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Prix Meret Oppenheim verliehen

Schweizer Grand Prix Kunst 2017 für Daniela Keiser

Das Schweizer Bundesamt für Kultur hat zum 17. Mal parallel zur Art Basel den mit je 40.000 Franken dotierten Prix Meret Oppenheim vergeben. Die drei herausragenden Schweizer Kunstschaffenden sind die Künstlerin Daniela Keiser, der Architekt Peter Märkli sowie der Autor und Kurator Philip Ursprung. Daniela Keiser, 1963 in Neuhausen geboren, arbeitet in Zürich als Konzept- und Installationskünstlerin mit Fotografie und Sprache. In ihrem aktuellen Werk „In and Out of Translation“ ließ sie Übersetzer zusammen kommen, die ihre diversen Textarbeiten aus der Perspektive des Übersetzers besprechen und zu einer Publikation zusammenfassen. Eine weitere wichtige Rolle nimmt die Fotografie ein, die meist in Installationen, Gruppen und Serien die Wahrnehmungsgrenzen der Betrachter ausreizt. Keiser studierte an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel sowie an der Hochschule der Künste Zürich. Seit 2008 lehrt sie an der Hochschule der Künste in Bern. Ihre Kunstwerke sind unter anderem in Fotomuseum Winterthur, im Museum für Gegenwartskunst Basel und in der Schweizerischen Nationalbibliothek in Bern zu sehen.

Der 1953 in Zürich geborene Peter Märkli wird für seine Bauten, Zeichnungen und Lehre geschätzt. Auch wenn die Architektur historisch und gesellschaftlich eingebunden ist, fasst er sie gegenwärtig und partiell unabhängig auf. Das gute und ausdrucksstarke Bauen soll einfache und besondere Fragen der Architektur beantworten, ohne sich im Außergewöhnlichen oder Modischen zu verlieren, so in der Begründung. Märkli studierte an der ETH Zürich und entwarf dort erste Neubauten mit Gody Kühnis. Seit 1978 führt er sein eigenes Architekturbüro und widmet sich parallel der Zeichnung. 1992 wurde Märkli international bekannt durch den in Kooperation mit Stefan Bellwalder erarbeiteten Bau des Museums „La Congiunta“ für Arbeiten von Hans Josephsohn in Giornico. Weitere Projekte waren das Synthes-Gebäude in Solothurn, das Versicherungsgebäude am Mythenquai oder das Apartmenthaus an der Hohlstrasse in Zürich. Bis 2015 lehrte Peter Märkli 13 Jahre lang an der ETH Zürich und präsentierte Ausstellungen etwa in Moskau, London, Tokio oder Neu-Delhi wie auch auf der Architekturbiennale in Venedig.

Philip Ursprung, geboren 1963 in Baltimore, arbeitet in seiner teils interdisziplinären Forschung mit der Übertragung von Begriffen, Konzepten und experimentellen Untersuchungsmethoden, die er zur Erweiterung des theoretischen Diskurses nutzt. Der Kunsthistoriker, der zudem Geschichte und Germanistik in Genf, Berlin und Wien studierte, besitzt in „seinen vielfältigen Funktionen und mit den unterschiedlichen Formaten eine Sensibilität für jene unscharfen Grenzzonen, in denen erstarrte Definitionen versagen, vitale Kräfte in Bewegung sind und unerwartete Verbindungen entstehen – wodurch sich neue intellektuelle und gestalterische Freiheiten eröffnen“, so die Jury. Ursprung wurde 1993 mit der Arbeit „Kritik und Secession, ‚Das Atelier‘, Kunstkritik in Berlin von 1890 bis 1897“ an der Freien Universität in Berlin promoviert. Sechs Jahre später folgte die Habilitation an der ETH Zürich. Er lehrte unter anderem an der Columbia University in New York, am Barcelona Institute of Architecture und unterrichtet seit 2011 an der ETH Zürich. Zudem war er etwa Gastkurator am Museum für Gegenwartskunst in Basel und am Canadian Center for Architecture in Montreal.

Der Schweizer Grand Prix Kunst/Prix Meret Oppenheim wird seit 2001 auf Empfehlung der Eidgenössischen Kunstkommission an Persönlichkeiten der Kunst, Kunstvermittlung und Architektur verliehen. Anlässlich der Preisverleihung veröffentlicht das Bundesamt für Kultur die Publikation „Prix Meret Oppenheim 2017“, die die Preisträger vorgestellt.

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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