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Spitzweg und Pflug in Schweinfurt

Johann Baptist Pflug, Das Bäuerlein auf dem Studentenkommers, um 1829

Das Schweinfurter Museum Georg Schäfer widmet seine aktuellen Schau dem Thema der Sittenschilderung bei Johann Baptist Pflug und Carl Spitzweg. Die etwa 100 Werke bieten einen Vergleich zwischen dem älteren, aus dem oberschwäbischen Biberach stammenden Maler Pflug und seinem jüngeren Kollegen Spitzweg. Die Gemälde der beiden beinhalten Komik, die jedoch bei näherer Gegenüberstellung unterschiedliche Nuancen besitzt. Ab 1828 ist ein Wandel bei der Sittenschilderung zu beobachten, da dieses Genre nun vermehrt humoristische Untertöne erhält, die auch in der damaligen Theaterpraxis zu verfolgen sind. So bietet die Ausstellung auch Exponate aus dem Münchner Theatermuseum.

Der 1785 geborene Genremaler Johann Baptist Pflug studierte an der Münchner Akademie. Seine Vorliebe für die Kunst der Niederländer des 17. Jahrhunderts spiegelt sich nicht zuletzt in seiner wirklichkeitsnahen Schilderung und seiner Freude am Detail wie auch an der Stofflichkeit. Seine Themen waren unter anderem das Portrait, Soldaten und Militär, Trachten, Räuberszenen und Genredarstellungen der ländlichen Umgebung. Für das Schaffen Pflugs ist es charakteristisch, dass die Dinge aus dem Ruder laufen, drollige Personen auftreten und Festivitäten ins Groteske oder Burleske abdriften. Der Humor sei „knitz“, so Kurator Wolf Eiermann. Im süddeutschen Raum bedeutet dies auf liebenswerte Weise raffiniert und gewitzt. Ein drolliges und belebtes Miteinander malte Pflug um 1829 in „Dem Bäuerlein auf dem Studentenkommers“. Ein älterer Bauer mit Dreispitz sitzt im Zentrum der angetrunkenen Gesellschaft auf einem Stuhl, der erhöht auf einem Tisch steht. Freudig erhebt er sein Glas, umringt von jungen Studenten in diversen Kopfcouleurs und mit teils drollig übergroßen Köpfen. So erinnert der pausbackige blond gelockte Mann links vom „Bäuerlein“ an einen barocken Putto. Ruhiger und gepflegter geht es in der 1828 entstandenen „Taufvisite im evangelischen Pfarrhaus“ zu. Hier ist es die griesgrämige Mimik der Großmutter und der Kleriker, die dem Betrachter ein Schmunzeln entlocken.

Carl Spitzweg hingegen nutzt oftmals die Karikatur und Satire, etwa um 1870 in dem Gemälde „Serenissimus / Er kommt“. Diese veraltete Anrede für einen Fürsten verkörpert der sich selbst wichtig nehmende und stolz einherschreitende Mann mit Perücke, den Spitzweg ähnlich einem Theaterauftritt in Szene setzt. Der Soldat zur linken zollt dem hochnäsigen Bürger seinen Respekt, indem er sein Gewehr ungelenk stramm stehend erhebt. Spitzweg hält anders als Pflug Einzelfiguren fest, die Außenseiter sind, wie etwa der „Arme Poet“ oder arbeitslose Schauspieler. Er analysiert die Welt des Biedermeier und verdeutlicht ihre Eigenheiten und menschlichen Charakterzüge.

Die Ausstellung „Spitz und Knitz. Carl Spitzweg und Johann Baptist Pflug“ läuft bis zum 24. September. Das Museum Georg Schäfer hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt 7 Euro, ermäßigt 6 Euro. Jeden ersten Dienstag im Monat ist der Eintritt frei.

Museum Georg Schäfer
Brückenstraße 20
D-97421 Schweinfurt

Telefon: +49 (0)9721 – 51 48 20
Telefax: +49 (0)9721 – 51 48 31

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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02.07.2017, Knitz und Spitz – Johann Baptist Pflug und Carl Spitzweg. Ein Vergleich

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Johann Baptist Pflug, Das Bäuerlein auf dem
 Studentenkommers, um 1829
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