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Das Goldene Zeitalter Spaniens in Berlin

in der Ausstellung „El Siglo de Oro. Die Ära Velázquez“

Die Niederländer haben ihr „Goldenes Zeitalter“, und die Spanier haben es auch. Beides Mal ist das 17. Jahrhundert gemeint, das in beiden Ländern eine kulturelle Blüte hervorbrachte, die ihresgleichen sucht. Nun widmet sich die Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin dem „Siglo de Oro“ der spanischen Kunst und lässt ab heute mit rund 130 Meisterwerken von 64 internationalen Leihgebern eines der bedeutendsten Kapitel der europäischen Kulturgeschichte aufleben. Paradoxerweise entwickelte sich das Siglo de Oro in einer Zeit, die von einer tiefgehenden Krise geprägt war: Epidemien, Hungersnöte und kriegerische Auseinandersetzungen erschütterten Europa. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts war Spanien noch das mächtigste Land der westlichen Hemisphäre und beherrschte ein über fünf Kontinente verteiltes Territorium. Jedoch hatte bereits König Philipp IV., der 1621 die Herrschaft antrat, mit einem kontinuierlichen Niedergang und mit dem zunehmenden Verlust territorialer und politischer Hegemonie zu kämpfen.

Vor diesem düsteren Hintergrund der gesellschaftlichen Realität war die Kunst das wichtigste politische Medium zur Vortäuschung vermeintlicher Stabilität und Macht. Die Ausstellung geht auf diese politischen und geografischen Rahmenbedingungen ein und zeichnet am Beispiel der wichtigsten Kunstregionen Kastilien, Valencia und Andalusien in chronologischer Folge die Entwicklung der barocken Malerei und Bildhauerei unter der Herrschaft von Philipp III., Philipp IV. und Karl II. nach. Sie behandelt dabei die Porträtmalerei, das Stillleben und die enge Beziehung zwischen Malerei und Bildhauerkunst, die besonders in den farbig gefassten, fast hyperrealistischen Holzskulpturen zum Ausdruck kommt. Ein Raum der Schau widmet sich ausschließlich der spanischen Zeichenkunst.

Zeitlich setzt die Ausstellung im späten Manierismus und mit dem in Toledo lebenden Maler Domenikos Theotokopoulos ein. In seinen Werken vereinte der aus Griechenland stammende und daher El Greco genannte Künstler seine heimische mit der italienischen und spanischen Bildtradition und entwickelte eine unverwechselbare Malweise. In Toledo war ebenfalls Juan Sánchez Cotán ansässig, der mit dem Madrilenen Juan van der Hamen y León eine bedeutende Rolle in der Entwicklung eines typisch spanischen Stilllebengenres, dem „Bodegón“, spielte. Bedeutendster Vertreter der Bildhauerschule Sevillas war Juan Martínez Montañés, dessen Skulpturen von einer lebensnahen Darstellung gekennzeichnet sind.

Philipp IV. war ein großer Kunstliebhaber und erkor die Kunst inmitten der Krisen zum wichtigsten Instrument politischer Propaganda. Die enorme Anzahl der von ihm geförderten künstlerischen Initiativen machte Madrid, den Sitz des Hofes, endgültig zum bedeutendsten künstlerischen Zentrum Spaniens. Neben Francisco de Zurbarán stammte auch Diego Velázquez aus Sevilla, bevor ihn Philipp IV. mit nur 24 Jahren zum Kammermaler beförderte. Durch diesen höchsten Posten eines Künstlers bei Hofe war Velázquez der offizielle Porträtmaler des Monarchen und seiner Familie, der seine Aufgabe mit spürbarem Einfühlungsvermögen und psychologischem Interesse ausfüllte.

Im Zuge der Gegenreformation entwickelte sich in Valladolid eine eigenständige Bildhauerschule, die ausschließlich religiösen Themen mit dramatischer Ausdruckskraft verpflichtet war und in Gregorio Fernández ihren erfolgreichsten Vertreter hatte. Bartolomé Esteban Murillo schuf mit seinen Szenen aus dem alltäglichen Straßenleben eine neuartige Genremalerei, die die sichtbare Armut der Kinder mit fröhlicher Stimmung mildert. Unter dem Titel „Reencuentros. Dialoge mit dem Siglo de Oro“ sind dann im Foyer des Kulturforums Installationen der jungen spanischen Künstler Anna Talens, Pablo Alonso und Alex Arteaga zu sehen, die sich explizit mit dem Goldenen Zeitalter auseinandersetzen.

Die Ausstellung „El Siglo de Oro. Die Ära Velázquez“ läuft vom 1. Juni bis zum 30. Oktober. Die Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags erst ab 11 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 14 Euro, ermäßigt 7 Euro. Der Katalog aus dem Hirmer Verlag kostet im Museum 29 Euro, im Buchhandel 49,90 Euro.

Gemäldegalerie – Staatliche Museen zu Berlin
Matthäikirchplatz 4/6
D-10785 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 266 42 42 42
Telefax: +49 (0)30 – 266 42 22 90

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Veranstaltung vom:


01.07.2016, El Siglo de Oro. Die Ära Velázquez

Bei:


Staatliche Museen zu Berlin

Variabilder:

in der Ausstellung „El Siglo de Oro. Die Ära Velázquez“
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