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Das Museum Pfalzgalerie in Kaiserlautern würdigt derzeit Charles Cecil Pollock und stellt das Schaffen des amerikanischen Farbfeldmalers in der ersten musealen Präsentation in Deutschland vor

Ein großer Name, ein beinahe vergessener Künstler



Die Welt ist nicht immer gerecht, die Kunstwelt schon gar nicht. Kaum irgendwo sonst ist man von Zeitströmungen und Geschmäckern, von Trends und öffentlicher Meinung abhängiger als in der Kunst. Die Mode einmal außen vor gelassen. Charles Cecil Pollock, dem ältesten der fünf Söhne der Familie Pollock, ist es so ergangen, als sein zehn Jahre jüngerer Bruder Jackson eine steile Malerkarriere mit seinen Action Paintings hinlegte. Das Ungerechte daran ist, dass es Charles Pollock war, der seinen Bruder „...mit der Welt der Kunst, der Bilder bekannt gemacht hat“, so Britta Buhlmann, Leiterin des Museums Pfalzgalerie in ihrer Eröffnungsrede. Das Museum in Kaiserslautern hat sich unter Insidern einen Namen als Institution aufgebaut, die mit dem beharrlichen Forschergeist von Britta Buhlmann die zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Künstler neu zu präsentieren und so ins Bewusstsein der Kunstgemeinde zurückzubringen weiß. Und jetzt hat sie Charles Pollock aufs Parkett gehoben.


Charles Cecil Pollock, dessen erste Museumsausstellung in Deutschland nun in Kaiserslautern zu sehen ist, kam durch das Ehepaar Otto und Kirstin Hübner, die in München ihre Galerie American Contemporary Art betreiben und selbst Sammler sind, ins Haus. Sie stellten auch den Kontakt zu Charles’ Witwe Sylvia Pollock und deren Tochter Francesca her. Beide kamen zur Eröffnung nach Kaiserslautern, direkt aus Paris, wo sie das Charles Pollock Archiv betreuen. Hier lagern nicht nur über 500 Werke des Künstlers, sondern auch ein umfangreiches Archiv von Fotos und Briefen, vor allem die Korrespondenz zwischen Charles und Jackson Pollock. „Die Ausstellung in Kaiserslautern zu sehen, rührt mich sehr“, sagte Francesca Pollock. „Die Ausstellung ist sehr intelligent gehängt, schafft viele Korrespondenzen. Ich sehe die Bilder ja meistens nur im Lager.“

Das Pollock Archiv hat als Leihgeber die Ausstellung unterstützt. Pollock starb 1988 in Paris, nachdem er mit seiner Familie 1971 in die französische Kapitale umgesiedelt war. Seine Frau arbeitete als Direktorin eines Verlages, Charles richtete sich ein Atelier in der Rue du Cherche-Midi ein. Orientierte sich Pollock in den Anfängen seiner Laufbahn am „Sozialen Realismus”, so wie sein Lehrer Thomas Hart Benton, wandte er sich später dem deutsch-amerikanischen Maler Hans Hofmann und dem Franzosen Henri Matisse zu. Angeregt durch eine Dozentur für Kalligraphie, Typographie, Druck und Design im Jahr 1942, zeigten seine Arbeiten kalligraphische Pinselstriche und dicht mit Farbschichten übersäte Schriftzeichen, in denen sich die Initialen C und P entdecken lassen. Auch die „écriture automatique“ – Bilder und Gefühle werden ohne nachzudenken zu Papier gebracht – lässt sich in diesen frühen Werken entdeckten.

Durch den frühen Tod von Jackson Pollock, der 1956 bei einem Verkehrsunfall starb, und dem der Mutter zwei Jahre später legte Charles Cecil Pollock eine dreijährige Schaffenspause ein. Sein Malstil änderte sich. Schwarze Flächen werden auf gedämpft farbigem Malgrund aus Grau, Braun, dunklem Grün und Blau aufgebracht. Die Schwere in diesen Bildern verarbeitet den Schmerz und die Trauer. Schwarz-weiße Collagen ergänzen diese Serie. Diese Technik ermöglicht dem Maler, unterschiedliche Bildkompositionen auszuprobieren. Der Umbruch in der Malerei Charles Pollocks geschieht in den Jahren 1961/62 durch seinen Aufenthalt in Europa. Die Farbe erobert wieder die Leinwand und das mit Macht. In der Reihe „Post Rome“ explodiert das Kolorit und wird dem „Colorfield Painter“ Pollock endlich gerecht. Pollock nannte das eine „spiritual power“, mit der er das Leben feierte. Werke zwischen 1950 und 1969, darunter die „Chapala“-Serie, entstanden 1955/56 in der Nähe des Chapala-Sees in Mexiko, zeigen einen Künstler, den man ab sofort nicht mehr vergisst.

Die Ausstellung „Pollock der Ältere. Meister der Farbe“ ist bis zum 29. Oktober zu sehen. Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern hat dienstags von 11 bis 20 Uhr, mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 5 Euro; für Kinder, Schüler und Studenten ist er kostenlos, ebenso jeden ersten Samstag im Monat für alle Besucher. Der 128seitige Ausstellungskatalog mit Beiträgen von Kirstin Hübner, Sylvia und Francesca Pollock sowie Annette Reich kostet 18 Euro.

Kontakt:

Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

Museumsplatz 1

DE-67657 Kaiserslautern

Telefon:+49 (0631) 36 47 201

Telefax:+49 (0631) 36 47 202



13.10.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Marianne Hoffmann

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Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


23.08.2017, Pollock der Ältere. Meister der Farbe

Bei:


Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

Künstler:

Charles Cecil Pollock










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