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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Das Wiener Dorotheum verkaufte erfolgreich Silberwaren und russisches Kunsthandwerk

Vergoldeter Bücherwurm



Statuette eines Bischofs, 17. Jahrhundert

Statuette eines Bischofs, 17. Jahrhundert

Eine gelungene Silber-Auktion konnte das Dorotheum in Wien in der Frühjahrsrunde verbuchen. Dies bestätigt zum einen die losbezogene Zuschlagsquote von hohen 73 Prozent, zum anderen die oft guten Preise für die Silberwaren von der späten Gotik bis ins 20. Jahrhundert. Die 21 Zentimeter hohe barocke Statuette eines Bischofs mit Mitra und Stab bildete den Spitzenpreis des ersten Teils der Auktion. Die teilweise vergoldete vollplastische Figur steht in ihrem schwungvoll gestalteten Rauchmantel auf einem runden Sockel, den reliefierte Köpfe und Fruchtbouquets zieren. Leicht gebückt liest der alte Geistliche in dem Buch in seiner Linken, während er in seiner Rechten den Bischofsstab hält. Ein entschlossener Bieter steigerte die hervorragende Arbeit aus dem 17. Jahrhundert auf 16.000 Euro. Anvisiert waren 7.000 bis 9.000 Euro.


Einen ebenso stolzen Preis erreichte ein komplett vergoldeter Miniatur-Deckelhumpen der Renaissance. Das Trinkgefäß aus der Sammlung Figdor schmücken Rollwerk und Engelsköpfe an der Wandung, eine Herme am Henkel sowie drei Löwenfüße. Für einträgliche 12.000 Euro wechselte die um 1580 entstandene Miniaturarbeit den Besitzer (Taxe 6.000 bis 9.000 EUR). Ein Paar Londoner Deckelterrinen von Meister Paul Storr gab es für 6.500 Euro. Die neobracken Schüsseln zeichnen sich vor allem durch ihren Godronenrand und die jeweils vier aus Muscheln- und Blattmotiven gebildeten Volutenfüße aus (Taxe 3.000 bis 5.000 EUR). Rokoko-Formen griff in der Mitte der 1830er Jahre auch sein Londoner Kollege William Eaton bei seinen drei runden Platten mit C-Schwüngen, Rocaillen und Muschelmotiven auf, die den oberen Schätzwert von 7.000 Euro erreichten.

Trotz der guten Zuschlagsquote fand das Dorotheum für einige hochpreisige Objekte keine Abnehmer. So blieb eine italienische Deckenampel mit floralem Dekor und sechs vollplastischen Engeln als Halbfiguren leider liegen (Taxe 14.000 bis 18.000 EUR). Genauso erging es einem Paar siebenflammiger Kandelaber. Die reich mit Weinreben, Blattwerk und Ananas-Tüllen dekorierten Leuchter aus dem Haus Leopoldo Janesich um 1870 hätten 9.000 bis 12.000 Euro einspielen sollen. Erfreulicher ging es da schon bei einem Danziger Prunkaufsatz mit plastischem Neptun als Abschluss zu. Die 75 Zentimeter hohe, etwas überbordende Tafelzier der Silberschmiedewerkstatt Moritz Stumpf & Sohn um 1870 kletterte auf 7.500 Euro (Taxe 3.000 bis 6.000 EUR). 11.000 Euro statt der anvisierten 7.000 bis 9.000 Euro erzielte ein Set aus zwölf schlichten deutschen Platztellern der Bremer Firma Wilkens & Söhne vom Ende des 19. Jahrhunderts. Die Bremer Konkurrenz Koch & Bergfeld trat mit einem gleichaltrigen, ebenfalls zurückhaltend gestalteten Tafelbesteck in 190 Teilen für zwölf Personen auf, das zum unteren Schätzwert von 12.000 Euro den Besitzer wechselte. Unter den jüngeren Arbeiten ist eine Jardiniere in Form eines Leiterwagens zu nennen. Die vollplastische Ausführung mit vier beweglichen Rädern errang 10.000 Euro (Taxe 7.000 bis 9.000 EUR).

Russisches Silber, Ikonen und Kunsthandwerk

Bei einer Zuschlagsquote von 76 Prozent verlief der zweite Teil der Auktion mit Kunstgewerbe aus Russland sogar noch etwas besser. Zudem kamen hier höhere Preise zustande. So bildete eine goldene Schauplatte Alexej Polosows aus dem 1760er Jahren den Spitzenpreis der Versteigerung am 31. Mai. Die kostbar mit ihrem Monogramm gearbeitete ovale Platte war wohl ein Geschenk der Zarin Katharina II. an einen hohen Würdenträger und fuhr nun taxkonforme 70.000 Euro ein. Für 13.000 Euro gab es einen großen Samowar mit Kranenausguss aus St. Petersburg. Die klassizistische Arbeit um 1815 trägt das Meisterzeichen Carl Fredrik Bredenbergs (Taxe 12.000 bis 18.000 EUR). Einen ordentlichen Sprung schaffte ein ebenfalls aus St. Petersburg stammender Deckelhumpen der Firma Pawel Fedorowitsch Sasikow. Das teilweise vergoldete, historistische Schaugefäß von 1866 aus Großfürstlichem Besitz mit floralem und figuralem Dekor samt bekrönendem Greif konnte seinen Wert auf 12.000 Euro verdreifachen (Taxe 3.000 bis 5.000 EUR).

Außerordentlich prachtvoll ist die Cloisonné-Garnitur Pawel Owtschinnikows. Das Set aus zwei Kerzenleuchtern, zwei Flakons und einem Standspiegel zeichnet sich durch seine stilisierte Emailzier nach Fantasietieren und -pflanzen aus. Die Teile von 1889 in der originalen Holzkassette brachten es auf gewinnbringende 22.000 Euro (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Erfolgreich platzierte sich zudem eine weitere Cloisonné-Arbeit aus Russland. Die rechteckige Dose aus dem 20. Jahrhundert mit einer folkloristischen Marktszene auf dem Scharnierdeckel verbesserte sich von 500 Euro auf 7.500 Euro. Ein um 1900 mit Edelsteinen verzierter Kowsch des Fabergé-Werkmeisters Michail Perchin aus drei verschiedenen Farben Gold warf die obere Schätzgrenze von 20.000 Euro ab (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR).

Ungewöhnlich war eine Auferstehungsikone des Malers und Steinschneiders Alexey Denisov-Uralsky durch die Integration vieler verschiedener Schmucksteine, die eine bunte Höhle imaginierten. Das unter westlichem Einfluss um 1900 gemalte Heiligenbild fuhr 15.000 Euro ein (Taxe 12.000 bis 16.000 EUR). Deutlich steigern konnte sich eine Moskauer Ikone des heiligen Nikolaus mit einem prächtigen Oklad von 1797. Erst bei 10.000 Euro schlug hier der Hammer auf das Pult (Taxe 3.000 bis 5.000 EUR). Zu den Überraschungen gesellt sich eine weitere Ikone aus Moskau. Die Darstellung der Muttergottes von Smolensk mit einem Oklad aus dem frühen 20. Jahrhunderts war bescheiden auf 700 bis 900 Euro angesetzt, schaffte dann aber einen Sprung auf 11.0000 Euro.

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Dorotheum

Dorotheergasse 17

AT-1010 Wien

Telefon:+43 (01) 515 60 0

Telefax:+43 (01) 515 60 443

E-Mail: client.services@dorotheum.at



01.08.2016

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Maren Janka Hopp

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31.05.2016, Silber - Russisches Silber, Ikonen und Kunsthandwerk

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Deckeldose, Russland, 20. Jahrhundert
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Ikone der Muttergottes von Smolensk, Moskau
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Ikone des heiligen Nikolaus, Moskau
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Pawel Fedorowitsch Sasikow, Deckelhumpen, St. Petersburg 1866
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Jardiniere in Form eines Leiterwagens, Anfang 20. Jahrhundert
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Tafelaufsatz, Moritz Stumpf & Sohn, Danzig um 1870
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William Eaton, 3 Platten, London 1835/36

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Taxe: 5.000 - 7.000 EURO

Zuschlag: 7.000,- EURO

Losnummer: 42

Deckelhumpen, um 1580

Deckelhumpen, um 1580

Taxe: 6.000 - 9.000 EURO

Zuschlag: 12.000,- EURO

Losnummer: 3

Tafelbesteck für 12 Personen, Koch & Bergfeld, Bremen um 1900

Tafelbesteck für 12 Personen, Koch & Bergfeld, Bremen um 1900

Taxe: 12.000 - 14.000 EURO

Zuschlag: 12.000,- EURO

Losnummer: 112

Ikone der Muttergottes von Smolensk, Moskau

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Taxe: 700 - 900 EURO

Zuschlag: 11.000,- EURO

Losnummer: 341

Pawel Owtschinnikow, Frisiergarnitur mit dem Wappen der Familie Tchelistcheff, Moskau 1889

Pawel Owtschinnikow, Frisiergarnitur mit dem Wappen der Familie Tchelistcheff, Moskau 1889

Taxe: 10.000 - 15.000 EURO

Zuschlag: 22.000,- EURO

Losnummer: 298

Zwölf Platzteller, Wilkens & Söhne, Bremen um 1900

Zwölf Platzteller, Wilkens & Söhne, Bremen um 1900

Taxe: 7.000 - 9.000 EURO

Zuschlag: 11.000,- EURO

Losnummer: 110

Alexej Polosow, Schauplatte mit Monogramm „KII“, 1760er Jahre

Alexej Polosow, Schauplatte mit Monogramm „KII“, 1760er Jahre

Taxe: 70.000 - 90.000 EURO

Zuschlag: 70.000,- EURO

Losnummer: 262

Ikone des heiligen Nikolaus, Moskau

Ikone des heiligen Nikolaus, Moskau

Taxe: 3.000 - 5.000 EURO

Zuschlag: 10.000,- EURO

Losnummer: 326

Alexey Denisov-Uralsky, Ikone mit Auferstehung Christi, um 1900

Alexey Denisov-Uralsky, Ikone mit Auferstehung Christi, um 1900

Taxe: 12.000 - 16.000 EURO

Zuschlag: 15.000,- EURO

Losnummer: 323

Carl Fredrik Bredenberg, Samowar, St. Petersburg um 1815

Carl Fredrik Bredenberg, Samowar, St. Petersburg um 1815

Taxe: 12.000 - 18.000 EURO

Zuschlag: 13.000,- EURO

Losnummer: 264

Tafelaufsatz, Moritz Stumpf & Sohn, Danzig um 1870

Tafelaufsatz, Moritz Stumpf & Sohn, Danzig um 1870

Taxe: 3.000 - 6.000 EURO

Zuschlag: 7.500,- EURO

Losnummer: 106

Paul Storr, Paar Deckelterrinen, London 1820/21

Paul Storr, Paar Deckelterrinen, London 1820/21

Taxe: 3.000 - 5.000 EURO

Zuschlag: 6.500,- EURO

Losnummer: 40

Deckeldose, Russland, 20. Jahrhundert

Deckeldose, Russland, 20. Jahrhundert

Taxe: 500 - 800 EURO

Zuschlag: 7.500,- EURO

Losnummer: 365




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