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Falsche Stoffe von Mona Ardeleanu in Nürnberg

Die Kunsthalle Nürnberg zeigt in ihrem Projektraum aktuell Gemälde von Mona Ardeleanu, die aktuell das Marianne-Defet-Malerei-Stipendium innehat. Im Mittelpunkt stehen präzise konstruierte, surreale Objekte, die zugleich organisch und geometrisch erscheinen und frei in einem undefinierten, monochromen Bildraum schweben. Täuschend echt gemalte Stoffe, Spitze, Schnur oder Fell erzeugen fantastische Körper und Bildflächen, die Assoziationen mit Fabelwesen, Architektur oder Kleidung in extremer Nahsicht hervorrufen. Die Künstlerin nutzt für die komplexen Faltenwürfe und ornamentalen Muster explizit keine Vorlagen, da sie der Meinung ist, dass die „Arbeiten einen Mehrwert erfahren, wenn die Dinge für das Bild entstehen und nicht von außen hineingetragen werden“.

Mona Ardeleanu wurde 1984 in Lörrach geboren und studierte unter anderem bei Alexander Roob, Daniel Richter, Franz Ackermann und Karin Kneffel. Sie ist die 12. Trägerin des Marianne-Defet-Malerei-Stipendiums und lebt daher seit März dieses Jahres im Atelier- und Galeriehaus Defet. Dort wird sie noch bis Juli an neuen Gemälden arbeiten, die anschließend der Werkschau im Projektraum hinzugefügt werden. Dieser „Szenenwechsel“ findet am 11. Juli statt und soll im direkten Vergleich zwischen alten und aktuellen Arbeiten einen Einblick in das Schaffen der jungen Malerin ermöglichen.

Während Mona Ardeleanu in ihren frühen Arbeiten mit teils altmeisterlicher Akribie und Detailverliebtheit spielt und ihre Körper mit Trompe-l’œil-Effekt als dreidimensionale Objekte in einem unbestimmten Raum platziert, setzt sie diesen Effekt in aktuellen Werken auch formatfüllend ein. Die gemalten Stoffe bleiben assoziationsreich und erinnern an barocke Draperien, Delfter Porzellan oder tropische Gärten. Jedoch verschwindet bei diesen Gemälden der neutrale Bildraum, und die gesamte Leinwand wird durch Stoffdraperien gefüllt. Seltsame Faltungen offenbaren das Potenzial des zweidimensionalen Raums, durch Kompression und Expansion bilden und erweitern die Faltungen den Raum So irritieren auch diese Gemälde die Wahrnehmungsprinzipien des Betrachters, für den es das Rätsel nach Innen oder Außen, Scheitel oder Kehle, Figur oder Grund zu entschlüsseln gilt.

Die Ausstellung „Mona Ardeleanu. Marianne-Defet-Malerei-Stipendium“ ist bis zum 13. August im Projektraum zu sehen. Die Kunsthalle Nürnberg hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, mittwochs zusätzlich bis 20 Uhr. Der Eintritt beträgt regulär 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Mittwochs ab 18 Uhr ist er frei.

Kunsthalle Nürnberg
Lorenzer Straße 32
D-90402 Nürnberg

Telefon: +49 (0)911 – 231 28 53
Telefax: +49 (0)911 – 231 37 21

Quelle: Kunstmarkt.com/Viviane Bogumil

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01.06.2017, Mona Ardeleanu

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Kunsthalle Nürnberg

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Mona Ardeleanu








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