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Tone Vigeland in München

Tone Vigeland, Armschmuck, 1997

Die Neue Sammlung München widmet sich seit dem Wochenende der Grande Dame der skandinavischen Schmuckkunst. Kurz vor ihrem 80. Geburtstag im kommenden Jahr steht Tone Vigeland im Fokus einer Ausstellung in der Pinakothek der Moderne. Hier sind rund 150 Schmuckstücke der Norwegerin versammelt, zudem einige ausgewählte Objekte und Skulpturen. Wie Kuratorin Petra Hölscher betont, umschmeicheln Vigelands Arbeiten fließend den menschlichen Körper und sind doch aus Metall. Dafür oxidiert sie hell glänzendes Silber, bis es schwarz wie Eisen ist. Durch Hautkontakt gewinnt das Silber sein Spiel mit dem Licht zurück, erhält das Schmuckobjekt metallische Farbvalenzen. Die Arbeiten zeichnen sich durch ihre Größe und Volumina aus. Dabei bestehen sie aber aus einer Vielzahl von kleinsten, handgearbeiteten Teilen – aus Silberdraht gedrehten Röhrchen, exakt geschnittenen rechteckigen und runden Plättchen oder winzigen Kügelchen und Ösen. Tone Vigelands Kunst am Körper wirke modern und zugleich archaisch, so Hölscher.

1938 in eine bekannte Künstlerfamilie Norwegens geboren, begann Tone Vigeland ihre künstlerische Ausbildung 1955 am Statens Håndverk-og Kunstindustriskole ihrer Heimatstadt Oslo. Um die Goldschmiedekunst zu erlernen, wechselte sie 1957 an die Oslo Vocational School. 1961 eröffnete sie eine eigene Werkstatt, wandte sich dem Unikat zu und nahm schon an der legendären Ausstellung „International Exhibition of Modern Jewellery“ in der Londoner Goldsmiths Hall, die den seinerzeit noch jungen Autorenschmuck erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorstellte. Spätestens seit diesem Zeitpunkt gehören Vigelands Schmuckobjekte zum festen Bestandteil der internationalen Schmuckszene. Für ihr Schaffen erhielt Tone Vigeland zahlreiche Ehrungen, darunter 1988 die Prinz Eugen-Medaille von Schweden, 1996 die Ernennung zum Commander of the Royal Norwegian Oder of St. Olav oder 2008 die Verleihung des Goldenen Ehrenrings der Goldschmiedeinnung in Hanau. Seit 1995 löst sich Tone Vigeland zunehmend vom Körper und kreiert Skulpturen im freien Raum.

Die Ausstellung „Tone Vigeland. Schmuck – Objekt – Skulptur“ ist bis zum 11. Juni zu sehen. Die Pinakothek der Moderne hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 7 Euro, jeden Sonntag für alle 1 Euro.

Pinakothek der Moderne
Barer Straße 40
D-80333 München

Telefon: +49 (0)89 – 23 805 360

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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11.03.2017, Tone Vigeland - Schmuck - Objekt - Skulptur

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Neue Sammlung

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Tone Vigeland, Armschmuck, 1997
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Tone Vigeland, Halsschmuck, 1985/2000
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 Vigeland
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 Vigeland, Ringe, 1989
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Tone Vigeland








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