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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Messe-Vorbericht

Die 51. Art Cologne wartet mit internationalen Neuzugängen und einigen konzeptionellen Neuerungen auf. Ab September 2017 ist auch ein Berliner Ableger geplant

Alte Stärken und neue Akzente



Chris Burden, Buddha’s Fingers

Chris Burden, Buddha’s Fingers

Ein wenig fühlt man sich auf die Art Basel versetzt, so hochkarätig und international aufgestellt kommt das diesjährige Teilnehmerfeld der Art Cologne daher. Messedirektor Daniel Hug ist es in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt gelungen, auch die „Big Player“ unter den Galeristen nach Köln zu locken. Hauser & Wirth, Thaddaeus Ropac, David Zwirner, Sprüth Magers und in diesem Jahr erstmals auch Gagosian, White Cube und Daniel Templon sind mit hochkarätigen Arbeiten an den Rhein gereist. So zeigt etwa die in New York beheimatete Gagosian Gallery die spektakuläre Installation „Buddha’s Fingers“ von Chris Burden. Die Arbeit besteht aus 32 gusseisernen, jeweils vier Meter hohen Straßenlaternen, die zu Anfang des 20. Jahrhunderts die Straßen von Los Angeles säumten. Die sanft leuchtenden, zu einem dichten Cluster arrangierten Lichtmasten sind in einem abgedunkelten Raum aufgestellt und verbreiten eine kontemplative Atmosphäre. Ein idealer Rückzugsort im turbulenten Messegeschehen.


200 Galerien aus 28 Ländern haben sich in diesem Jahr an den Rhein aufgemacht. Sie präsentieren Arbeiten von rund 2000 Künstlern. Der Schwerpunkt der Kölner Messe liegt auf zeitgenössischer Kunst von den 1960er Jahren bis heute. Doch Besucher sollten unbedingt auch dem kleinen, aber feinen Sektor mit Klassischer Moderne und Kunst aus der Nachkriegszeit ihre Aufmerksamkeit schenken. Hier präsentiert etwa die Zürcher Galerie von Vertes ein Mobile aus bemaltem Metall von Alexander Calder. Die Münchner Galerie Thomas wartet mit Gemälden von Marc Chagall und Max Ernst auf. Und museumsreife Werke des Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner sind gleich bei mehreren Galerien zu entdecken. Die Schweizer Galerie Henze & Ketterer etwa hat den in den 1920er Jahren entstandenen, schon in Schablonenmanier gemalten „Bauern, einen Schubkarren ziehend“ im lila-blau-grünen Kolorit mit orangefarbenen Einsprengseln für 3,6 Millionen Euro im Angebot.

Zu wesentlich günstigeren Preisen werden Kaufinteressierte im neu eingeführten Sektor „Neumarkt“ fündig. Hier sind junge Galerien vertreten, die maximal seit zehn Jahren im Geschäft sind. So stellt die Berliner Galerie KM die 1973 geborene Künstlerin Simone Gilges vor. Gilges nimmt Schwarz-Weiß-Fotografien von unbewohnbar gewordenen Landschaften zum Ausgangspunkt. Die Negative unterzieht sie in der Dunkelkammer einem geradezu alchimistischen Verfahren, das äußerst farbintensive Resultate hervorbringt. „Durch diese Transformationsprozesse nimmt sie uns mit auf eine postapokalyptische Reise“, erläutert Galerist Jens Mentrup. Die Fotografien sind für 4.000 bis 6.000 Euro zu haben.

In der Halle 11.2. mit zeitgenössischer Kunst macht die Galerie Eigen + Art aus Berlin und Leipzig auf faszinierende Arbeiten des 90jährigen Vertreters der Konkreten Kunst, Karl-Heinz Adler, aufmerksam. Abweichend von der offiziellen Kunstdoktrin, hat er auch zu DDR-Zeiten abstrakt-konstruktivistische Werke realisiert. Sein grafisches Schaffen wird gerade von wichtigen Kuratoren wie Hans-Ulrich Obrist wiederentdeckt; die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ehren ihn zu seinem Geburtstag derzeit mit einer Ausstellung. In der Förderkoje „New Positions“ zeigt Eigen + Art den 1984 geborenen Leipziger Maler Titus Schade. Der Meisterschüler von Neo Rauch fertigt eigenständige kleinformatige Gemälde, die in Motivik und gestalterischer Überhöhung an Bilder von Lyonel Feininger oder Franz Radziwill erinnern. Bereits am Vernissagetag war fast die ganze Koje mit den 4.000 Euro teuren Gemälden ausverkauft.

Am Stand der Wiener Galerie Christine König bilden Juergen Tellers großformatige Fotografien des androgynen Models Andrej für 37.000 Euro einen Blickfang. Teller wird gerade mit einer großen Schau im Berliner Martin-Gropius-Bau geehrt. Wesentlich günstiger am Stand dann zwei hochästhetische Collagen von Gerhard Rühm für je 2.800 Euro. Als Geheimtipp für Einsteiger gelten die Auftritte der Kunstvereine aus Köln, Düsseldorf, Bonn und Aachen. Hier sind Auflagenwerke namhafter Künstler oft schon für wenige Hundert Euro erhältlich. So offeriert etwa der Bonner Kunstverein eine kleine Fotografie des Hamburger Künstlers Jochen Lempert. Über dem schemenhaften Untergrund hat er hier eine bizarr gefleckte Motte platziert – für 200 Euro. Ein absolutes Schnäppchen: Immerhin ist Lempert auch in den Sammlungen des New Yorker MoMA und des Pariser Centre Pompidou vertreten.

Ungemach droht der Art Cologne indes aus der Nachbarstadt Düsseldorf. Unter maßgeblicher Beteiligung der Messe Schweiz, die auch die weltweit wichtigste Kunstmesse Art Basel betreibt, findet im kommenden November erstmals die neue Regionalmesse Art Düsseldorf statt. Art Cologne-Direktor Daniel Hug empfindet das als Kampfansage und spricht von „Kolonialismus“. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob der Newcomer tatsächlich das Potenzial hat, der gut aufgestellten Art Cologne das Wasser abzugraben. Die Kölner selbst setzen allerdings auch auf Expansion: Sie übernehmen zum Herbst die zuletzt stark von Ausstellermangel geplagte ABC Art Berlin Contemporary. Unter dem neu geschaffenen Label „Art Berlin“ wird die Kölner Messegesellschaft mit ihrer Art Cologne dann also auch als Messeveranstalter in der Hauptstadt präsent sein.

Die 51. Art Cologne findet auf dem Gelände der Messe Köln in den Hallen 11.1, 11.2 und 11.3 statt. Sie hat am 26. und 28. April von 11 bis 19 Uhr, am 29. April von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 25 Euro, ermäßigt 20 Euro, die Abendkarte ab 16 Uhr ebenfalls 20 Euro. Die Zweitageskarte kostet 35 Euro, der Katalog 30 Euro.

Kontakt:

KölnMesse GmbH

Messeplatz 1

DE-50679 Köln

Telefax:+49 (0221) 821 2574

Telefon:+49 (0221) 8210

E-Mail: info@koelnmesse.de

www.artcologne.de



27.04.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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