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Nürnberg ehrt Kaiser Karl IV. zum 700. Geburtstag

Votivtafel mit Darstellung von Kaiser Karl IV., um 1370

Bis heute wird der am 14. Mai 1316 in Prag geborene, auf den Namen Wenzel getaufte Sohn des aus dem Hause der Luxemburger stammende Böhmen-König als „Vater Tschechiens“ verehrt. Nach der Annahme des Namens Karl IV., der Übernahme der Herrschaft über mehrere Länder und der Kaiserkrönung in Rom im Jahr 1355 stieg er zum maßgeblichen Akteur in der europäischen Politik auf. Bis zu seinem Tod am 29. November 1378 verstand er es, im Konsens zwischen weltlichen und geistlichen Mächten der Diplomatie Vorrang vor kriegerischen Lösungen zu geben, begünstigt durch große, dank reicher böhmischer Silbervorkommen vorhandene finanzielle Mittel. Besonders aber der Einfluss des Kaisers auf kulturellen und künstlerischen Gebieten rückt die erste von Bayern und Tschechien gemeinsam veranstaltete Landesausstellung „Karl IV.“ im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg nun in den Vordergrund.

Trotz großer Bürden, wie Pestepidemien, Heuschreckenplagen oder Hungersnöten, konnte Karl IV. das 14. Jahrhundert zur kulturellen Blütezeit führen. Die Residenzstadt Prag baute er zur prachtvollen Moldau-Metropole aus. 1357 legte Karl den Grundstein zur neuen, bis heute nach ihm benannten Moldau-Brücke, die der schwäbische Baumeister Peter Parler nach dem Vorbild der steinernen Brücke in Regensburg plante. Architekturmodelle, Wandmalereien und Bauplastiken vom Veitsdom, der bei Prag gelegenen Burg Karlstein oder der Nürnberger Kaiserburg erinnern an die bis heute prägende künstlerische Neufassung und Umgestaltung seiner beiden Hauptaufenthaltsorte Prag und Nürnberg.

An den Prager Hof berief der Herrscher zahlreiche Künstler. Exponate aus der Bildhauerei, Goldschmiedekunst, Stickerei, Steinschneiderei oder Malerei stellen Merkmale eines neuen Stils vor, mit dem gezielt eine einheitliche, im Dienst des Kaisers stehende ästhetische Ausdruckskraft initiiert wurde. Anstelle bisheriger Vielfalt und in fragiler Eleganz gelängter Figuren trat nun eine zeichnerisch aufgefasste, von kräftiger Klarheit, Licht- und Schattenspielen belebte Charakteristik mit raffinierten Farbakzenten. Die Kunst diente als Element persönlicher Repräsentation und Verherrlichung seiner Majestät. In diesem Zusammenhang bildete sich in Prag ab 1355 ein internationales Kunstzentrum. Karl IV. berief Peter Parler als Baumeister an den Prager Hof. Nicht zu vernachlässigen sind weitere weitsichtige Entscheidungen Karls wie die 1348 erfolgte Gründung der heutigen Karls-Universität, der ersten Universität im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation, oder die Verkündigung der „Goldenen Bulle“ von 1358, eine Art neues „Reichsgrundgesetz“, das die Wahl des Königs durch die Kurfürsten bis 1806 regelte.

Die vom Haus der Bayerischen Geschichte erarbeitete Ausstellung „Karl IV.“ ist noch bis zum 5. März 2017 zu besichtigen. Das Germanische Nationalmuseum hat täglich außer montags von 9 bis 18 Uhr, mittwochs bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.

Germanisches Nationalmuseum
Kartäusergasse 1
D-90402 Nürnberg

Telefon: +49 (0)911 – 13 31 0
Telefax: +49 (0)911 – 13 31 200

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Bei:


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Bei:


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Variabilder:

Votivtafel mit Darstellung von Kaiser Karl IV., um 1370
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