Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 22.02.2020 Auktion 22. Februar 2020: Norddeutsche Kunst - Dekorative Kunst

© Auktionshaus Stahl

Anzeige

Enten am Wehr / Alexander Koester

Enten am Wehr / Alexander Koester
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Stillleben mit Blaudistel und Fruchtschale, 1958 / Karl Schmidt-Rottluff

Stillleben mit Blaudistel und Fruchtschale, 1958 / Karl Schmidt-Rottluff
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

Amazone, nach 1906 / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Für Freunde namhafter Fotokünstler hält Grisebach in Berlin Einiges bereit, preislich ist das Angebot breit gefächert

Klassisch, aber trotzdem neu



Dass auch abstrakte Formen und kryptische Zeichen in der Fotografie ihren festen Platz haben, beweist László Moholy-Nagy, der als Bauhaus-Lehrer in Dessau seine Faszination für experimentelle Arbeitsweisen weiterentwickelte. Als Maler, Bühnenbildner, Grafikdesigner und schließlich auch Fotograf waren es vor allem die zukunftsweisenden, konstruktivistischen Kunstströmungen, die ihn reizten und 1925 veranlassten, ein unbetiteltes „Positives Photogramm“ auf unbelichtetem Silbergelatinepapier zu erstellen. Die ausgewogen arrangierte, geheimnisvoll verschlüsselt wirkende geometrische Formenkomposition, die als direkte Umkehrung von einem Negativbild zu einem Positiv beziehungsweise als Spiegelungskopie des Originals entstand, galt lange Zeit als verschollen und ist aktuell einer von drei bis vier weltweit existenten Abzügen. Für Grisebach Anlass, das wertvolle Stück Fotografiegeschichte in seiner kommenden Fotoauktion als 80.000 bis 120.000 Euro teure Trophäe anzupreisen.


Moholy-Nagy ist am 25. November aber nicht der einzige Blickfang in der 212teiligen Berliner Versteigerung. In den Bereichen historische, moderne, experimentelle sowie zeitgenössische Fotografie steht immer wieder die ein oder andere prominente Losnummer auf dem Plan. Eine davon ist die Schwarz-Weiß-Fotografie „Igor Strawinsky, New York City“. Arnold Newman erwischte den russischen Komponisten 1946 nachdenklich an seinem aufgeklappten, schwarzen Flügel. Klassisch elegant vereinte er den innovativen Musiker und sein Instrument, suchte aber auch nach der Sichtbarmachung der spezifischen Persönlichkeit und dessen Beziehung zum Klavier. Vergleichbar ging Newman beim gut ausbalancierten Portrait des niederländischen Konstruktivisten „Piet Mondrian, New York City“ von 1942 vor. Beide späteren Silbergelatineabzüge sind mit jeweils 3.500 bis 4.500 Euro angesetzt. Als zentrale Figur der polnischen Avantgarde reiht sich Stanislaw Ignacy Witkiewicz mit seiner nah-verschwommenen „Jadwiga Janczewska II, Zakopane“ um 1913 in goldbrauner Tönung bei 20.000 bis 25.000 Euro in die Riege höherpreisiger Positionen ein.

Als aussagekräftig kann man die von Gertrud Arndt inszenierte Sicht auf „Otti Berger in der Kantine am letzten Tag vor der Schließung des Bauhauses“ von 1932 auffassen. Nicht dokumentarisch und rein abbildend, mehr empathisch erzählend wirkt ihre Aufnahme der einstigen Bauhausstudentin und späteren Textilkünstlerin, die schwermütig an einer langen Tafel Platz genommen hat und hinnehmen muss, dass ihrer einstigen Lehrstätte und Inspirationsquelle auf Veranlassung der NSDAP die unumgängliche Schließung bevorsteht. Als Kroatin mit jüdischen Wurzeln sollte sie einige Jahre später selbst ein Berufsverbot auferlegt bekommen. Arndts Fotografie markiert den Beginn einer persönlichen Zäsur, der mit Bergers Tod 1944 in Ausschwitz endete, und erinnert heute an die menschenverachtenden Taten des Naziregimes (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR). Hans Bellmer widmete sich zeitgleich anderen künstlerischen Zielen. Als Berliner Buchillustrator fand er Kontakt zu Dadaisten und Surrealisten. Seine künstlerischen Inhalte sollten nicht von der unmittelbaren Erfahrung der realen Welt leben, vielmehr waren es eigenwillige phantastische Traumwelten und in diesen lebende Puppen, die Bellmer in unzähligen Arrangements ablichtete. Sein zehn Vintageprints enthaltendes Buch „La Poupée“ von 1936 könnte des Künstlers Faszination für Fetischkunst und dessen offenkundig ausgelebte, damals als skandalös empfundene skurrile Puppenleidenschaft nicht besser repräsentieren und wünscht sich darum 35.000 bis 40.000 Euro.

Bewusst gesellschaftspolitisch und das Pariser Leben mit all seinen Facetten einfangend, lichtete der französisch-ungarische Fotograf Brassaï im Rahmen seiner wiederholten nächtlichen Milieustudien 1935 einen „Clochard à Marseille“ ab, der sich an einer Hausmauer zum Schlafen niedergelassen hat. Über ihm erstreckt sich eine übergroße Werbemalerei eines künstlichen Süßstoffes, der Speisen verfeinern soll (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR). Daneben gibt es von Brassaï das Künstlerportrait „Matisse devant un dessin exécuté les yeux fermés“ von 1939 für 2.500 bis 3.500 Euro sowie eine beleibte, auf nächtlicher Straße stehende „Fille de Joie, Quartier Italie“ von 1932 für 700 bis 900 Euro. Zu einem Muss in einer qualitätvollen Fotosammlung gehören Arbeiten von Henri Cartier-Bresson. Sein Vermögen, besondere Situationen zu erkennen und mit der Kamera festzuhalten, lassen den einstigen „Magnum“-Gründer heute noch als Pionier der Momentfotografie im Gedächtnis bleiben. So lebt auch seine „Berliner Mauer“ von 1962 von dem Moment, in dem drei Männer einen hohen Verteilerkasten erklommen haben, um Ausschau über dem Bau der neuen innerdeutschen Grenze auf die andere Seite zu halten. Der Einlieferer dieser Arbeit wünscht sich 5.000 bis 7.000 Euro, ebenso wie ein bewegender Momenteindruck einer Befreiungsszene in einem Deportationslager in „Dessau“ von 1945.

Für die Produktion von exklusiven französischen Sportfahrzeugen stand Anfang des 20. Jahrhunderts das Unternehmen „Automobiles Delage“, dessen schicke, auf vier Rädern fahrende Produkte der Fotograf Jacques Henri Lartigue 1913 in seinem Vintages „Grand Prix de I’A.C.F., Amiens, 12 Juillet“ in einer idyllischen Allee einfing. Eine rückseitige Beschriftung gibt näheren Aufschluss: „Georges Boillot im Peugeot vor Paul Bablot im Delage, man bemerkt Prevost, Mechaniker von Georges Boillot, nach dem Delage Ausschau haltend“ (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Einen individuell-zukunftsweisenden Stil der Portraitkunst etablierte der deutsche Fotograf Hugo Erfurth. Als Symbole einer sich verändernden Medien- und Bilderwelt dienten seine Portraitfotografien nicht nur der gesellschaftlich konformen Repräsentation bürgerlichen Familienlebens. Vielmehr galten sie als Sichtbarmachung menschlichen Innenlebens und geistiger Aktivität abseits einer zum Schein erschaffenen Oberflächlichkeit. Ein Paradebeispiel dafür ist seine Aufnahme von „Käthe Kollwitz“ aus dem Jahr 1925 (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR).

Einen US-amerikanischen Beitrag zur Fotografie der Nachkriegszeit liefert unter anderem William Klein, der als Meister von ungewöhnlichen Perspektiven und Erneuerer der Modefotografie gleich dreimal in der Berliner Auktion vertreten ist. Sein ulkiges „Boy + swing + simpering girl, New York“ von 1955 spielt mit perspektivischen Doppeldeutigkeiten, während „Smoke + Veil, Paris“ als geheimnisvoll wegschauende Dame erscheint (Taxe je 3.000 bis 4.000 EUR). Sein farbiger Inkjet-Print „Cruiser + Anne St. Marie, New York“, eine Modeaufnahme mit dominierendem rotem Mantel von 1962, gibt es für 3.500 bis 5.500 Euro. Für Freunde von Pop Art entlehnten Kompositionskonzepten wartet Grisebach mit der 1960 entstandenen Arbeit „Girls in the windows, New York City“ von Ormond Gigli auf. Der eine von 75 nummerierten Abzügen lebt von einer Fülle bunt gekleideter attraktiver Damen, die sich jeweils in einem Fensterrahmen eingefunden haben und damit eine weitläufige Häuserfassade zum Leben erwecken (Taxe 18.000 bis 28.000 EUR).

Für die Dada-Kunst und die schillernde Kunstszene New Yorks steht Man Ray, der in den 1920er Jahren als Freund der französischen Avantgarde häufig den Weg zu dem in der Provence gelegenen Landschloss Château de Clavary antrat, um Künstler wie Max Ernst, Pablo Picasso oder Jean Cocteau zu treffen. Dort entstand seine Fotografie „Max Ernst devant l’Entrée du Château de Clavary“, der dort eben eine surrealistische Park-Grotte für die Schlossbesitzer einrichtete. Die einem Triumphbogen entlehnte, ruinöse Torarchitektur steht im Mittelpunkt der Abbildung (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR). Der Gattung Stillleben mit ihren Form- und Lichteindrücken hat sich Paul Outerbridge jr. verschrieben. Es gibt seine aufgeschnittenen „Avocados“ nebst Messer und Zitrone auf einem Holzbrett von 1936 (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR) oder das atmosphärisch belichtete „Piano“ mit aufgeschlagenen Musiknoten von 1926 (Taxe 5.000 bis 10.000 EUR). In der Aktfotografie tut sich besonders André Kertész mit seinem verzogenen Frauentorso „Distortion # 63“ von 1932/33 hervor (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR). 1933 fand auch Walker Evans das Motiv für ein schlichtes, fast seriell gestaltetes, frontal aufgenommenes „Frame House, Connecticut“ (Taxe 12.000 bis 18.000 EUR). Für Otto Steinert war 1949 eine gemauerte Häuserwand mit Fenstern und dazwischenliegenden Treppenhaus Anlass für eine augentäuschende, die Perspektive ändernde Irritation (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR).

Als eine der spannendsten wie auch umstrittensten Persönlichkeiten der Film- und Fotografiegeschichte betritt Leni Riefenstahl das Auktionsparkett. Ihr 15teiliges Portfolio mit Titelblatt, Verzeichnis, Biografie und einem Text von Michael Krüger zeigt mit „Der Fackelläufer, „Der Diskuswerfer“ oder „Die Olympischen Ringe“ Bilder der Olympischen Spiele von 1936 in einer Neuauflage der Berliner Galerie Camera Work von 1998 und veranschaulicht die gleichsam verehrte wie verachtete Arbeit der von Hitler für Propagandazwecke in den Dienst genommenen Künstlerin (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR). Bemerkenswert sind auch ihre zwei mit weißer Asche und schwarzer Farbe bemalten Nuba-Kämpfer aus ihrer Zeit in Kenia und dem Sudan in den 1970er Jahren (Taxe je 6.000 bis 8.000 EUR). Peter Keetman konzentrierte sich auf seine subjektive Sichtweise. Die Skepsis gegenüber der gegenständlichen Welt und ihren Mechanismen ließ ihn zu der Auseinandersetzung mit abstrakter Bildsprache kommen; experimenthafte Detailausschnitte, die ein neues Ganzes ergeben, lagen im Fokus seines Schaffens. Eine zehnteilige Mappe birgt vielerlei ästhetische Nahansichten von Öltropfen, Schallplatten, Treppen oder Kotflügeln von 1936 bis 1960, die 2001 ebenfalls bei Camera Work herausgegeben wurde (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR).

Kenneth Josephson spricht mit seinem wertgleichen zehnteiligen Album wiederum die Wahrnehmung des Betrachters an, indem er fotografische Abbildungen in reale Szenerien einfügt und in einer einzigen neuen Fotografie vereint, etwa den Ausschnitt einer Vagina auf dem bekleideten Unterleib einer Frau. Auch mit einer 15teiligen Zusammenstellung von Camera Work ist Will McBride vertreten und tut seine Einstellung zum Individuum kund, das dem Betrachter in Form von „Barbara raucht“, „Mike in der Dusche“ oder „Junge mit Hund“ entgegentritt (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR). Satte 700 Vintages bekommt man, wenn man auf die Zusammenstellung „Mugshots“ bietet. Die Verbrecherbilder im typischen Genre der Profil- und Frontalaufnahme stammen aus dem San Francisco Police Department von 1921. Wer dieses einzigartige, gleichwohl gewöhnungsbedürftige Zeitdokument mit nach Hause nehmen will, muss mit 10.000 bis 15.000 Euro rechnen. Dazu passen auch die ausnüchternden Männer in der Arrestzelle „Cooler“, die der New Yorker Fotoreporter Weegee um 1942 dort einfing (Taxe 800 bis 1.200 EUR).

Die zeitgenössische Fotografie führt der Niederländer Anton Corbijn mit einer intimen Sicht auf „Keith Richards“ an. Als global erfolgreicher Dokumentar- sowie Musikvideofilmer bekam er so manchen privaten Augenblick von sonst in der Öffentlichkeit stehenden Persönlichkeiten vor die Linse, so auch einen des einflussreichen Rock-Gitarristen und Rolling Stones-Mitbegründers (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Thomas Florschuetz möchte mit seinem dreiteiligen „Blumenstück IV“ punkten, das in Nahsicht rosafarbene Orchideenblüten wiederholt (Taxe 7.000 bis 9.000 EUR). Ein architektonisches Phänomen schuf Beate Gütschow 2007 im Rahmen ihrer „S“-Serie, die sich mit städtischen Erscheinungen befasst. Die Grundform eines hochformatigen Quaders mit abgerundeten Ecken und ausliegenden Treppen sowie einem mehreckigen Aussichtsmodul am rechten oberen Abschluss hat die Fotokünstlerin aus Fragmenten der Realität am Computer zusammengestellt (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR).

Von Jürgen Klauke kommt eine schwarz-weiße „Gefühlspfütze“ in Form eines vor dunklem Hintergrund aufgestellten Tisches, unter dem die Silhouette einer Frau zu erahnen ist, aus der psychologischen Werkgruppe „Desaströses Ich“ zum Aufruf (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR). Auch bei Ruud van Empels Cibachrome-Abzug „Souvenir #1“ von 2008 scheint etwas nicht zu stimmen. Da ist zunächst ein kleiner, adrett gekleideter Bub mit Murmel auf dem Boden zu sehen. Doch hinter seiner Unschuld verbirgt sich etwas Unheimliches (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR). Erwin Olaf zeigt uns in „Grief, Irene“ eine junge gut gekleidete, aber melancholische Frau, die einsam in einer eleganten modernistischen Wohnung sitzt. Olafs bevorzugte Farbe ist dabei Braun (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR). Der US-Amerikaner Joel Meyerowitz hat dagegen 1976 nach dem sattesten Rot gesucht, das ein Autolack leisten kann. Seine ebenfalls mit 8.000 bis 12.000 Euro bewertete Arbeit, die von der Gemeinde „Truro“ auf Cape Cod erzählt, lebt von der Breite des formatfüllenden, knallroten, schicken Autos, das vor einem weißen, einfach gehaltenen Holzhaus geparkt hat. Die roten Läden der zwei Fenster unterstreichen die farbliche Akzentuierung, die mit dem wolkendurchzogenen hellblauen Himmel seine Vervollständigung erfährt.

Die Auktion „Moderne und Zeitgenössische Photographie“ findet am 25. November ab 17:30 Uhr statt. Die Werke können vom zum 23. November von 10 bis 18 Uhr sowie am 24. November von 10 bis 17 Uhr begutachtet werden. Der Internetkatalog listet die Lose unter www.grisebach.com.

Kontakt:

Grisebach

Fasanenstraße 25

DE-10719 Berlin

Telefon:+49 (030) 885 91 50

Telefax:+49 (030) 882 41 45

E-Mail: auktionen@grisebach.com



23.11.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Claudia Rauth

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


25.11.2015, Moderne und Zeitgenössische Photographie

Bei:


Grisebach

Bericht:


Die Seele in Nahsicht

Kunstwerk:

Stanislaw Ignacy Witkiewicz, Jadwiga Janczewska II. Zakopane, um 1913
Stanislaw Ignacy Witkiewicz, Jadwiga Janczewska II. Zakopane, um 1913







Stanislaw Ignacy Witkiewicz, Jadwiga Janczewska II. Zakopane, um 1913

Stanislaw Ignacy Witkiewicz, Jadwiga Janczewska II. Zakopane, um 1913

Taxe: 20.000 - 25.000 EURO

Zuschlag: 34.000,- EURO

Losnummer: 2155




Copyright © '99-'2020
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce