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Faschingsakademiefest in München, 1954 / Julius Hüther

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Lenbachs Tochter Gabriele in Spanischer Hoftracht, 1901 / Franz von Lenbach

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Jugendstil-Kaffee-Set und -Tablett von Kayserzinn, um 1900 /

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Heinz Mack, Ohne Titel (N 9471), 2021 / Heinz Mack

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Frankfurt: Fahrenheit 451 bei moderner Kunst

In einer Art imaginären europäischen Museums vereinen das Centre Georges Pompidou, die Tate und das Museum für Moderne Kunst (MMK) ab heute in Frankfurt eine Auswahl von mehr als 80 exemplarischen Kunstwerken des 20. Jahrhunderts. Eine Idee der Ausstellung im MMK 2 ist das „Musée imaginaire“ des französischen Schriftstellers und Politikers André Malraux (1901-1976). Er war der Meinung, dass sich jeder Mensch Dank fotografischer Reproduktionen im Kopf ein eigenes Museum zusammen stellen könne. Laut Malraux schaffe das imaginäre Museum eine Kunst der Fiktion, in der die Wirklichkeit wie in Romanen von der Fantasie abhängig ist. Das Konzept der Schau orientiert sich zudem an der Dystopie in Ray Bradburys Buch „Fahrenheit 451“ und ist in die Zukunft versetzt, genauer in das Jahr 2052. Neun Stationen, die sich an Titeln der Weltliteratur orientieren, unterteilen die Ausstellung. Ausgehend von den 1920er Jahren schlagen die Exponate einen Bogen bis in die Gegenwart mit Arbeiten von Josef Albers, Paul Almásy, Louise Bourgeois, Marcel Duchamp, Robert Filliou, Isa Genzken, Victor Grippo, Hans Haacke, On Kawara, Edward Krasinski, Barbara Kruger, Lee Lozano, Claes Oldenburg, Sigmar Polke, Bridget Riley, Hiroshi Sugimoto, Alina Szapocznikow und Akram Zaatari.

In dieser fiktiven Zukunft existieren Museen nicht mehr. So wie in Ray Bradburys Science-Fiction-Roman die Gesellschaft keine Bücher mehr kennt und diese bei Auffinden verbrennt, so droht dasselbe auch der Kunst. Gezeigt werden Bilder, die kunstimmanente Qualitäten und Prozesse veranschaulichen, etwa die Transformation des Alltäglichen, das Spiel mit der Wahrnehmung und die Verschlüsselung von Botschaften. In der Station, die nach Franz Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ benannt ist, geht es um die Überhöhung des Alltagsgegenstandes, wie es Andy Warhol 1962 in „100 Campbell’s Soup Cans“ gelang. Das Kapitel „Die Vermessung der Welt“ versammelt Werke, die Naturphänomene, Ordnungssysteme und abstrakte Begriffe thematisieren. Die Abteilung „Die Zeitmaschine“ beinhaltet unter anderem Dan Grahams Videoinstallation „Present Continuous Past(s)“ von 1974 und die futuristische Struktur „Cell No. 1“ aus dem Jahr 1992 von Absalon. Das Grundmaß ist der Mensch, und die Zelle soll als Ort des Rückzugs dienen. Diese Konstrukte entwarf Absalon für verschiedene Großstädte auf der ganzen Welt. Sie verleiten in der Ausstellung zur Frage nach dem Verhältnis der Selbstbestimmung des Einzelnen und den Gesetzen der Gesellschaft.

Bei Bradbury retten sogenannte „Büchermenschen“ die Literatur für kommende Generationen, indem sie das Geschriebene auswendig lernen. Entsprechend werden die Besucher der Frankfurter Schau dazu angeregt, sich die Kunstwerke gezielt einzuprägen. Das Museum bietet Erinnerungshilfen mit Werkbeschriftungen, die mitgenommen und durch eigene Notizen oder Zeichnungen ergänzt werden können. Am Abschlusswochenende des 10. und 11. Septembers werden mehrere Arbeiten entfernt, und an ihrer Stelle stehen „Bildermenschen“, die ihre Erinnerung an das Kunstwerk weitergeben.

Die Ausstellung „Das imaginäre Museum. Werke aus dem Centre Pompidou, der Tate und dem MMK“ ist bis zum 4. September. Das MMK 2 hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 8 Euro und ermäßigt 4 Euro.

MMK Museum für Moderne Kunst – MMK 2
Taunustor 1
D-60310 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69 – 212 731 65
Telefax: +49 (0)69 – 212 378 82

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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24.03.2016, Das imaginäre Museum - Werke aus dem Centre Pompidou, der Tate und dem MMK

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Museum für Moderne Kunst








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