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Passage II. Hommage à Watteau / Doris Ziegler

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Journal

Besucherrekorde, Bürgerbeteiligung und die Rückbesinnung auf die Stärken der eigenen Kollektion: Die Hamburger Kunsthalle zog jetzt eine positive Bilanz für 2016 und stellte ihr Ausstellungsprogramm für das Jahr 2017 vor

Die Sammlung als Energiequelle



562.018 Besucher verzeichnet die Hamburger Kunsthalle für das Jahr 2016. Eine Zahl, die alle Besucherrekorde seit der Eröffnung des Museums im Jahr 1869 deutlich übertreffe, so Geschäftsführer Stefan Brandt. Eindeutig dazu beigetragen hat allerdings auch die Tatsache, dass Hamburgs größtes Museum nach einer fast anderthalbjährigen Umbau- und Modernisierungsphase und der feierlichen Wiedereröffnung am 30. April 2016 den ganzen Mai über bei freiem Eintritt zugänglich war. Die Hamburger Dorit & Alexander Otto Stiftung, die auch den Umbau maßgeblich finanziert hat, übernahm die Gegenfinanzierung. Rund 205.000 Besucher machten von dieser Gelegenheit Gebrauch. Aber auch die Ausstellung „Manet – Sehen“, mit der sich Hubertus Gaßner als Direktor von der Kunsthalle verabschiedete, verzeichnete rund 133.00 Besucher. Der positive Trend scheint auch 2017 anzuhalten. Allein in den ersten Januarwochen kamen rund 30.000 Besucher in das Museum.


Stefan Brandt sprach auf der Jahrespressekonferenz der Kunsthalle, auf der auch die Ausstellungspläne für das Jahr 2017 vorgestellt wurden. Christoph Martin Vogtherr, seit Oktober 2016 neuer Direktor der Kunsthalle, nahm die Präsentation des Jahresprogramms zum Anlass, auch über eines seiner Leitbilder für die Museumsarbeit zu sprechen: „Ich bin ganz fest davon überzeugt, dass die Energiequelle eines Museums die ständige Sammlung ist“, betonte Vogtherr.

Was sind die Höhepunkte des Ausstellungsjahres? Mitte Februar startet die Kunsthalle mit der international besetzten Gruppenausstellung „Warten. Zwischen Macht und Möglichkeit“. In der Galerie der Gegenwart sowie an verschiedenen Orten innerhalb und außerhalb des Museums werden Arbeiten von 23 internationalen Künstlern präsentiert. Untersucht wird das Phänomen des Wartens unter den Vorzeichen immer stärker auseinander driftender gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Eine These der Schau lautet denn auch: „Menschen mit Macht warten nicht; sie lassen warten.“ Mit dabei sind Künstler wie David Claerbout, das Duo Michael Elmgreen und Ingar Dragset, Michael Sailstorfer oder Tobias Zielony.

Eine Woche später widmet sich die Schau „Poesie der venezianischen Malerei“ dem Œuvre des venezianischen Malers und Tizian-Schülers Paris Bordone (um 1500-1570/71). Es ist die bislang umfangreichste museale Würdigung Bordones. Wesentlich experimenteller mutet ab Mitte Mai das Projekt „Open Access“ an. 15 Hamburger wurden eingeladen, gemeinsam mit einem Projektteam der Kunsthalle individuelle Blicke auf die Sammlungsbestände zu werfen und daraus kleinere Präsentationen zu entwickeln. Eine ergebnisoffene Versuchsanordnung mit dem Bürger als Kurator.

Ab Ende Juli beleuchtet dann die Ausstellung „Art and Alphabet“ das vielschichtige Wechselverhältnis von Schrift und Bild in der Gegenwartskunst. Gezeigt werden Werke von rund 20 internationalen Künstlern, die Sprach- und Schriftsysteme als visuelle Zeichen verstehen und künstlerisch transformieren. Mit dabei sind richtungweisende Positionen der 1960er und 1970er Jahre wie Martha Rosler, Marcel Broodthaers oder John Baldessari, aber auch viele jüngere Künstler wie Natalie Czech, Camille Henrot oder Rivane Neuenschwander.

Den Höhepunkt im Herbstprogramm stellt dann die erste umfassende Museumsausstellung zum Werk der Hamburger Malerin Anita Rée (1885-1933) dar. Mit rund 150 Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und kunsthandwerklichen Arbeiten beleuchtet die Retrospektive das stark von der Neuen Sachlichkeit geprägte Œuvre der jüdischen Kaufmannstochter, die unter anderem bei Fernand Léger in Paris Kurse belegt hatte. Im April 1933 wurde sie von der Hamburgischen Künstlerschaft als „artfremdes Mitglied“ ausgeschlossen. Acht Monate später nahm sie sich auf der Insel Sylt das Leben.

Dem zeichnerischen Werk von Claude Lorrain (1604/05-1682) widmet sich schließlich die Schau „Das Licht der Campagna“. Diese erste umfassende Präsentation in Deutschland versammelt rund 90 Blätter aus den Beständen des British Museum in London. Besonders stolz ist die Kunsthalle darauf, in Zukunft weitere außergewöhnliche Ausstellungsprojekte mit den Londoner Kollegen zu entwickeln. Stefan Brandt teilte im Rahmen der Pressekonferenz mit, dass er im Herbst 2017 seine Tätigkeit als Geschäftsführer und Vorstand der Hamburger Kunsthalle nach fünf Jahren beenden wird. Die Stelle wird rechtzeitig neu ausgeschrieben.


Warten. Zwischen Macht und Möglichkeit
17. Februar bis 18. Juni 2017

Die Poesie der venezianischen Malerei. Paris Bordone, Palma il Vecchio, Lorenzo Lotto, Tizian
24. Februar bis 21. Mai 2017

Holzschnitte aus der Zeit Tizians
24. Februar bis 21. Mai 2017

Honey, I rearranged the Collection – #2 Help Me Hurt Me. Zwischen Fürsorge und Grausamkeit
7. April 2017 bis 7. Januar 2018

Open Access – 10 Blicke in die Sammlung
12. Mai bis 27. August 2017

Neuland: Jose Dávila
2. Juni 2017 bis Mai 2018

Sammeln für Hamburg. Neuerwerbungen und Schenkungen für das Kupferstichkabinett 2001-2016
9. Juni bis 17. September 2017

Die Kunst ist öffentlich. Vom Kunstverein zur Kunsthalle
23. Juni bis 10. September 2017

Art and Alphabet
21. Juli bis 29. Oktober 2017

Anita Rée. Retrospektive
6. Oktober 2017 bis 4. Februar 2018

Das Licht der Campagna. Die Zeichnungen Claude Lorrains im British Museum, London
13. Oktober 2017 bis 14. Januar 2018

Horst Janssen – Hommage à Claude
13. Oktober 2017 bis 14. Januar 2018

Künstlerbücher. Die Sammlung
1. Dezember 2017 bis 18. März 2018

Kontakt:

Hamburger Kunsthalle

Glockengießerwall 5

DE-20095 Hamburg

Telefon:+49 (040) 428 131 200

Telefax:+49 (040) 428 543 409



21.01.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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