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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Ergebnisse: Moderne Kunst bei Lempertz in Köln

Zweifler mit Erfolg



August Macke, Spaziergänger unter Bäumen (Leute vor dem Schaufenster), 1914

August Macke, Spaziergänger unter Bäumen (Leute vor dem Schaufenster), 1914

August Macke war der Star des Abends auf der vergangenen Versteigerung moderner Kunst bei Lempertz. Fünf Arbeiten von dem 1914 in Frankreich gefallenen Künstler hatte das Kölner Auktionshaus im Programm, davon vier, die noch direkt aus seinem Nachlass stammten und zuletzt jahrelang als Leihgaben in Museen aufbewahrt wurden. Alle fünf wurden verkauft. Als besonders begehrt erwies sich eine im letzten Lebensjahr entstandene Kreidezeichnung mit „Spaziergängern unter Bäumen“, die vor einem Schaufenster stehen und die Warenauslagen betrachten – ein typisches Motiv des Expressionisten. Von 150.000 bis 200.000 Euro kletterte das schwarz-weiße Blatt auf 220.000 Euro – internationaler Rekordpreis für eine Macke-Zeichnung. Als eigentliches Hauptlos war sein „Weiblicher Akt von rückwärts auf rosa Grund“ aus dem Jahr 1911 an den Start gegangen, blieb mit 340.000 Euro aber etwas unterhalb der Erwartungen. Mit 210.000 Euro landete das 1907 datierte Frühwerk „Wäsche im Garten in Kandern“ mit einer halb übermalten Ansicht des Bonner Münsters auf der Rückseite im Taxrahmen.


Auch sonst konnte Lempertz am 27. November einen Gutteil seiner an den Anfang der Auktion gestellten Spitzenstücke weitervermitteln. Insgesamt lag die losbezogene Zuschlagsquote bei 60,5 Prozent. Zu den Höhepunkten gehörten Hans Purrmanns farblich unverwechselbare, alla prima gemalte „Landschaft bei Beilstein“ von 1915 für 140.000 Euro (Taxe 100.000 bis 120.000 EUR), Alexej von Jawlenskys dunkles bewegtes „Großes Stillleben (Vase mit Rosenstrauß, dunkelroter Blume)“ von 1937 für 130.000 Euro zur oberen Schätzgrenze und Otto Dix’ mit 110.000 Euro ebenfalls angemessen bezahlte, farblich unwirkliche „Weite Ebene (Weiler bei Bohlingen)“ von 1939. Seine nachimpressionistische „Herbstliche Landschaft“ von 1910 mit Nadelbäumen an einem Abhang überzeugte bei 34.000 Euro (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR). Hermann Max Pechstein steuerte seine aufwühlende Kreidezeichnung mit „Apokalyptischen Reitern“ über einer brennenden Stadt von 1914 für 24.000 Euro bei (Taxe 20.000 bis 25.000 EUR), Raoul Dufy seine spätfauvistische Landschaft „Le Funiculaire à l’Estaque“ von 1908 für 60.000 Euro zur unteren Schätzung und Max Ernst seine stille Malerei „La mer“ mit Kreuzform von 1925 für 55.000 Euro (Taxe 60.000 bis 70.000 EUR).

Unter den Arbeiten von Künstler der zweiten Reihe sind besonders die kubistischen „Schiffe“ des 1919 wie Macke 27jährig verstorbenen Paul Adolf Seehaus von 1914 zu nennen, deren untere Taxe sich auf 42.000 Euro mehr als verdoppeln konnte. Später legte dann noch sein „Wallwitzhafen (Elblandschaft)“, eine ebenfalls kristallin zergliederte Tusche- und Aquarellarbeit aus dem Jahr 1917, von 8.000 Euro auf 18.000 Euro zu. Für Mela Muters „2 Kinder“ aus dem Jahr 1912, die den Betrachter von unten herauf in ihrer engen Schlafkammer anblicken, reichte es dagegen nur zu 65.000 Euro; anvisiert waren mindestens 80.000 Euro. Diesen dann taxgerechten Wert gab es zudem für die „Zwei Spaniels“, die Max Liebermann 1913/14 von der rückwärtigen Flanke her aufgenommen hatte (Taxe 60.000 bis 70.000 EUR).

Im zweiten Auktionsteil mit den günstigeren Arbeiten reüssierten Richard Bloos’ sonnige Stadtvedute „Aufgang zum Hradschin“ in Prag von 1924 für die erwarteten 5.000 Euro, Josef Eberz’ aquarellierte Tuschfederzeichnung eines von aufbrausenden Farbschwüngen durchfurchten Mannes von 1918 bei 4.700 Euro (Taxe 3.500 bis 4.000 EUR) und Rudolf Levys spartanisches „Stillleben mit Früchten und Tonkrug“, gemalt 1936 auf Mallorca, bei 28.000 Euro (Taxe 22.000 bis 25.000 EUR). Landschaftlich wurde es nochmal mit Ernst Mollenhauers spätexpressionistischer Darstellung einiger Häuser in Nidden am Kurischen Haff von 1960 für 9.500 Euro (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR) und mit einem Park samt Bank und sitzender Gestalt für 19.000 Euro, die Walter Ophey um 1911/12 aus bunten, bewegten Pinselstrichen gestaltete (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). Sein „Grüner Christus“, ein Gekreuzigter auf blauem Grund von 1913/18, erreichte die untere Erwartung von 20.000 Euro, während sein bestes Gemälde, das „Dorf im Wald“ von circa 1920 in perspektivischer Verzerrung, bei 35.000 bis 50.000 Euro unbeachtet blieb.

11.000 Euro waren es dann für Otto Dills spätimpressionistisches Gemälde „Der Angriff der Löwen“ auf eine arabische Reiterschar von 1956 (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR), 19.000 Euro für Karl Peter Röhls noch gegenständliche „Sitzende mit verschränkten Armen“ vor blauem Wolkenhimmel von 1914 (Taxe 15.000 EUR). Bei Friedrich Karl Gotsch gefiel den Kunden besonders die „Schwarze Tänzerin V“ von 1964/65 bei 21.000 Euro, die sich mit weit gespreizten Beinen einer großen Anzahl lüsterner Männergesichter gegenüber sah (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). In der französischen Kunst redeten Pablo Picasso mit seinen 26 Aquatintaradierungen der Mappe „La Tauromaquia“ von 1959 bei 42.000 Euro (Taxe 35.000 bis 40.000 EUR), Marc Chagall mit seiner blutrot getränkten Farblithografie „Carmen“ von 1967 zu gleichem Preis (Taxe 25.000 bis 30.000 EUR) und Maximilien Luce mit seiner Kohlezeichnung „Portrait de Seurat peignant“ um 1890/91 bei 10.000 Euro ein Wörtchen mit (Taxe 10.000 EUR).

Teuerste Skulptur wurde überraschend Ernst Barlachs halbmeterhohe Bronze „Zweifler“ von 1930/31 in einem der seltenen Lebzeitgüsse. Auf 220.000 Euro verdoppelte sich die obere Schätzung des ausdrucksvollen Menschenbildes mit Alfred Flechtheim-Provenienz. Fast ebenso gut lief es für Renée Sintenis. Ihr „Großes Vollblutfohlen“ von mehr als einem Meter Höhe – also annähernd in Lebensgröße – entstand 1940, kurz bevor das Gießen künstlerischer Bronzen wegen Materialverknappung verboten wurde. Der Seltenheitswert dieser stattlichen Skulptur wurde nun mit 170.000 Euro etwas unterhalb des bisherigen Sintenis-Auktionsrekords von 175.000 Euro honoriert (Taxe 90.000 bis 120.000 EUR). Auch ihr kleiner „Liegender Ochse“ von 1918 konnte sich auf 12.000 Euro verbessern (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR). Viel Realismus blieb bei Ewald Matarés „Zeichen einer Kuh I“ nicht mehr übrig; dennoch hoben die Bieter die Bronze von 1942 von 8.000 Euro auf 22.000 Euro. 46.000 Euro ertanzte sich Fritz Klimschs in die Höhe gereckter Frauenakt „Frühling“ aus den mittleren 1920er Jahren (Taxe 35.000 bis 40.000 EUR), während bei Gerhard Marcks die ruhige Ausstrahlung seiner „Stehenden mit Locken“ von 1965 zu 30.000 Euro bezauberte (Taxe 20.000 bis 25.000 EUR).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Kunsthaus Lempertz

Neumarkt 3

DE-50667 Köln

Telefon:+49 (0221) 92 57 290

Telefax:+49 (0221) 92 57 296

E-Mail: info@lempertz.com



12.01.2016

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


27.11.2015, Moderne Kunst

Bei:


Kunsthaus Lempertz

Bericht:


Schuss im Po

Kunstwerk:

Paul Adolf Seehaus, Wallwitzhafen (Elblandschaft), 1917
Paul Adolf Seehaus, Wallwitzhafen (Elblandschaft), 1917

Kunstwerk:

Walter Ophey, Parklandschaft mit Bank, um 1911/12
Walter Ophey, Parklandschaft mit Bank, um 1911/12

Kunstwerk:

Rudolf Levy, Stillleben mit Früchten und Tonkrug, 1936
Rudolf Levy, Stillleben mit Früchten und Tonkrug, 1936

Kunstwerk:

Maximilien Luce, Portrait de Seurat peignant, um 1890/91
Maximilien Luce, Portrait de Seurat peignant, um 1890/91

Kunstwerk:

Josef Eberz, Ohne Titel (Schicksal), 1918
Josef Eberz, Ohne Titel (Schicksal), 1918

Kunstwerk:

Max Liebermann, Zwei Spaniels, 1913/14
Max Liebermann, Zwei Spaniels, 1913/14







August Macke, Wäsche im Garten in Kandern, 1907

August Macke, Wäsche im Garten in Kandern, 1907

Taxe: 200.000 - 250.000 EURO

Zuschlag: 210.000,- EURO

Losnummer: 302

Josef Eberz, Ohne Titel (Schicksal), 1918

Josef Eberz, Ohne Titel (Schicksal), 1918

Taxe: 3.500 - 4.000 EURO

Zuschlag: 4.700,- EURO

Losnummer: 394

Paul Adolf Seehaus, Wallwitzhafen (Elblandschaft), 1917

Paul Adolf Seehaus, Wallwitzhafen (Elblandschaft), 1917

Taxe: 8.000 - 12.000 EURO

Zuschlag: 18.000,- EURO

Losnummer: 515

Alexej von Jawlensky, Großes Stillleben (Vase mit Rosenstrauß, dunkelroter Blume), 1937

Alexej von Jawlensky, Großes Stillleben (Vase mit Rosenstrauß, dunkelroter Blume), 1937

Taxe: 120.000 - 130.000 EURO

Zuschlag: 130.000,- EURO

Losnummer: 324

Rudolf Levy, Stillleben mit Früchten und Tonkrug, 1936

Rudolf Levy, Stillleben mit Früchten und Tonkrug, 1936

Taxe: 22.000 - 25.000 EURO

Zuschlag: 28.000,- EURO

Losnummer: 446

Paul Adolf Seehaus, Schiffe im Hafen, 1914

Paul Adolf Seehaus, Schiffe im Hafen, 1914

Taxe: 20.000 - 30.000 EURO

Zuschlag: 46.000,- EURO

Losnummer: 311

Walter Ophey, Parklandschaft mit Bank, um 1911/12

Walter Ophey, Parklandschaft mit Bank, um 1911/12

Taxe: 15.000 - 20.000 EURO

Zuschlag: 19.000,- EURO

Losnummer: 482

Max Liebermann, Zwei Spaniels, 1913/14

Max Liebermann, Zwei Spaniels, 1913/14

Taxe: 60.000 - 70.000 EURO

Zuschlag: 65.000,- EURO

Losnummer: 317

Ernst Barlach, Der Zweifler, 1930/31

Ernst Barlach, Der Zweifler, 1930/31

Taxe: 90.000 - 110.000 EURO

Zuschlag: 220.000,- EURO

Losnummer: 318

August Macke, Weiblicher Akt von rückwärts auf rosa Grund, 1911

August Macke, Weiblicher Akt von rückwärts auf rosa Grund, 1911

Taxe: 350.000 - 450.000 EURO

Zuschlag: 340.000,- EURO

Losnummer: 305

Maximilien Luce, Portrait de Seurat peignant, um 1890/91

Maximilien Luce, Portrait de Seurat peignant, um 1890/91

Taxe: 10.000,- EURO

Zuschlag: 10.000,- EURO

Losnummer: 445




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