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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Die Offerte bei Hassfurther in Wien überzeugt mit 25 Arbeiten des Österreichers Rudolf Wacker

Verzerrtes Selbstbildnis



Rudolf Wacker, Der Maler (Selbstbildnis mit Palette), 1924

Rudolf Wacker, Der Maler (Selbstbildnis mit Palette), 1924

Ganz in Blau hat sich der österreichische Maler Rudolf Wacker in seinem Selbstbildnis aus dem Jahr 1924 gekleidet. Er blickt den Betrachter misstrauisch durch seine geröteten Augen an und verzieht die langen dunkeln Brauen in seinem fahl-grünen Gesicht. Auffällig ist die große spitze Nase, die über die dünnen Lippen aus dem Gesicht ragt. Die Haare bedecken eine rote Mütze, sodass nur wenige wirre Strähnen hervorschauen. In der rechten Hand hält Wacker seine Palette mit zahlreichen geometrischen Farbklecksen, während seine Linke hinter der vor ihm platzierten Leinwand mit einem Frauenportrait verschwindet. Die kantige, überzeichnete Formensprache zusammen mit den leuchtenden Farbkontrasten ergibt den aufgeregten Gesamteindruck der Malerei. So lässt sich die Arbeit in Wackers expressionistische Phase einordnen, die er durchlief, nachdem es ihn 1920 nach Berlin zog. Das farbintensive Ölgemälde liegt nun bei Wolfdietrich Hassfurther in Wien für stolze 150.000 bis 300.000 Euro bereit und reiht sich damit in teuersten Arbeiten Wackers ein. Mit insgesamt 25 Arbeiten stellt der österreichische Künstler eine erstaunlich große Anzahl an Werken für die Auktion.


Etwa in die gleiche Zeit wie das Selbstportrait ist die „Frau vor dem Spiegel“ einzuordnen. Sie sitzt an einem kleinen Schminktisch und frisiert sich die Haare, wobei sie dem Betrachter den Rücken zuwendet. Rückseitig ist zudem noch ein flott gemalter Akt mit blauem Tuch zu haben (Taxe 25.000 bis 30.000 EUR). Auf mindestens 40.000 Euro soll es Rudolf Wackers Bildnis seiner Frau Ilse bringen, das sich durch seinen groben Duktus und die knalligen Farben auszeichnet. Auch hier hat Wacker die Rückseite mit einem Stillleben samt Blumenvase und afrikanischer Figur bemalt. Seine Vorliebe für weibliche Modelle bezeugen zudem die mehrfach vorhandenen Skizzen eines meist liegenden Aktes. Auf 2.000 bis 4.000 Euro ist eine solche Arbeit mit roter Farbkreide aus dem Jahr 1933 angesetzt. Sich selbst hat Wacker noch einmal mit Kohle auf Papier in existentieller Gestalt niedergelegt (Taxe 7.000 bis 12.000 EUR). Dass der Österreicher nicht immer leuchtende Farben und expressive Formen verwendete, beweist ein früheres Selbstbildnis von 1913. Adrett gekleidet präsentiert sich Wacker als Zwanzigjähriger mit Seitenscheitel im Profil vor einer dunklen Wand (Taxe 20.000 bis 35.000 EUR).

Selbstverständlich bietet die Offerte auch Arbeiten von Alfons Walde. Das „Tiroler Dorf“ zeigt die Kirche von Aurach nahe Kitzbühel mit dem charakteristischen spätgotischen Turm samt barocker Zwiebelhaube, umgeben von verschneiten Gehöften. Mit einem Schätzwert von 120.000 bis 240.000 Euro könnte diese öfters wiederholte Ansicht das Spitzenobjekt der Auktion werden. Johann Matthias Ranftl interessierte sich 1844 in biedermeierlicher Genauigkeit für ein junges, innig zärtliches Bauernpaar mit Hund (Taxe 2.500 bis 5.000 EUR). Ins ärmliche Bauernleben nimmt den Betrachter auch der Norweger Knud Bergslien mit und zeigt ihm die einfache Mahlzeit einer fünfköpfigen Familie in einem dunklen Holzhaus (Taxe 8.000 bis 13.000 EUR). Das 19. Jahrhundert wartet zudem mit einem Aquarell Rudolf von Alts auf. 1880 hielt er den belebten Michaelerplatz in Wien fest. Der Blick geht über die Straßenkreuzung auf das alte Burgtheater, das sich imposant über der Menschenmenge erhebt (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR).

Eine winterliche Stadtansicht Wiens liefert Oskar Laske. Sein „Blick auf die Karlskirche und die Technische Hochschule“ von 1943 schildert das städtische Treiben in der verschneiten Hauptstadt (Taxe 6.000 bis 12.000 EUR). Ausgesprochen groß ist die Auswahl an Aquarellen der der k.u.k Kriegsmarine. Stellvertretend für die insgesamt 30 Arbeiten von August von Ramberg, Alexander Kircher, Ludwig Rubelli von Sturmfest, G. H. Landray und Tom Glazar sei das „Schlachtschiff S.M.S. Viribus Unitis 1913“ genannt. Ramberg ließ das imposante rauchende Schiff 1933 unter blauem Himmel vor einer hügeligen Küste neben Segelbooten ruhig schippern (Taxe 1.000 bis 2.000 EUR). Mit einem friedlichen Thema beschäftigte sich 1920 der Österreicher Max Oppenheimer. Es ist nicht zu erkennen, zu wem die vom Bildrand angeschnittenen Arme und Hände gehören, die die Geigen, Bratsche und das Cello spielen. Alle weisen in unterschiedliche Richtungen, während in der Mitte die aufgeschlagenen Notenbücher aufeinandertreffen. Jedenfalls gehören sie Hände zu den Musikern des Rosé-Quartetts. Angedacht sind für die dynamische Farblithografie 1.000 bis 2.000 Euro.

Ebenfalls bewegt, doch von einer ganz anderen künstlerischen Malweise ist Anton Koligs „Faust (in Memoriam Carl Moll)“ mit einigen Gestalten und einem geflügelten Putto von 1945. Der spätexpressionistische Künstler experimentiert mit einem groben Farbauftrag und erzielt dadurch eine faszinierende Oberflächenstruktur für das Gedächtnisbild an den verstorbenen Kollegen (Taxe 25.000 bis 30.000 EUR). Als einer der bedeutendsten österreichischen Maler der österreichischen Moderne gilt der 1887 in Sankt Martin bei Lofer geborene Anton Faistauer. Am 29. Mai ist bei Hassfurther eines seiner Stillleben um 1922 für 30.000 bis 60.000 Euro erhältlich. Auf einer hellen runden Tischplatte steht eine Obstschale mit Äpfeln und Trauben, wobei einige der Früchte direkt auf dem Tisch platziert sind. Sergius Pauser hat dagegen sieben Tulpen zu einem Strauß in einem Keramikkrug farbenfroh arrangiert (Taxe 5.000 bis 10.000 EUR).

Die Auktion „Alte Meister – Moderne“ findet am 29. Mai ab 18 Uhr bei Kunstauktionen Hassfurther in Wien statt. Vorbesichtigungen sind bis zum 29. Mai montags bis samstags von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr sowie am Sonntag von 11 bis 17 Uhr möglich.

Kontakt:

Galerie Hassfurther

Hohenstaufengasse 7

AT-1013 Wien

Telefon:+43 (01) 533 41 74

Telefax:+43 (01) 533 41 74 73

E-Mail: hassfurther@aon.at



25.05.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Maren Janka Hopp

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Taxe: 1.000 - 2.000 EURO

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