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Martha Rosler und das Künstlerkollektiv Jochen Schmith haben in Hamburg den diesjährigen Lichtwark-Preis erhalten

Auszeichnung für Unangepasste



Martha Rosler bei der Verleihung im Werner-Otto-Saal der Hamburger Kunsthalle

Martha Rosler bei der Verleihung im Werner-Otto-Saal der Hamburger Kunsthalle

Die New Yorker Künstlerin Martha Rosler hat am Montagabend den Lichtwark-Preis 2017 der Freien und Hansestadt Hamburg in der dortigen Kunsthalle entgegengenommen. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird seit 1951 alle vier Jahre vergeben und ist nach dem Gründungsdirektor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark, benannt. Martha Rosler, Jahrgang 1943, die in ihrem vielschichtigen Werk auch feministische Positionen vertritt, ist nach Hanne Darboven erst die zweite Frau, die den wichtigsten Kunstpreis der Hansestadt erhält.


In einer feierlichen Zeremonie wurden im Werner-Otto-Saal der Hamburger Kunsthalle Martha Rosler sowie die Preisträger des mit 5.000 Euro dotierten Förderpreises, das Hamburger Künstlerkollektiv Jochen Schmith, geehrt. Aufgelockert mit avantgardistischen Jazz-Einlagen der Saxophonistin Anna-Lena Schnabel, würdigten Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda sowie die Laudatorinnen Sabine Breitwieser aus Salzburg und Nina Möntmann aus Hamburg das Werk der frischgebackenen Lichtwark-Preisträger.

Martha Rosler hinterfragt in ihrem konzeptuellen Schaffen politische und gesellschaftliche Missstände wie militärische Aktionen und politische Propaganda, Gentrifizierung in den Metropolen, das Verblassen historischer Erinnerungskultur, die Ohnmacht gegenüber kapitalistischen Marktmechanismen oder den Sexismus im Alltag. Dass sie, nicht ohne feine Ironie, den Finger in die Wunde legt und bei ihren weltweiten Projekten der Gesellschaft und ihren Machthabern den Spiegel vorhält, bewies sie auch vor zwei Jahren in Hamburg. Damals kommentierte sie zusammen mit dem Urbanisten Miguel Robles-Durán in einer Plakataktion die Investorenarchitektur und Luxusversprechen der Hafencity.

In der Dia-Show mit Werken Roslers, die während der Preiszeremonie gezeigt wurde, fehlten allerdings genau diese Bilder. Erst nachdem Rosler in ihrer Dankesrede darauf hingewiesen hatte, wurden sie noch hastig in die Präsentation eingebaut. Doch da war das Gros der Festgesellschaft schon zu Drinks und Häppchen ins benachbarte Café Liebermann weitergezogen. Direkt von Hamburg aus ist Martha Rosler nach Moskau aufgebrochen, um in einem Workshop, einer Open Lecture und einem Filmprojekt gemeinsam mit russischen Teilnehmern die Machtstrukturen in Russland zu untersuchen.

Das Künstlerkollektiv Jochen Schmith als Förderpreisträger, bestehend aus den Künstlern Carola Wagenplast, Jahrgang 1975, und Peter Steckroth, Jahrgang 1973, verfolgt seit dem Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg ebenfalls konsequent einen kritisch-konzeptuellen Ansatz. Indem sie die verschiedenen Aktionsräume des Kunstbetriebs, insbesondere aber auch die Mechanismen des Kunstmarktes, subversiv hinterfragen, schaffen die Mitglieder auf den ersten Blick oft hochästhetische Arbeiten, denen aber stets eine hintergründig-ironische Bedeutungsebene eingeimpft ist.

In der Hamburger Kunsthalle war im Sommer Martha Roslers Schlüsselwerk „Semiotics of the Kitchen“, eine Video- und Performance-Arbeit aus dem Jahr 1975, in der Gruppenausstellung „Art and Alphabet“ zu sehen. Noch bis zum 30. November zeigt der „Drawing Room“ in Hamburg die Soloschau „Conversation Piece“ von Jochen Schmith.

Drawing Room – Esther Schulte & Alexander Sairally
Hofweg 6
D-22085 Hamburg

Telefon: +49 (0)40 – 55 89 57 24



17.11.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Kaum versprochen, schon gebrochen

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Martha Rosler bei der Verleihung im Werner-Otto-Saal der Hamburger Kunsthalle
Martha Rosler bei der Verleihung im Werner-Otto-Saal der Hamburger Kunsthalle

Variabilder:

Martha Rosler und Miguel Robles-Durán, We Promise! 22 Years of Urban Promises,
 2015
Martha Rosler und Miguel Robles-Durán, We Promise! 22 Years of Urban Promises, 2015

Variabilder:

in der Ausstellung „Jochen Schmith: Conversation Piece“
in der Ausstellung „Jochen Schmith: Conversation Piece“

Variabilder:

in der Ausstellung „Jochen Schmith: Conversation Piece“
in der Ausstellung „Jochen Schmith: Conversation Piece“

Künstler:

Martha Rosler

Künstler:


Carola Wagenplast

Künstler:


Peter Steckroth







in der Ausstellung „Jochen Schmith: Conversation Piece“

in der Ausstellung „Jochen Schmith: Conversation Piece“

Martha Rosler und Miguel Robles-Durán, We Promise! 22 Years of Urban Promises, 2015

Martha Rosler und Miguel Robles-Durán, We Promise! 22 Years of Urban Promises, 2015

in der Ausstellung „Jochen Schmith: Conversation Piece“

in der Ausstellung „Jochen Schmith: Conversation Piece“




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