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Bani Abidi in Berlin

Der Neue Berliner Kunstverein widmet sich aktuell der Künstlerin Bani Abidi. Im Mittelpunkt der Schau steht ihre Videoarbeit „An Unforeseen Situation“ von 2015. Die 1971 geborene Pakistanerin bezieht sich darin auf eine Reihe von staatlich inszenierten Wettkämpfen, die vom Ministerium für Sport in der pakistanischen Region Punjab im Jahr 2014 ausgerichtet wurden. Während dieser Veranstaltungen sollen mehrere Weltrekorde gebrochen worden seien, so zum Beispiel das größte Massensingen der Nationalhymne. Abidi erzählt dieses Ereignis neu, wobei der Wettbewerb in ihrer Version gescheitert ist. „Sie entlarvt so die Absurdität derartiger Interaktionen zwischen staatlicher Inszenierung und ziviler Performance“, erklärt die Kuratorin Kathrin Becker.

Von alltäglichen und historischen Ereignissen ausgehend, thematisiert Bani Abidi Nationalsozialismus und Staatsmacht sowie die Tendenzen der Zivilgesellschaft. Dabei durchmischt sie häufig Fakten mit Fiktion. In ihrer Überzeugung, dass die Darstellung von Geschichte oft durch politische Machtansprüche geprägt ist, begegnet sie den Geschehnissen mit Humor. Die Video- und Fotokünstlerin lebt und arbeitet sowohl in Berlin als auch in ihrem Geburtsort Karatschi. Sie hat an zahlreichen internationalen Gruppen- und Einzelausstellungen teilgenommen, so war sie 2012 auf der Documenta in Kassel zugegen.

Die Ausstellung „Bani Abidi – An Unforeseen Situation“ läuft bis zum 30. April. Sie hat dienstags bis freitags von 12 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr und während des Gallery Weekends am 29. und 30. April von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Am Karfreitag bleibt der Showroom geschlossen.

Neuer Berliner Kunstverein
Chausseestraße 128/129
D-10115 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 280 70 20
Telefax: +49 (0)30 – 280 70 19

Quelle: Kunstmarkt.com/Anja Schmidbauer

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06.03.2017, Bani Abidi - An Unforeseen Situation

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Neuer Berliner Kunstverein

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Bani Abidi








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