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Otto Marseus van Schrieck in Schwerin

Otto Marseus van Schrieck, Waldboden mit blauen Winden und Kröte, 1660

Das Staatliche Museum in Schwerin präsentiert aktuell den Erfinder des Waldbodenstilllebens Otto Marseus van Schrieck. Die Ausstellung in der Galerie Alte & Neue Meister setzt das Werk des 1619/20 in Nimwegen geborenen und 1678 in Amsterdam verstorbenen Malers in den Kontext seiner Zeitgenossen. Ferner will sie die Verbindungen von Kunst zur damaligen Wissenschaft mit Gemälden, Zeichnungen, Druckgrafiken, Büchern und Instrumenten des 17. Jahrhunderts illustrieren.

Otto Marseus van Schrieck malte zunächst Blumenstillleben. Erst in den 1660er Jahren wandte er sich vermehrt der Darstellung von Pilzen, Insekten, Spinnen, Reptilien und Amphibien in der Natur zu. Sein Interesse an diesen Lebewesen, die er teilweise selbst in Terrarien hielt, entsprach der Forschung der damaligen Zeit. So erlaubte die Beobachtung die Einsicht, wie sich einfache Tiere fortpflanzen. Damit wurde die antike These der Spontangense, das Entspringen von Lebewesen aus unbelebter Materie, abgelöst. Marseus van Schrieck transferierte die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse auch in seine Bilder, wie im „Waldboden mit blauen Winden und Kröte“ von 1660. Die kunstvolle Darstellung der Motive findet ihren Höhepunkt bei der Kröte, die mit ihrer langen Zunge gerade einen Schmetterling gefangen hat und gleich verspeisen wird. Die Auswahl der Insekten ist groß, so bahnt sich über einer Gottesanbeterin auch eine Raupe ihren Weg am Stängel der Blume, die zudem von einer Wespe und roten Libelle umflogen wird. Der Maler fügte auch echte Schmetterlingsflügel in seine Bilder ein, so dass die Wirklichkeit quasi Bestandteil des Werkes wurde.

Mit der Entwicklung des Mikroskops nach etwa 1595 in den Niederlanden eröffnete sich den Gelehrten des Barock eine neue Welt. Der Buchgelehrsamkeit fügte sich die empirische Forschung hinzu. Das bildliche Festhalten der Entdeckungen ließ Künstler Teil der wissenschaftlichen Kreise werden. Das eingehende Studium von Flora und Fauna illustriert in der Ausstellung Willem van Swanenburghs Radierung „Botanischer Garten der Universität Leiden“ aus dem Jahr 1610. Naturaliensammlungen verbreiteten sich international, und so hielten Künstler neben Gärten auch die angelegten Sammlungen etwa von Insekten und Muscheln in Bildatlanten fest, die eine vermittelnde Rolle einnahmen. Otto Marseus van Schrieck übertrug diese gelehrte Detailfreude und wissenschaftliche Erkenntnis in seine Gemälde, etwa bei der „Großen Distel“ mit der feinen Struktur der Blätter und den zahlreichen Schmetterlingen.

Die Ausstellung „Die Menagerie der Medusa. Otto Marseus van Schrieck und die Gelehrten“ läuft vom 7. Juli bis zum 15. Oktober. Die Galerie Alte & Neue Meister in Schwerin hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 5,50 Euro, ermäßigt 4 Euro. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Staatliches Museum Schwerin – Galerie Alte & Neue Meister
Alter Garten 3
D-19055 Schwerin

Telefon: +49 (0)385 – 59 58 0
Telefax: +49 (0)385 – 56 30 90

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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07.07.2017, Die Menagerie der Medusa - Otto Marseus van Schrieck und die Gelehrten

Bei:


Staatliches Museum Schwerin

Variabilder:

Otto Marseus van Schrieck, Waldboden mit blauen
 Winden und Kröte, 1660
Otto Marseus van Schrieck, Waldboden mit blauen Winden und Kröte, 1660

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Otto Marseus van Schrieck, Die große Distel
Otto Marseus van Schrieck, Die große Distel

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Willem van Swanenburgh, Botanischer Garten der Universität
 Leiden, 1610
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Künstler:

Otto Marseus van Schrieck








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