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200 Jahre Kunstverein in Hamburg: Eine Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle macht deutlich, wie eng Kunstverein und Kunsthalle einst miteinander verflochten waren. Gleichzeitig zeigt sie neue Wege der Kooperation auf

Bürgerstolz und Sammelleidenschaft



Kunst als Bürgerinitiative. Anders als in den einst vom Adel geprägten Residenzstädten Berlin, München oder Dresden existieren in der Kaufmannsstadt Hamburg keine fürstlichen Kunstsammlungen. Daher ist es auch nicht besonders verwunderlich, dass zwei der wichtigsten Kunstinstitutionen der Stadt auf bürgerliches Engagement zurückzuführen sind: der Kunstverein und die Kunsthalle. Vor 200 Jahren gründeten kunstsinnige Bürger den Kunstverein in Hamburg und somit einen der ältesten Kunstvereine Deutschlands. Anlässlich des 200jährigen Jubiläums zeichnet jetzt die Hamburger Kunsthalle in der Schau „Kunst ist öffentlich. Vom Kunstverein zur Kunsthalle“ anhand von rund 100 Werken aus dem Sammlungsbestand die Geschichte des Kunstvereins nach.


Beide Institutionen waren über lange Zeit eng miteinander verknüpft. Etliche Schlüsselwerke der Sammlung der Kunsthalle wurden im Kunstverein zuerst präsentiert. So etwa das berühmte Gemälde „Das Eismeer“ aus dem Jahr 1823/24 von Caspar David Friedrich, das im ersten der sechs Themenräume dieser Schau ein wichtiges Schlaglicht auf die Ausstellungstätigkeit des Kunstvereins wirft. Dort hing das ikonische Gemälde in der ersten Ausstellung im Jahr 1826 zusammen mit 250 anderen Werken.

Die historisch angelegte Ausstellung untersucht anhand unterschiedlicher Beispiele, wie sich der Kunstgeschmack in der Hansestadt allmählich entwickelte. Traditionell beliebt bei den Mitgliedern des Kunstvereins, die häufig selber sammelten, waren niederländische Landschaften und Interieurs. Aus dem Kupferstichkabinett der Kunsthalle stammt eine Auswahl von 50 sogenannten „Vereinsblättern“. Das sind druckgrafische Werke, die die Mitglieder des Kunstvereins als Prämie für ihren Mitgliedsbeitrag erhielten. Aus dieser Praxis hervorgegangen sind die sogenannten „Jahresgaben“, die heute nahezu jeder Kunstverein seinen Mitgliedern anbietet. In der Ausstellung zu sehen ist vor allem Reproduktionsgrafik nach Gemälden, etwa der schöne Kupferstich von Louis Jacobs „Die Schule von Athen“ aus dem Jahr 1885 nach einem Fresko von Raffael.

Weitere wichtige Ausstellungen des Kunstvereins werden beleuchtet, etwa eine Schau aus dem Jahr 1927 zur europäischen Kunst der Gegenwart mit 271 Künstlern. Herausragendes Werk hier ist das Gemälde „Arabischer Friedhof“ von Wassily Kandinsky aus dem Jahr 1909. Das Kapitel Nationalsozialismus wird nicht ausgespart. Bereits im Jahr 1933 wurde der Kunstverein gleichgeschaltet. Der grobschlächtig-antimoderne Stil der NS-Künstler setzte sich durch. Richard Scheibes hünenhafter „Denker“ etwa legt davon Zeugnis ab. Aufbruch dann nach dem zweiten Weltkrieg mit Erwerbungen des Kunsthallendirektors Carl Georg Heise von Ernst Barlach, Käthe Kollwitz, Gabriele Münter oder Ernst Wilhelm Nay.

Die Ausstellung wagt dann einen großen Sprung in die Gegenwart und präsentiert im letzten Raum die Klanginstallation „Frames“ der in Berlin lebenden Norwegerin Hanne Lippard, Jahrgang 1984, die Zeit und Raum mit dem Rhythmus ihrer eigenen Stimme einfängt. Ein historischer Einschub aus den 1970er Jahren rundet dann die Schau ab. Der Konzeptkünstler Blinky Palermo realisierte im Jahr 1973 eine Wandmalerei in den Räumen des Kunstvereins. Als dieser Bau 1991 abgerissen wurde, um Platz für die Galerie der Gegenwart zu schaffen, entdeckte man die übermalte Wandarbeit und sicherte sie. Heute ist sie in der Galerie der Gegenwart dauerhaft zu sehen.

Die Ausstellung „Kunst ist öffentlich“ kommt einem neuerlichen Brückenschlag zwischen den beiden heute unabhängig voneinander agierenden Institutionen gleich. Kunsthallendirektor Christoph Martin Vogtherr fasst die Kernfragen der Schau wie folgt zusammen: „Welche Beziehungen bestehen zwischen Kunst und Öffentlichkeit? Wie können sich Institutionen in der Stadt neu positionieren? Was kann die Stadt von der Kunst erwarten?“

Die Ausstellung „Die Kunst ist öffentlich. Vom Kunstverein zur Kunsthalle“ läuft bis zum 10. September. Die Hamburger Kunsthalle hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 6 Euro, am Wochenende 14 Euro bzw. 7 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre ist er kostenlos.

Kontakt:

Hamburger Kunsthalle

Glockengiesserwall

DE-20095 Hamburg

Telefon:+49 (040) 428 131 200

Telefax:+49 (040) 428 543 409



25.06.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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23.06.2017, Die Kunst ist öffentlich. Vom Kunstverein zur Kunsthalle

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