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Lenbachs Tochter Gabriele in Spanischer Hoftracht, 1901 / Franz von Lenbach

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Auch deutsche Künstler machen bei der impressionistischen und modernen Kunst von Sotheby’s in London auf sich aufmerksam

Ungewohnte Spiegelung



Claude Monet,  Le Palais Ducal vu de Saint-Georges Majeur, 1908

Claude Monet, Le Palais Ducal vu de Saint-Georges Majeur, 1908

Klassiker des Impressionismus und der Moderne aus Frankreich listet die Abendversteigerung bei Sotheby’s in London. Auf den oberen Rängen drängeln sich dabei gleich drei annähernd gleichwertige Arbeiten aus beiden Teilbereichen. Da wäre mit altersmäßigem Vorrang zunächst Claude Monets rosafarben überhimmelte Ansicht von San Giorgio Maggiore aus auf den Palazzo Ducale in Venedig, entstanden während seines rund zweimonatigen Aufenthaltes in der Lagunenstadt im Herbst 1908. 12 bis 18 Millionen Pfund erwartet Sotheby’s für die genau einen Meter breite, stimmungsvolle Landschaft und damit ebenso viel wie für Henri Matisses buntfarbiges Interieur „La Leçon de piano“ von 1923. In die Tasten haut Henriette Darricarrère, Matisses bevorzugtes Modell in dieser Zeit, und ihre beiden jüngeren Brüder hören mehr oder weniger interessiert zu. Seit fast neunzig Jahren befindet sich das Bild im selben Familienbesitz.


Mit 16 bis 20 Millionen Pfund noch etwas teurer ist am 3. Februar Pablo Picassos „Tête de femme“. Das Entstehungsdatum 12. März 1935 offenbart: Es kann sich nur um seine damalige Geliebte Marie-Thérèse Walter handeln, die der Künstler da kubistisch und verzerrt in mehrere Formen und Farbflächen aufgespaltet hat. Branchenkenner erinnern sich aber: Erst vor gut zwei Jahren ging das Portrait bei Sotheby’s in New York für 35,5 Millionen Dollar, mit Aufgeld gar für knapp 40 Millionen Dollar über die Bühne. Das wäre also ein erheblicher Wertverlust von rund 10 Millionen Dollar. Picasso ist im Übrigen mit acht Losnummern der häufigste Name der Auktion. Aus seiner Frühzeit gibt es unter anderem eine vornehme Damengesellschaft im Freien bei den „Courses à Auteuil“ von 1901 in fast metallisch schillernden Farben (Taxe 4 bis 6 Millionen GBP) oder das ein Jahr ältere Pastell „L’Etreinte forcée“ einer nicht ganz freiwilligen Umarmung mit schwarzer Katze auf dem Bett (Taxe 700.000 bis 900.000 GBP). Marie-Thérèse Walter tritt noch einmal auf der Kohlezeichnung „Le Peintre et son modèle“ vom Januar 1933 in Erscheinung und das gleich dreimal: als Malende, als liegender Akt und als Dargestellte auf der Leinwand (Taxe 1,2 bis 1,5 Millionen GBP). Darüber hinaus versorgt Picasso den Kunstfreund noch mit der Bronzebüste „Le Fou“ aus seiner frühen Beschäftigung mit den „Saltimbanques“, gegossen zwischen 1905 und 1939 (Taxe 1,5 bis 2,5 Millionen GBP), oder mit einer seiner seltenen Landschaften. „Le Réservoir“ mit Wasserbecken im Garten hat er am 6. September 1952 in Vallauris gemalt (Taxe 2,5 bis 3,5 Millionen GBP).

Klassische-Impressionistisches hängt unter anderem noch in Gestalt von Camille Pissarros weiter freundlicher Panoramalandschaft „L’Hermitage en été, Pontoise“ von 1877 für 2,6 bis 3,5 Millionen Pfund und Paul Gauguins schlichter „Nature morte aux mangos et à la fleur d’hibiscus“ von 1887 für 2 bis 3 Millionen Pfund bereit. Pointillistische Tendenzen vertreten Paul Signac mit seiner unbeschwerten südfranzösischen Landschaft „Antibes. Petit Port de Bacon“ von 1917 (Taxe 1,8 bis 2,5 Millionen GBP) und Henri Edmond Cross mit dem ebenfalls dort angesiedelten Strandbild „Les Pins“ um 1897/99 in gleicher Farbstellung zwischen Rot, Gelb und Rosa-Violett (Taxe 500.000 bis 700.000 GBP). Eher unverdächtig für diese Art der Farblichtmalerei ist Edouard Vuillard; doch hat er in einem frühen Gemälde um 1890 seine „Grand-mère à l’évier“ vor allem in rote und blaue Farbpunkte zerlegt (Taxe 300.000 bis 500.000 GBP).

Freunde der technoiden Kompositionen Fernand Légers werden vielleicht mit dem Einsatz von 3 bis 5 Millionen Pfund für seine mittelgroßen „Eléments mécaniques“ von 1919 auf ihre Kosten kommen. Bedeutendste Plastik der Veranstaltung ist mit 6 bis 8 Millionen Pfund Auguste Rodins fragmentierter Frauenakt „Iris, Messagère des dieux“ von 1890/91 in einem Bronzeguss von circa 1902/05. In seiner augenblickshaften Tanzpose erscheint das Werk stark vom Impressionismus eines Edgar Degas inspiriert, der selbst mit einer seiner Pferdestudien, der 1921 posthum gegossenen Bronze „Cheval se cabrant“, für 500.000 bis 700.000 Pfund zugegen ist. Die Gattung Tierskulptur ergänzt noch Rembrandt Bugatti mit seinem majestätischen „Grand léopard au repos, petit modèle“ um 1911 in einem posthumen Guss für 450.000 bis 650.000 Pfund.

Wie üblich stellen auch deutsche Künstler in den Londoner Februarauktionen einen gewichtigen Beitrag, allen voran Franz Marc mit seiner „Großen Landschaft I“ aus dem Jahr 1909. In hellem Grün ist hier eine parabolisch geschwungene Landschaft zu sehen, die im Vordergrund mit einer Gruppe Pferde eines der Lieblingsmotive des 1880 geborenen und 1916 im Weltkrieg gefallenen Künstlers enthält (Taxe 4 bis 6 Millionen GBP). Im niedrigen einstelligen Millionenbereich rangieren Emil Noldes farbenprächtige Landschaft „Meer bei Alsen“ von 1910 (Taxe 1,2 bis 1,6 Millionen GBP) und Hermann Max Pechsteins „Feuchter Tag“, ein Strandbild, auf dem der Künstler 1919 im ostpreußischen Nidden seine Frau Lotte und den gemeinsamen Sohn Frank nackt und expressiv verewigte (Taxe 900.000 bis 1,2 Millionen GBP). Von 1927 stammt Max Beckmanns „Schlafende am Strand“, hinter der sich die Frau des Künstlers Mathilde, genannt Quappi, verbirgt. In seinem Todesjahr 1950 hat sich der Expressionist noch einmal dieser Komposition angenommen und sie überarbeitet (Taxe 800.000 bis 1,2 Millionen GBP).

500.000 bis 700.000 Pfund soll Max Liebermanns impressionistische Momentaufnahme „Große Seestraße in Wannsee mit Spaziergängern“ aus der Zeit um 1920 kosten. Auch die Bauhaus-Vertreter reden ein Wörtchen mit, zuerst Paul Klee mit seinem pflanzlich, geometrisch und ein wenig kriegerisch inspirierten Aquarell „In Stellung“ von 1939 (Taxe 120.000 bis 180.000 GBP), dann Lyonel Feininger mit seinem kristallin zerlegten „Sternenschiff II“ von 1937 (Taxe 300.000 bis 400.000 GBP) und schließlich Wassily Kandinsky. Bei ihm stehen sich das noch figurative Aquarell einer verträumten Hügel- und Meerlandschaft mit Burg und russischen Märchengestalten von 1915 (Taxe 600.000 bis 800.000 GBP) und das abstrakte Ölgemälde „Flächen und Linien“ von 1930 gegenüber (Taxe 700.000 bis 1 Million GBP).

Die Surrealisten sind in einen eigenen Katalog ausgelagert und stellen mit 16 Losnummern knapp ein Drittel des Gesamtprogramms. Höhepunkt ist Paul Delvaux’ 1936 datiertes Interieurbild „Le Miroir“, bei dem sich eine bekleidete Frau selbst als Akt zu betrachten scheint und im Spiegel das heruntergekommene Zimmer, aber ebenso das Gemälde einer Landschaft auftaucht (Taxe 5,5 bis 7,5 Millionen GBP). Gegenüber dieser gegenständlichen Art surrealistischer Malerei vertrat Francis Picabia zumindest in der mittleren Phase seines Schaffens eine eher abstrakte Variante, wie seine collageartige Komposition „Ventilateur“ von etwa 1918 belegt (Taxe 1,8 bis 2,5 Millionen GBP). In ähnliche Richtung zielen zwei Arbeiten von Künstlern, die man auf den großen Abendauktionen in London oder New York eher selten antrifft: Wolfgang Paalens „Orages magnétiques“ von 1938, in der Totenkopfwesen aufzutauchen scheinen (Taxe 150.000 bis 200.000 GBP) und Simon Hantaïs kleinteilige „Peinture (Délices de la peur)“ aus den frühen 1950er Jahren für 120.000 bis 180.000 Pfund. Auch in Max Ernsts günstig mit 60.000 bis 80.000 Pfund bewerteter „Personnages dans un bois“ von 1951 entdeckt man nichts mehr von Menschen und Bäumen.

Kontakt:

Sotheby’s London

34-35 New Bond Street

GB-W1A 2AA London

Telefax:+44 (020) 72 93 59 24

Telefon:+44 (020) 72 93 51 84

Startseite: www.sothebys.com



01.02.2016

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Absacker

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Paul Klee, In
 Stellung, 1939
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Wassily Kandinsky, Ohne Titel, 1915
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Max Liebermann, Große Seestraße in Wannsee mit Spaziergängern, um 1920
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Wassily Kandinsky, Flächen und Linien, 1930
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Rembrandt Bugatti, Grand léopard au repos. Petit modèle, um 1911
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Franz Marc,  Große Landschaft I, 1909

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Taxe: 4.000.000 - 6.000.000 GBP

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Edgar Degas,  Cheval se cabrant, wohl 1880er Jahre

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Taxe: 500.000 - 700.000 GBP

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Paul Gauguin,  Nature morte aux mangos et à la fleur d’hibiscus, 1887

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Taxe: 2.000.000 - 3.000.000 GBP

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Wassily Kandinsky,  Ohne Titel, 1915

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Taxe: 600.000 - 800.000 GBP

Losnummer: 34

Auguste Rodin,  Iris, Messagère des dieux, 1890/91

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Taxe: 6.000.000 - 8.000.000 GBP

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Losnummer: 22

Paul Klee,  In Stellung, 1939

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Taxe: 120.000 - 180.000 GBP

Zuschlag: 200.000,- GBP

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Wassily Kandinsky,  Flächen und Linien, 1930

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Taxe: 700.000 - 1.000.000 GBP

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Camille Pissarro,  L’Hermitage en été, Pontoise, 1877

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Henri Edmond Cross,  Les Pins, um 1897/99

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Taxe: 500.000 - 700.000 GBP

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Rembrandt Bugatti,  Grand léopard au repos. Petit modèle, um 1911

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Edouard Vuillard,  La Grand-mère à l’évier, um 1890

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