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Brüssel untersucht die Wirkungsmacht der Avantgarde

Auguste Rodin, Angespannte rechte Hand

Der Betrachter muss durch Umkreisen Alexander Archipenkos Skulptur „Schreitende Frau“ von 1912 vervollständigen. Das scheint das eigentlich Faszinierende an diesem Kunstwerk. Er wird quasi zum Co-Produzenten, will er die Figur in einer Art überzeitlichem Zelebrieren von Bewegung in ihrer Ganzheit erfassen. Von der Decke abgeseilt, hängt daneben der „Ventilator“ von Olafur Eliasson. Er zieht weite Kreise und macht durch tänzelnde Bewegungen die Lufthülle anschaulich. Der Ventilator will ein Raumgefühl vermitteln, den negativen Abstand in einen positiven kehren. Gegenübergestellt sind beide Werke in der Schau „The Power of the Avant-Garde. Now and Then“ im Brüsseler Ausstellungspalast Bozar. Kurator Ulrich Bischoff möchte damit die Relevanz der Avantgarde vor dem Ersten Weltkrieg und ihre Auswirkungen auf die bildenden Künste von heute aufspüren.

120 Werke von rund 100 Künstlern bestreiten in einem langen, in 16 Abschnitte gegliederten Parcours ein Beziehungsgeflecht besonderer Art. 14 zeitgenössische Kunstschaffende treten dabei jeweils in „Tandems“ mit älteren, von ihnen selbst ausgewählten Künstlern in einen persönlichen Dialog. Dadurch soll ihre subjektive Sicht auf die Epoche zwischen 1895 bis zum Bauhaus und deren heutige Bedeutung herausgearbeitet werden. Nur zwei Künstler treten nicht in Partnerschaft auf. Neben Louise Lawler ist dies Gerhard Richter mit seiner Gemäldeinstallation „48 Portraits“, deren Abbilder die etablierte Ordnung und den Geist zu Beginn des 20. Jahrhunderts verkörpern. Brücke und Blauer Reiter, Futurismus, russische und belgische Avantgarde, Filmpioniere oder das mit „Von der Kathedrale zum Bauhaus“ betitelte Kapitel eröffnen einen umfangreichen Spannungsbogen künstlerischer Wechselwirkungen über die letzten 100 Jahre hinweg.

Zum Auftakt stehen sich im Abschnitt „Bruchstückhaftigkeit und Transparenz“ eine brüchig verkrampfte bronzene Hand von Auguste Rodin, der von James Ensor gewährte Einblick in das Leben der Bourgeoisie und Marcel Odenbachs großformatige Collage „Abgelegt und Aufgehangen“ von 2013 gegenüber, in der er – ausgehend von der Rechtsprechung des höchsten deutschen Gerichtes – verdrängte unmenschliche Schauprozesse der Nazi-Ära in Erinnerung ruft. Marlene Dumas und Edvard Munch, Jeff Wall und Franz Kafka, John Baldessari und Marcel Broodthaers, Koen Vermeule und Léon Spilliaert, Roman Signer und Katarzyna Kobro, Bogomir Ecker und Fortunato Depero, David Claerbout und Piet Mondrian, Marijke van Warmerdam und Robert Flaherty, William Forsythe und Marcel Duchamp, Luc Tuymans und Raymond Duchamp-Villon, William Kentridge und Dsiga Wertow bis hin zu Sean Scully und Fernand Léger vermitteln in Dialogen teils mehr oder minder überzeugende, teils subtile oder deutlich zu Tage tretende Parallelen.

Die Ausstellung „The Power of the Avant-Garde. Now and Then“ ist bis zum 22. Januar 2017 zu sehen. Das Bozar – Palais für schöne Künste hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 16 Euro, ermäßigt 14 Euro. Zur Ausstellung ist ein Katalog in Niederländisch, Englisch und Französisch erschienen, der im Bozar 39,50 Euro kostet.

Bozar – Palais des Beaux-Arts
Rue Ravenstein 23
B-1000 Brüssel

Telefon: +32 (0)2 – 507 82 00

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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