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Der Computer macht’s möglich: Das Haus der elektronischen Künste in Basel zeigt alternative Wirklichkeitsentwürfe von Künstlern aus der Schweiz, Deutschland und Frankreich

Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt



Die Ausstellung „The Worlds They Wanted“ im Haus der elektronischen Künste Basel ist Bestandteil der Regionale 16. Die Regionale hat sich aus der Tradition der Basler Jahres- und Weihnachtsausstellung entwickelt und findet seit der Jahreswende 2000/01 im jährlichen Rhythmus statt. Mittlerweile sind es 19 Institutionen aus drei Ländern, die zum Ende des Jahres grenzüberschreitend Kunst aus den Regionen Basel, Südbaden und dem Elsass zeigen. Die Künstler können sich selbst um eine Teilnahme bewerben. Werden sie ausgewählt, so haben sie die Gelegenheit, ihre Arbeiten einem breiten Betrachterkreis zu präsentieren.


Die Kuratorin der sehenswerten Gruppenschau im Haus der elektronischen Künste Basel (HeK), Alexandra Adler, erläutert: „In den Sichtungen der 600 eingereichten Arbeiten für die diesjährige Regionale fielen mir einige Positionen ins Auge, die sich durch ihre Freude am Manipulieren und Kreieren von Räumen auszeichneten. Mir gefielen verschiedene Ansätze, in denen unsere Wahrnehmung der uns bekannten Welt durch kleine Eingriffe verändert wird. Dabei beschäftigten sich die Künstler mit den Bedingungen unserer Welt und der Überschneidung zwischen digitalen und physischen Räumen in unserem Alltag.“

Das kuratorische Konzept für „The Worlds They Wanted“ entwickelte Alexandra Adler ausgehend von einer populären Science Fiction-Story des Vielschreibers Philip K. Dick aus dem Jahr 1953. Die Kurzgeschichte „The World She Wanted“ erzählt von den Protagonisten Allison und Larry. Diese schaffen sich etliche, der Lebenswirklichkeit enthobene Parallelwelten, die sich gegenseitig überlappen und beeinflussen. „Alle Künstler der Ausstellung fragen ebenfalls, welche verschiedenen Welten sich für uns überlagern, in welchen ‚gewollten‘ Welten wir leben“, so Alexandra Adler. „Dabei sprengen sie unsere Grenzen von Wahrnehmung, Geschichte, Identität und Raum und lassen neue Perspektiven zu. Sie zeigen, dass in den sich heute überschneidenden Welten von Virtualität und Realität, nichts mehr einfach gegeben ist, sondern alles gemacht ist, alles gewollt werden kann. Alles kann durch logische Berechnung hergestellt werden nach den eigenen Ideen und Vorstellungen.“

Auf der Fotografie „Journey to Mekka“ von Bettina Grossenbacher, Jahrgang 1960, ist scheinbar zunächst die islamische Pilgerstadt Mekka mitten in der Wüste zu sehen. Erst bei näherer Betrachtung erkennt man, dass es sich hierbei um eine eher prekäre Version des exklusiv den Gläubigen vorbehaltenen Ortes in Form einer baufälligen Filmkulisse handelt. Die Baslerin konterkariert also verschiedene Ebenen von Fantasie und Wirklichkeit, Teilhabe und Exklusion. Der 1985 geborene Karlsruher Oleg Kauz entführt den Betrachter ins mythische Arkadien, den jahrtausendealten Sehnsuchtsort. Mit einfachen Mitteln hat er eine an griechische Tempel erinnernde, architektonische Kulisse digital erzeugt und auf einer Wiese platziert. Fast ironisch verschmelzen in seinem Video „Arcadia“ Natur und Kultur miteinander.

Der Basler Jonas Baumann, Jahrgang 1983, generiert digitale Stillleben. Seine Arbeit „Tableau Vivant“ ist ein Interieur mit einem Tisch im Zentrum, auf dem Objekte wie ein Aschenbecher, ein Teller, ein Becher und eine Vase mit einer Blume darin arrangiert sind. Baumann simuliert das Fortschreiten der Zeit durch das Programmieren rhythmischer Veränderungen: Aus Tag wird Nacht, und die Blume in der Vase lässt nach und nach alle ihre Blüten fallen. Jonas Baumann dazu: „Mit meiner Arbeit lote ich den Graben aus zwischen der taktilen, analogen Malerei und den körperlosen Techno-Bildern hinter den Glasscheiben unserer Computer.“

Sound und Musikinstrumente sind die Grundlagen für die Kunst von Mike Haefliger. Er baut alle Instrumente selbst und entwickelt so eine eigene Klangwelt, die skulpturalen Charakter hat. Gezeigt wird in Basel das paradox anmutende Video „Orpheus Void“, in dem Mike Haefliger alle Instrumente simultan spielt. Der 1989 geborene Evgenij Gottfried bezieht sich in seiner Arbeit auf die historischen Serienaufnahmen des Fotopioniers Eadweard Muybridge aus dem 19. Jahrhundert, die erstmals die Bewegungen eines Pferdes sichtbar machten. Indem Gottfried diese Fotoserien animiert und manipuliert, entsteht wiederum eine neue Bildwelt, der er den Titel „Gretel, walking free“ gegeben hat.

„Alle Künstler der Ausstellung zeigen auf, in wie vielen gewollten Welten wir gleichzeitig leben und wie sich diese zu einer Realität zusammenfügen, in der wahr und falsch als Kategorien nicht mehr von Bedeutung sind“, resümiert Alexandra Adler. „Zusammen schaffen sie neue Verbindungen, die uns einen neuen Blick auf unsere Welt werfen lassen, der Lust macht, selbst aktiv seine eigene Welt zu bauen.“

Die Ausstellung „The Worlds They Wanted“ ist bis zum 10. Januar 2016 zu sehen. Das Haus der elektronischen Künste hat täglich außer montags und dienstags von 12 bis 18 Uhr. Geschlossen bleibt an Silvester und Neujahr. Der Eintritt beträgt 9 Franken, ermäßigt 6 Franken.

Kontakt:

Haus der elektronischen Künste Basel

Freilager-Platz 9

CH-4142 Münchenstein/Basel

Telefon:+41 (061) 331 58 40

E-Mail: office@hek.ch



30.12.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Veranstaltung vom:


29.11.2015, The Worlds They Wanted - Regionale 16

Bei:


Haus der elektronischen Künste Basel










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