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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Die Abteilungen Schmuck und Kunstgewerbe läuten die Herbstauktionen bei Lempertz in Köln ein

Der Meißner Bauernhof für Gutbetuchte



Falko Marx, Brosche „Souvenir de Maroc“

Falko Marx, Brosche „Souvenir de Maroc“

Zur diesjährigen Herbstauktion präsentiert Lempertz seine ausgesuchten Schmuckstücke sowie eine kleine Sammlung Golddosen erneut in einem eigenen Katalog am Abend des 12. November. Das älteste Los ist ein 21 Jahrhunderte alter Goldring mit einer unheimlichen Kamee für 4.000 bis 6.000 Euro; denn dort eine späthellenistische Komödienmaske in Gestalt eines verzerrten Männergesichts zu sehen. Attraktiver ist dagegen eine feminine Belle Epoque-Brosche mit Diamanten und einem Opalcabochon in Form eines Schmetterlings von 1890 für 8.000 bis 9.000 Euro. Daneben bietet die große Auswahl an historischem Schmuck auch hochkarätige Preziosen des Art Déco wie elegante Solitärringe mit einem Diamant im Übergangsschliff für 15.000 bis 18.000 Euro oder einem sündhaft großen Altschliffdiamant für 20.000 bis 25.000 Euro. Dem Schmuck der Kölner Werkschulen ist ein eigenes Kapitel gewidmet, darunter Drehringe aus Gelbgold mit römischen Gemmen und Kameen von Elisabeth Treskow und Fritz Deutsch für jeweils 1.500 bis 2.000 Euro sowie ein massives Manschettenband mit Reliefdekor und grünen Turmalinstäben von Peter Heyden für 2.700 bis 3.000 Euro. Von Falko Marx stammt die reich mit Farbsteinen in floralen Mustern und Tierformen besetzte Brosche „Souvenir de Maroc“ für 10.000 bis 15.000 Euro.


Schmuck und Tabatieren

Die umfangreiche Offerte an modernem Schmuck dominieren Arbeiten aus den 1950er bis 1970er Jahren, darunter eine aparte Demiparure aus Anhänger und Ohrgehängen mit einem feinen Dekor aus gelbgoldener, geometrischer Flächengranulation und aus Jade geschnitzten Blüten für 6.000 bis 8.000 Euro. Das Angebot ergänzen ein Weißgoldring mit ziseliertem Echsenrelief und einem Diamantsolitär vom Frankfurter Juwelier Friedrich mit einem Diamantsolitär für 20.000 bis 25.000 Euro sowie die handgeschmiedete Sputnikbrosche „Kosmos“, die Heinz Wipperfeld in Berlin aus einem Gespinst aus dünnen Iridium-Platin-Drähten und kleinen Brillanten fertigte (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR). Den Abschluss machen zwei Goldemailtabatieren des frühen 19. Jahrhunderts: Auf dem Deckel der ersten ist eine Elfenbeinminiatur mit dem Bildnis einer höfischen Dame des Rokoko montiert (Taxe 5.000 bis 8.000 EUR) und die zweite schmücken polychrome Hafenansichten in der Art des Jean Louis Richter sowie ein farbiges Trophäenstillleben auf dem Boden (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR).

Möbel und Einrichtungsgegenstände

Das Spitzenstück der Kunstgewerbeauktion am 13. November ist mit einer Schätzung von 150.000 bis 200.000 Euro ein prachtvoller Frankfurter Nussholzschrank des Barock, der aufgrund des signierten Parallelstücks in der James A. de Rothschild Collection in Waddesdon Manor dem Frankfurter Meister Schilling zugeschrieben werden kann. Geschmackvoll wirkt das monumentale Möbel besonders wegen seiner feinen Furniergestaltung, den allegorischen Einlegearbeiten und meisterlich geschnitzten Kompositkapitellen. Gleich dahinter rangiert ein amethystfarbener Jugendstilteppich mit dunkelblauen Ranken und beigefarbenen amorphen Füllungen von über 5 auf fast 4 Meter Größe von Otto Eckmann, der vor 1902 bei den Vereinigten Smyrna-Teppich Fabriken in Berlin hochflorig geknüpft wurde (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR). Eine Schätzung von 30.000 bis 40.000 Euro teilen sich ein manieristischer Weichholzrahmen mit skulpturalen Schnitzarbeiten, dessen Typus der Toskana in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts unter dem Einfluss des venezianischen Architekten Jacopo Sansovino zuzuordnen ist, und ein prächtiges Nussholzfortepiano von Anton Walter & Sohn, einem der bedeutendsten Klavierbauer zur Zeit der Wiener Klassik. Nur selten stehen Instrumente seiner Werkstatt zum Verkauf.

Porzellan

Das Angebot an Berliner Porzellan von KPM führen zwei vergoldete Eiskübel mit Emaildekor zum Kühlen von Kaviar aus einem Speiseservice an, das König Friedrich Wilhelm III. von Preußen seiner Tochter Charlotte schenkte, als diese 1817 den Großfürsten Nikolaus aus dem Hause Romanow-Holstein-Gottorp heiratete (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR). Ebenfalls aus deutschem Adelsbesitz stammt ein teils exotischer Bauernhof Meißener Tiere, die nicht nur durch Qualität, sondern auch einen hervorragenden Erhaltungszustand bestechen. Spitzenobjekt ist ein großes Papageienpaar auf Baumstümpfen nach Modellen Johann Joachim Kändlers aus den 1740er Jahre für 40.000 bis 50.000 Euro. Mit von der Partie sind noch ein sitzender Hütehund mit goldenen Schellen am Halsband, ein naturalistisch staffierter Keiler sowie ein Rebhuhn von Kändler für jeweils 10.000 bis 15.000 Euro. Ein spannendes Los dürfte auch die von Barockbildhauer Balthasar Permoser inspirierte Figurengruppe der vier Jahreszeiten werden, die Johann Friedrich Eberlein 1740/45 für Meißen modellierte (Taxe 50.000 bis 60.000 EUR). Bei einer Schneeballblütenvase mit Kakadu, Wellensittich und Vogelnest nach Kändler-Modell um 1750/60 wünscht man Lempertz, dass der neue Besitzer gleich nebenan wohnt und das zerbrechliche Stück nicht nach Übersee verschickt werden muss (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR).

Silber

Eine der Höhepunkte der gewohnt umfangreichen Silberabteilung ist ein musealer, teils vergoldeter Hamburger Deckelhumpen mit der Darstellung des Raubs der Sabinerinnen von Hanss Lambrecht III aus den 1660er Jahren (Taxe 25.000 bis 28.000 EUR). Ebenfalls aus Hamburg kommt ein achtseitig facettierter Stangenbecher mit fein gravierten Landschaften und Kostümfiguren von Clauß Sülßen II um 1640 (Taxe 21.000 bis 24.000 EUR). Den 1,5 Kilo schweren Deckelhumpen von Lorenz Detberg aus Lübeck um 1690 schmücken hingegen alttestamentarische Darstellungen von David und Goliath (Taxe 27.000 bis 30.000 EUR). Das Rheinland vertreten zwei geschmackvolle Renaissancebecher, einer mit vergoldetem Rankenband, der in Köln um 1600 entstand (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR), und ein anderer aus Worms von Johann Geisselmann, dessen Wandung ein umlaufendes Beschlagwerk mit Früchten ziert (Taxe 10.000 bis 12.000 EUR). Für Sammler von Silber aus Westfalen gibt es eine birnenförmige Münsteraner Kranenkanne mit Hippokamposbekrönung von Johann Heinrich zum Hulse aus der Mitte des 18. Jahrhunderts zu bestaunen (Taxe 11.000 bis 13.000 EUR) sowie eine Deckelterrine mit ziselierten Maskarons aus Osnabrück von Georg Hermann Pölking um 1730 (Taxe 30.000 bis 32.000 EUR).

Aus Ulm gesellt sich ein Deckelbecher von 1660 hinzu, der das Allianzwappen der Familien Speth von Schülzburg und Thurn und Taxis trägt und von Meister Johann Adam Kienlin I stammt (Taxe 27.000 bis 29.000 EUR). Auch ein Augsburger Deckelpokal mit Löwenmaskarons und angehängten Schilden darf nicht unerwähnt bleiben, den Johann Daniel Schäffler I um 1724/28 im Auftrag der Leonberger Küferzunft fertigte (Taxe 9.000 bis 10.000 EUR). Mit dem Augsburger Jungfrauenbecher von Melchior Bair von 1626/30 kann man für nur 7.000 bis 9.000 Euro zum Mittelpunkt einer jeden Party werden, hat das Scherzgefäß aus der Renaissance doch die spaßige Eigenheit, dass ein Paar gemeinsam aus ihm trinken kann, wenn man die Figur auf den Kopf stellt und sowohl ihren Rock als auch den drehbaren Becher über ihrem Kopf befüllt. Aus Frankreich krabbelt noch ein weiteres außergewöhnlicheres Exponat nach Köln: Die niedliche Silberskulptur eines Stachelschweins, die der Pariser Hofgoldschmied Jean-Baptiste-Claude Odiot um 1800 als Zahnstocherhalter ersann, gibt es für ein Gebot von 19.000 bis 21.000 Euro. Aus dem Straßburg derselben Zeit fand eine museale Deckeldose mit Pinienzapfenknauf des Meisters Johann Jacob Kirstein ihren Weg in die Domstadt am Rhein und ist für 19.000 bis 20.000 Euro zu haben. Figural wird es bei einem wohl niederländischen barocken Skulpturenpaar der alttestamentarischen Hohepriester Aaron und Melchisedek aus der Aachener Sammlung Lüttgers, das gemeinsam über vier Kilo auf die Waage bringt (Taxe 45.000 bis 50.000 EUR).

Kunstkammerobjekte, Bronzen und Uhren

Mit dem Bildnis August II. von Sachsen in Purpurcamaieu auf einer leicht konvexen Emailplatte in einem Vermeilrahmen mit Flussperlensträngen und Smaragden gibt es auch ein Kunstkammerobjekt zu erwerben. Es wird Georg Friedrich Dinglinger zugeschrieben, der als Erfinder der großformatigen Emailbildnisse gilt (Taxe 20.000 bis 25.000 EUR). Eine Ehrenrunde dreht nun für 20.000 bis 30.000 Euro und damit zur Hälfte des im Frühjahr angesetzten Wertes das Grand Dressoir aus Eichenholz mit reich geschnitzter Architektur, das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Teilkopie des Möbels für Kaiser Maximilian I. entstand. Licht spenden ein Empire-Deckenkronleuchter mit zahlreichen facettierten Glasprismen und plastischem Figurenschmuck aus Bronzeadlern und -straußen (Taxe 15.000 bis 18.000 EUR), zwei antikisierend gekleidete Damen aus Paris, die emsig ihre Bronzearme für zwei vergoldete Kandelaber im Stil des späten Klassizismus’ in die Luft halten (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR), sowie zwei größere Nubierinnen vielleicht aus der Werkstatt Pierre François Feuchères, die die siebenarmigen Leuchter von 1800/10 gar auf ihren Köpfen balancieren (Taxe 25.000 bis 35.000 EUR). Am Ende bleibt nur nach der Zeit zu fragen und diese lässt sich am schönsten ablesen auf einer feuervergoldeten Pendule Pierre Philippe Thomires mit reichem plastischen Schmuck von 1770 (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR) oder auf einem 14-Tageläufer, der sich in einem Baumwollballen auf dem Rücken eines jungen schwarzen Lastenträgers von Jean-André Reiche von 1808 versteckt (Taxe 14.000 bis 16.000 EUR).

Die Schmuck-Auktion beginnt am 12. November um 17 Uhr, die Abteilung Kunstgewerbe folgt am 13. November ab 10:30 Uhr. Eine Vorbesichtigung ist am 7. November von 10 bis 16 Uhr möglich, am 8. November von 11 bis 15 Uhr, vom 9. bis 11. November von 10 bis 17:30 Uhr, am 12. November von 10 bis 13 Uhr und am 13. November von 10 bis 18 Uhr. Der Katalog listet die Objekte unter www.lempertz.com.

Kontakt:

Kunsthaus Lempertz

Neumarkt 3

DE-50667 Köln

Telefon:+49 (0221) 92 57 290

Telefax:+49 (0221) 92 57 296

E-Mail: info@lempertz.com



06.11.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Viviane Bogumil

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