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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Die Malerei des 19. Jahrhunderts lädt im Wiener Dorotheum zu einer Reise durch Europa

Auf in den Süden!



Carl Wilhelm Götzloff, Reisende an einem Brunnen mit dem Monte Pellegrino bei Palermo im Hintergrund

Carl Wilhelm Götzloff, Reisende an einem Brunnen mit dem Monte Pellegrino bei Palermo im Hintergrund

Lust auf den nächsten Sommerurlaub in Italien macht die kommende Versteigerung von Kunst des 19. Jahrhunderts am 21. April im Wiener Auktionshaus Dorotheum. Man befände sich dort auch in guter Gesellschaft, sind doch schon in vergangenen Zeiten die Künstler geradezu scharenweise nach dem Süden gepilgert. Der 1799 in Dresden geborene Carl Wilhelm Götzloff war so ein Italienreisender. Anfangs auf Staatskosten ließ er sich 1821 zunächst in Rom und fünf Jahre später in Neapel nieder, wo er bis zu seinem Lebensende 1866 blieb. Mehrmals besuchte er auch Sizilien und ließ sich von der besonderen Küstenlandschaft bei Palermo mit dem mächtig aufragenden Monte Pellegrino zu malerisch-romantischen Kompositionen inspirieren. Eine solche staffierte er mit Reisenden an einem Brunnen im rot leuchtenden Licht der untergehenden Sonne aus.


Wie diese mit 30.000 bis 40.000 Euro taxierte Leinwand war auch Domenico Quaglios d.J. Ansicht der hochgotischen Kathedrale Notre Dame in Reims von 1822 früher einmal Teil der renommierten Sammlung des Schweinfurter Großunternehmers Georg Schäfer und wurde 2005 an den heutigen Besitzer, einen bayerischen Privatsammler verkauft. Letzteres Bild dokumentiert allerdings den enormen Preisverfall, der inzwischen für deutsche Malerei des 19. Jahrhunderts stattgefunden hat: Kostete das Bild vor gut zehn Jahren noch 55.000 Euro, so liegt der Preis jetzt nur noch bei 20.000 bis 30.000 Euro. Ähnlich verhält es sich mit Johann Jakob Freys 1850 datierter „Ansicht von Rom vom Monte Mario aus“, die bei Van Ham im April 2005 für 58.000 Euro über den Tresen ging und jetzt 30.000 bis 40.000 Euro kosten soll. Mit 40.000 bis 60.000 Euro ist eine ferne Ansicht auf Tivoli mit seinen Wasserfällen in der Abendsonne aus der Hand desselben Schweizer Künstlers bewertet.

Einer der bekanntesten Vedutenmaler des Landes selbst war der 1809 in der norditalienischen Kleinstadt Belluno geborene Ippolito Caffi. Besonders hübsche Motive hielt er in mehreren Varianten fest, so ein Nachtfest auf der Via Eugenia in Venedig mit effektvollen Lichtquellen, von dem es mindestens drei Fassungen gibt (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Eine etwas trübe Herbststimmung prägt Pietro Galters großformatige Ansicht der Serenissima mit Segelbooten im Vordergrund, die einen Fernblick auf Dogenpalast und Salutekirche freigeben (Taxe 90.000 bis 100.000 EUR). Sommerlich-heiter strahlt es dagegen in Guglielmo Ciardis weiter „Lagune“ mit einer kleinen Fischerfamilie vor den Augen des Betrachters (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR). Wo die hügelige Parklandschaft lag, in die der Österreicher Anton Petter zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein großes Bildnis mit vier spielenden Kindern bettete, lässt sich nicht mehr herauskriegen; vermutlich aber in der italienischen Campagna (Taxe 80.000 bis 100.000 EUR).

Zu den Meisterwerken der österreichischen Malerei des Klassizismus gehören die altniederländisch beeinflussten Blumenstillleben Johann Baptist Drechslers. Ein solches blüht prachtvoll und von allerlei Kleingetier umschwirrt in einer Rundbogennische für 40.000 bis 60.000 Euro. Impressionistische Tendenzen griffen gegen Ende des Jahrhunderts zwei Künstlerinnen auf: Tina Blau, von der ein Blick auf den Titusbogen und die umliegenden Ruinen des Forum Romanum unter Wolkenmeer von 1879 für 40.000 bis 80.000 Euro bereithängt, sowie Marie Egner. Ihre Azaleenstöcke am Fenster von circa 1895 blühen ganz unbeeindruckt von der herbstlichen Jahreszeit munter vor sich hin (Taxe 35.000 bis 45.000 EUR). Gemäßigt impressionistisch tritt auch Léon Augustin Lhermitte in seiner Abendstimmung „Les Lavandeuses à Chelles“ an der Marne auf. Derartigen Szenen aus dem einfachen Volksleben widmete sich der Franzose immer wieder gern (Taxe 60.000 bis 85.000 EUR).

Groß ist die Auswahl an Meistern aus dem osteuropäischen Raum. Der gebürtige Pole Alfred von Wierusz-Kowalski ließ sich als Student im fortgeschrittenen Semester 1873 in München nieder. Seine Freude an Themen des russisch-polnischen Volkslebens dokumentiert seine mit großer Verve festgehaltene „Bauernhochzeit“, die sich momentan als stürmische Kutschfahrt auf einem Waldweg abspielt (Taxe 70.000 bis 90.000 EUR). Russland schickt den vom französischen Impressionismus begeisterten Konstantin Alexeievitch Korovin, der das nächtliche Paris an der Rue de Venise in schillernden Farben festhielt (Taxe 35.000 bis 45.000 EUR). Portraits junger Mädchen mit melancholischer Aura machten den 1840 und später ebenfalls in Paris ansässigen Alexej Harlamoff recht bekannt. Sein „Lesendes Mädchen“, das gerade auf den Betrachter aufmerksam geworden zu sein scheint, kann sich auch heute noch ganz gute Chancen auf 50.000 bis 70.000 Euro ausrechnen.

Unverwechselbar ein Julius Sergius Klever ist eine stimmungsvolle Winterlandschaft in glutrotem Abendlicht mit Saatkrähen aus dem Jahr 1914 (Taxe 60.000 bis 70.000 EUR). Der weitgereiste Ivan Konstantinovich Ajvazovskij hielt 1876 die minarettreiche Metropole Konstantinopel im hellen Licht des großen Vollmondes fest (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR). Damit sind wir abschließend bei der Orientmalerei angelangt. Insgesamt neun mehrmonatige Reisen nach und durch Ägypten unternahm zwischen 1874 und 1886 der Deutschösterreicher Leopold Carl Müller. Zeugnis davon legt sein „Blinder Bettler“ aus dem Jahr 1878 ab, der von einem jungen Mann durch die engen Straßen einer Stadt geleitet wird (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR).

Die Auktion beginnt am 21. April um 17 Uhr. Die Besichtigung ist bis zum Auktionsbeginn täglich von 10 bis 18 Uhr, samstags von 9 bis 17 Uhr und sonntags von 10 bis 17 Uhr möglich. Der Internetkatalog listet die Gemälde unter www.dorotheum.com.

Kontakt:

Dorotheum

Dorotheergasse 17

AT-1010 Wien

Telefon:+43 (01) 515 60 0

Telefax:+43 (01) 515 60 443

E-Mail: client.services@dorotheum.at



13.04.2016

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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21.04.2016, Gemälde des 19. Jahrhunderts

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Dorotheum

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Keine Angst vor gefälligen Ansichten

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Carl Wilhelm Götzloff, Reisende an einem
 Brunnen mit dem Monte Pellegrino bei Palermo im Hintergrund
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Alexej Harlamoff, Lesendes Mädchen
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 Mondlicht, 1876
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 Glasschale und Weintrauben
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Leopold Carl Müller, Blinder Bettler, 1878

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Taxe: 40.000 - 60.000 EURO

Zuschlag: 40.000,- EURO

Losnummer: 1248

Tina Blau, Blick auf den „Arco de Tito“ und die umliegenden Ruinen des Forum Romanums, 1879

Tina Blau, Blick auf den „Arco de Tito“ und die umliegenden Ruinen des Forum Romanums, 1879

Taxe: 40.000 - 80.000 EURO

Zuschlag: 40.000,- EURO

Losnummer: 1311

Guglielmo Ciardi, Lagune

Guglielmo Ciardi, Lagune

Taxe: 50.000 - 70.000 EURO

Zuschlag: 85.000,- EURO

Losnummer: 1152

Marie Egner, Azaleenstöcke am Fenster, um 1895

Marie Egner, Azaleenstöcke am Fenster, um 1895

Taxe: 35.000 - 45.000 EURO

Zuschlag: 45.000,- EURO

Losnummer: 1315

Johann Jakob Frey, Ansicht von Tivoli

Johann Jakob Frey, Ansicht von Tivoli

Taxe: 40.000 - 60.000 EURO

Zuschlag: 60.000,- EURO

Losnummer: 1178

Carl Wilhelm Götzloff, Blick in den Golf von Neapel mit dem Vesuv im Hintergrund

Carl Wilhelm Götzloff, Blick in den Golf von Neapel mit dem Vesuv im Hintergrund

Taxe: 30.000 - 40.000 EURO

Losnummer: 1107

Konstantin Alexeievitch Korovin, Nächtliches Paris. Rue de Venise, 1935

Konstantin Alexeievitch Korovin, Nächtliches Paris. Rue de Venise, 1935

Taxe: 35.000 - 45.000 EURO

Losnummer: 1263

Alfred von Wierusz-Kowalski, Bauernhochzeit

Alfred von Wierusz-Kowalski, Bauernhochzeit

Taxe: 70.000 - 90.000 EURO

Zuschlag: 110.000,- EURO

Losnummer: 1129

Julius Sergius Klever, Winterstimmung mit Saatkrähen, 1914

Julius Sergius Klever, Winterstimmung mit Saatkrähen, 1914

Taxe: 60.000 - 70.000 EURO

Losnummer: 1269

Ivan Konstantinovich Ajvazovskij, Ansicht von Konstantinopel bei Mondlicht, 1876

Ivan Konstantinovich Ajvazovskij, Ansicht von Konstantinopel bei Mondlicht, 1876

Taxe: 50.000 - 70.000 EURO

Zuschlag: 60.000,- EURO

Losnummer: 1273

Ippolito Caffi, Venedig. Nachtfest auf der Via Eugenia, der heutigen Via Garibaldi

Ippolito Caffi, Venedig. Nachtfest auf der Via Eugenia, der heutigen Via Garibaldi

Taxe: 40.000 - 60.000 EURO

Zuschlag: 130.000,- EURO

Losnummer: 1117

Pietro Galter, Venedig. Blick auf den Dogenpalast und die Salutekirche

Pietro Galter, Venedig. Blick auf den Dogenpalast und die Salutekirche

Taxe: 90.000 - 100.000 EURO

Zuschlag: 90.000,- EURO

Losnummer: 1120

Domenico Quaglio d.J., Ansicht der Kathedrale Notre Dame in Reims, 1827

Domenico Quaglio d.J., Ansicht der Kathedrale Notre Dame in Reims, 1827

Taxe: 20.000 - 30.000 EURO

Zuschlag: 105.000,- EURO

Losnummer: 1181




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