arbeiten. Während sich Emil Herker in seinem Acrylgemälde „Bankenrettung auf Österreicher Art“ von 2014 fotorealistisch in bunter Warenwelt ergeht (Taxe 6.000 bis 12.000 EUR), kreiert Christian Eisenberger 2004 in seiner Mischtechnik „Die Erben“ drei gespenstische, augenlose Gestalten (Taxe 1.500 bis 3.000 EUR). Lorenz Estermanns farbiges architektonisches Modell „Betty’s House“ von 2009 in skulpturalem Miniformat (Taxe 3.000 bis 6.000 EUR) steht Christoph Hinterhubers konzeptuellem Ansatz in seinem quadratischen Schriftbild „Share your body“ von 2011 gegenüber (Taxe 4.000 bis 8.000 EUR).

Die Auktion beginnt am 6. Oktober um 14 Uhr. Die Besichtigung der Objekte ist bis zum Auktionsbeginn wochentags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 17 Uhr sowie sonntags von 11 bis 17 Uhr möglich. Der Katalog listet die Objekte unter www.imkinsky.com.

Kontakt:

im Kinsky - Kunst Auktionen GmbH

Freyung 4

AT-1010 Wien

Telefax:+43 (01) 532 42 00-9

Telefon:+43 (01) 532 42 00

E-Mail: office@imkinsky.com



04.10.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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06.10.2015, 108. Auktion, Zeitgenössische Kunst










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