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Agnes Martin in Düsseldorf

Für ihre stille, zurückhaltende Ausstellung „Agnes Martin“ hat die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen eben in der Kritikerumfrage der Welt am Sonntag den Titel „Beste Inszenierung des Jahres“ erhalten. In der ersten Retrospektive nach dem Tod der amerikanischen Malerin im Jahr 2004 präsentiert das Düsseldorfer Museum rund 130 Gemälde, Zeichnungen und druckgrafische Arbeiten aus sechs Jahrzehnten in K20 am Grabbeplatz. „Wir ehren mit dieser Retrospektive eine der bemerkenswertesten Malerinnen ihrer Zeit. Es gilt, diese Künstlerin neu zu bewerten: Agnes Martins Rolle und ihre Bedeutung für die Kunst des 20. Jahrhunderts ist von einem Kreis von Künstlern und Sammlern, die sie geradezu verehren, schon früh erkannt worden. Dies gilt nicht für ein breiteres Publikum, dem ihr Werk bisher noch zu wenig vertraut ist“, erklärt Marion Ackermann, die Direktorin der Kunstsammlung.

Die Schau will den künstlerischen Werdegang von Agnes Martin nachzeichnen. Ihr frühes Werk ist noch stark vom Realismus geprägt, was ein Selbstporträt, das sich bisher im Besitz der Familie befand, erkennen lässt. Nach ihrer Ankunft in New York im Jahr 1957 nahmen ihre Werke abstrakte Tendenzen an, bis sich Martin in den frühen 1960er Jahren ganz den Linien und Gittern verschrieb. „Meine Bilder haben weder Gegenstand noch Raum noch Linien oder etwas anderes – keine Formen. Sie sind Licht, Lichtheit, sie handeln vom Verschmelzen, von Formlosigkeit, vom Auflösen der Form. Vor dem Ozean würdest du nicht an Form denken. Du kannst in ihn hineingehen, wenn dir nichts entgegentritt. Eine Welt ohne Gegenstände, ohne Unterbrechung – ein Werk schaffen ohne Unterbrechung oder Hindernis.“ Dies schrieb Agnes Martin 1966 selbst über ihre Kunst, deren besondere lichte Wirkung darauf beruht, dass die Malerin mit extrem verdünnter Acrylfarbe auf weißem Gipsgrund arbeitete.

Geprägt sind ihre Werke von Linien und Balken, die sich nur minimal vom Leinwandgrund abheben. Aber auch zarte gitterartige Strukturen sind in ihren Bildern zu finden. Einige ihrer Werke entstanden mit Blei- und Farbstift auf bemalter Leinwand, damit löste sie die Grenze zwischen den Gattungen Malerei und Zeichnung auf. Dieses Phänomen lässt sich gut bei den Werken „Untitled #3“ von 1974 oder „Fiesta“ von 1985 erkennen. Mit allen ihren Werken suchte Agnes Martin eine Wirkung zu erreichen, die sie mit den Worten beschrieb: „Ich möchte eine gewisse Reaktion hervorrufen… keine spezielle Reaktion, sondern eine Reaktion in der Art, wenn Menschen sich selbst vergessen, wie man es oft in der Natur erlebt, einer Erfahrung einfacher Freude.“

Die Ausstellung „Agnes Martin“ in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen am Grabbeplatz ist noch bis zum 6. März 2016 zu sehen. Sie hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, am Wochenende ab 11 Uhr geöffnet. An Heiligabend, 1. Weihnachtstag und Silvester bleibt das Museum geschlossen. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro bzw. 2,50 Euro. Ausstellungsbegleitend erscheint ein Katalog im Hirmer Verlag für 38 Euro.

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen – K20
Grabbeplatz 5
D-40213 Düsseldorf

Telefon: +49 (0)211 – 83 81 204
Telefax: +49 (0)211 – 83 81 209

Quelle: Kunstmarkt.com/Marie-Luise Dulias

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