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Aldo Tambellini in Karlsruhe

Obwohl er schon über 80 Jahre alt ist, wurde Aldo Tambellini noch nie eine große Einzelausstellung zuteil. Das will das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe nun ändern und präsentiert dazu seit dem Wochenende eine Werkschau über den amerikanischen Künstler, der zu den Pionieren der Intermedia Art der 1960er und 1970er Jahre gehört. Die Ausstellung „Black Matters“ unternehme eine Reise durch Tambellinis produktivste, energetisch aufgeladenste und vielseitigste Periode zwischen 1960 und 1980, so die Kuratoren Pia Bolognesi und Giulio Bursi. Sie verbindet sein malerisches Schaffen mit seiner multimedialen Praxis und hat Lumagramme, handbemalte Dias, Videos, Videogramme, Gemälde, Fotografien, Installationen und Filmwerke versammelt. Außerdem ist eine Auswahl seiner jüngsten Multimedia-Arbeiten zu sehen.

Aldo Tambellini kam 1930 in Syracuse im US-Bundesstaat New York zur Welt. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Italien, ehe er 1946 in die USA zurückkehrte und an der Syracuse University Malerei studierte. Für seine „Black Film Series“ malte er 1965 direkt auf das Filmmaterial und gründete mit Otto Piene 1967 das „Black Gate Theatre“, das erste „Electro-Media“-Theater für Multimedia-Performances und Installationen in New York. 1969 gewann Tambellini mit seiner Film-Video-Arbeit „Black TV“ den ersten Preis beim Filmfestival in Oberhausen. Von 1976 bis 1984 war er Fellow am legendären Center for Advanced Visual Studies am Massachusetts Institute for Technology (MIT) in Cambridge.

Den Werkkomplex, der im ZKM gezeigt wird, verstehen die Kuratoren als Manifest für eine organische Verbindung zwischen Malerei, Skulptur, Fotografie, Bewegtbildinstallation, kinetischer Kunst und Performance. Tambellinis Vision umfasse alle Implikationen der zeitgenössischen Medien und begreife ihr Potential als linguistische, künstlerische und soziale Werkzeuge. Die Ausstellung präsentiert zudem Tambellinis frühe Werke der 1950er Jahre gemeinsam mit bisher nicht gezeigten Arbeiten seiner New Yorker Periode ab 1959, die seinen politischen Aktivismus und seine politische Philosophie demonstrieren, sowie Filme und Videos, die den Erfolg des Künstlers in den 1960er und 1970er Jahren kennzeichnen.

Die Ausstellung „Aldo Tambellini. Black Matters“ ist bis zum 6. August zu sehen. Das ZKM hat täglich außer montags und dienstags von 10 bis 18 Uhr, samstags und sonntags erst ab 11 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro bzw. 2 Euro.

Zentrum für Kunst und Medien
Lorenzstraße 19
D-76135 Karlsruhe

Telefon: +49 (0)721 – 81 000
Telefon: +49 (0)721 – 81 00 11 39

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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11.03.2017, Aldo Tambellini. Black Matters

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Zentrum für Kunst und Medien

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Aldo Tambellini








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