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Manor Kunstpreis: Alexandra Meyer in Schaffhausen

Alexandra Meyer hat vergangene Woche in Schaffhausen den Manor Kunstpreis 2017 erhalten. Nun ist im dortigen Museum zu Allerheiligen ihre Preisträgerausstellung zu sehen. Neben Videoarbeiten, einer konzeptuellen Installation und Objekten hat die 1984 in Winterthur geborene Künstlerin ihre Schau auch mit Kohlezeichnungen bestückt. In dieser ersten Einzelausstellung ihrer Arbeiten in einem Museum bilden der Atem und Körper, die Luft, Kraft, Identität, Erinnerung und hinterlassene Spuren die Thematik. Ihre Kunst kennzeichnet eine schlichte Ästhetik und eine auf das Wesentliche konzentrierte Bildsprache.

Alexandra Meyer, die zunächst den Vorkurs an der F + F Schule für Kunst und Mediendesign in Zürich besuchte, bevor sie ihr Kunststudium an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW in Basel aufnahm und nun mit den Masterstudiengang fortsetzt, arbeitet in Schaffhausen neuerdings mit Serien. Ihre Arbeiten beinhalten oftmals eine gewisse Leichtigkeit und Humor. In der Videoprojektion „Breath“ wirkt das gemeinsame kontrollierte Atmen mehrerer Menschen als einende Kraft. Zunächst halten alle still die Luft an, um sie dann zusammen geräuschvoll auszuatmen. Dieser sich wiederholende Akt verdeutlicht einerseits, dass alle Menschen das Atmen verbindet, und andererseits verweist er darauf, dass die Luft einer der am meisten geteilten Gegenstände ist.

Ein überraschender Ansatz in der Bildniskunst gelingt Alexandra Meyer in der Installation „Portraits“. Mehrere herabhängende Butterflynadeln sind an dünne und mit Blut gefüllte medizinische schmale Schläuche angeschlossen. Das Ende bildet die Nadel, die von einer schützenden, an eine Glockenblume erinnernden durchsichtigen Plastikhülle verdeckt ist. Der Lebenssaft ist Menschen entnommen, die ihr „Herzblut“ für die Kunst geben, so Isabelle Köpfli, Kuratorin der Ausstellung. Das Individuelle dieser gleichförmigen Anordnung ist in der dunkelroten Flüssigkeit gewahrt. Es gelingt Alexandra Meyer damit, Fragen der menschlichen Existenz aus einer unerwarteten Perspektive zu beleuchten.

Der mit 15.000 Schweizer Franken dotierte Manor Kunstpreis wird vom gleichnamigen Kaufhaus an junge förderwürdige Künstler verliehen. Die Auswahl der Preisträger erfolgt in Zusammenarbeit mit Museen in jeweils zwölf Schweizer Städten. Zu den Preisträger gehören etwa Luciano Castelli, Thomas Huber, Marie José Burki, Pipilotti Rist, Alexandra Maurer, Zilla Leutenegger, Mai-Thu Perret, Yves Netzhammer oder Ester Vonplon.

Die Ausstellung „Manor Kunstpreis Schaffhausen 2017. Alexandra Meyer“ läuft bis zum 24. September. Das Museum zu Allerheiligen hat täglich außer montags zwischen 11 und 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Franken, ermäßigt 9 Franken; bis zum Alter von 25 Jahren ist er umsonst. Die Publikation zu Alexandra Meyer kostet im Museum 27 Franken.

Museum zu Allerheiligen
Baumgartenstraße 6
CH-8200 Schaffhausen

Telefon: +41 (0)52 – 633 07 77
Telefax: +41 (0)52 – 633 07 88

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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05.07.2017, Alexandra Meyer - Manor Kunstpreis Schaffhausen 2017

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Museum zu Allerheiligen

Künstler:

Alexandra Meyer








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