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Jan Koblasa ist tot

Jan Koblasa gestorben

Der Bildhauer Jan Koblasa ist letzte Woche im Alter von 84 Jahren gestorben. Der 1932 im südböhmischen Tabór geborene Künstler gründete 1969 die Bildhauerklasse an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel und unterrichtete dort bis 1997. Koblasa, der auch als Maler, Grafiker und Essayist wirkte, kam 1968 nach Norddeutschland, um seine Einzelausstellung zur Kieler Woche vorzubereiten. Es folgte ein Aufenthalt in Italien, wo der Künstler die Nachricht von der Niederschlagung des Prager Frühlings erhielt. Daraufhin beantragte Koblasa Asyl in Deutschland und zog nach Kiel. Erst 1991 konnte er dank der Einladung des damaligen Präsidenten Václav Havel in seine Heimat zurückkehren. Fortan lebte und arbeitete er in Hamburg und Prag.

In Norddeutschland finden sich zahlreiche seiner Arbeiten im Öffentlichen Raum, darunter die Bronzegruppe „Drei Stehende“ von 1980/81 in Lübeck oder sein „Buddha“ aus Stein in Kiel von 1976. Das zentrale Thema der Skulpturen Jan Koblasas ist die menschliche Gestalt, die er als einzelne Figur oder die Gruppe ausführt und sie meist stark reduziert und gänzlich abstrahiert. So bliebt bei seiner „Arabella“ von 1983 im Kirchhof des Lübecker Doms nur ein rechteckiger Steinblock übrig. Oft liegt seinen Werken ein religiöses oder politisches Motiv zugrunde. Koblasa verfolgte in seinem Schaffen eine Innerlichkeit und erklärte dazu: „Ich will das sagen, was ist, aber nicht das, was sichtbar ist.“

1988 schuf Jan Koblasa die Bronzestele „Christus“ für den Skulpturenpark von Schloss Gottorf in Schleswig, dem er 1990 die vier bronzenen „Boten“ beifügte. Die zwei Arbeiten bilden nun eine sich ergänzende Gruppe, wobei die schlanken überlangen Figuren nachdenklich wirken. Jegliche Handlung ist durch das Fehlen von ausgreifenden Armen und Beinen minimiert. Der leicht geneigte Kopf der Christusfigur unterstützt den Eindruck der Verinnerlichung. Ein freundlicher und beschwingter Ton durchfließt die bunte und stark vereinfachte Form eines Hauptes in der Betonskulptur „Kopf“ von 1975 für die Paul-Gerhardt-Schule in Lübeck. Die farbige Gestaltung obliegt nach gewisser Zeit immer wieder den Schülern.

Jan Koblasa studierte von 1952 bis 1958 an der Akademie der Bildenden Künste in Prag. Parallel gründete er mit seinen Künstlerfreunden Bedrich Dlouhý, Karel Nepraš und Jaroslav Vožniak den dadaistischen Herrenklub Šmidrové. Koblasa stellte international aus, wurde mit Preisen und Würdigungen geehrt, darunter mit der Medaille ersten Grades der Tschechischen Republik für seine künstlerische Tätigkeit oder dem Preis der Grafikbiennale in Ljubljana, und war Ehrengast der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom. Zu seinem 80. Geburtstag wurde sein Œuvre in Ausstellungen im Neuen Museum Nürnberg und auf der Prager Burg gewürdigt. Zudem zeigte er seine Arbeiten im Museum Bochum und dem Landesmuseum Schleswig-Holstein. Von 2002 bis 2005 war Koblasa Professor für Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Prag.

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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