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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Kunst aus dem 20. und 21. Jahrhundert mit einigen Leckerbissen bei Van Ham in Köln

Ein Nagel, eine Herde Nägel, Günther Uecker



Günther Uecker, both, 2011

Günther Uecker, both, 2011

Unter einem Meer aus geschlemmten Zimmermannsnägeln, die sich zu zwei ineinander übergehenden Wirbeln formen, liegt eine weiße-beige Farbschicht. Sie nimmt die Kreisgestalt ebenfalls auf. Die steifen geraden Nägel erlauben es Günther Uecker, das Bild in den umgebenden Raum greifen zu lassen und eine eher feste metallene Struktur zu einem poetischen Motiv in einer schwingenden Form zusammenzuführen, die einem Nagel allein nicht gegeben ist. Bedingt durch das wechselnde Tageslicht und einen sich verändernden Blickwinkel, werfen die Nägel immer andere Schatten und rufen eine neue Dynamik der Form hervor. So hat Uecker es 2011 auch bei der großformatigen Arbeit „Both“ gemacht, die mit einer Schätzung von 600.000 bis 800.000 Euro das Highlight der kommenden Auktionsrunde bei Van Ham in Köln stellt. Zudem ist die Provenienz illuster. Gehörte das Nagelbild doch dem wegen Betrugs verurteilten Düsseldorfer Kunstberater Helge Achenbach. Seine Frau hatte vor Gericht vergeblich um die Rückgabe des gepfändeten Kunstwerks gekämpft und dafür geltend gemacht, dass sich die Doppelspirale in ihrem Eigentum befände.


In derselben Abteilung Nachkriegskunst ist die Farbgewalt von Otto Pienes 1999/2002 entstandener „Pfaueninsel“ ebenfalls zu haben. Vor sonnengelbem Grund erinnern schwarze, blaue und türkisfarbene Farbkleckse an die Prunkfedern des Pfaus. Ein weiteres Werk des ZERO-Dreigestirns ist das Aluminium-Relief Heinz Macks von 1975. Durch seine gekonnte kleinteilige Musterung der Fläche in eine Pyramide und sich überschneidende Strahlen gelingt es Mack, das Licht und seine Bewegung einzufangen und im selben Moment dem Werk etwas Immaterielles zu verleihen (Taxe je 100.000 bis 150.000 EUR). Bei den Werken der „Moderne“, die ebenso wie die zeitgenössische Kunst am 29. November versteigert werden, nimmt Alexej von Jawlenskys expressionistisch abstrakte Traumlandschaft „Rêve d’or“ von 1918 bei 150.000 bis 200.000 Euro die Position des teuersten Werkes ein. Bei den zeitgenössischen Künstlern finden sich neben Fotografien, Arbeiten auf Papier und Gemälden auch einige Skulpturen, etwa Jeff Koons’ Auflagenobjekt „Dom Pérignon Balloon Venus“ von 2013 in leuchtendem Magenta samt der für ihn typischen Hochglanzoberfläche (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR).

Moderne

Max Ackermann kombiniert 1954 abstrakte Formen in leuchtendem Weiß, dunklem Schwarz und blaue, grüne sowie rote Akzente zu einem chiffrehaften Ganzen (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR). Eine Art sanfte Abstraktion bietet Marc Chagalls Aquarell von 1952. Wenige Striche und Flächen fügen sich auf dem Papier zu einem Leib zusammen, über dem ein Männerprofil samt französischer Danksagung schwebt (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). Chagalls lyrische Kunst fand unter anderem als Illustration der antiken Schäferdichtung „Daphnis et Chloé“ Verwendung. In 41 Farblithografien von 1961 fängt der Maler in leuchtenden Farben die dramatische Liebesgeschichte mit ihren Irrungen und Wirrungen gekonnt ein (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR). Eine feiste Unke präsentiert Pablo Picasso 1949 in der schwarzweißen Lithografie „Le crapaud“ (Taxe 12.000 bis 18.000 EUR).

Geometrische Formen auf Velin weiß der ungarische Konstruktivist Lajos Kassák, in seiner „Bildarchitektur“ um 1921/22 zu einer energiereichen Komposition zu verschränken (Taxe 3.000 bis 5.000 EUR). Paul Klee führt im Aquarell „Verhext und eilig“ von 1933 eine hellblaue Linie spazieren: Hier springt eine sternartige Gestalt mit Siebenmeilenstiefeln beinahe aus dem Blatt (Taxe 45.000 bis 55.000 EUR). Starker zur Figur hat Otto Mueller um 1927 die Pastellkreiden in Schwarz und Blau zum Akt eines Zigeunermädchens über das Papier gezogen (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR). Wie weiße Wolken und grüne Edelsteine schillern in Emil Noldes Aquarell von 1930/35 „Baumwollblüten und Kakteen“ miteinander um die Wette (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR).

Noch sind die Äste der Bäume kahl in Cuno Amiets freundlicher einfacher „Landschaft mit Garten im Frühling“ von 1948 (Taxe 10.000 bis 12.000 EUR). Distanz und ein geübtes Auge erlauben aus dem farbigen Teppich gleichförmiger Pinselstriche bei Otto Dix das Motiv „Lastkahn mit Beiboot vor Lagerhalle im Dresdner Alberthafen“ zu erkennen. In impressionistisch anmutender Manier entstand diese Arbeit um 1912, als Dix Vincent van Gogh für sich entdeckte (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR). Diaphane Farbigkeit und kristalline Brechung charakterisieren Lyonel Feiningers rosa- und orangefarbenen „Sonnenuntergang am Strande“ von 1934 mit schwarzen Konturen (Taxe 60.000 bis 90.000 EUR). Die jadegrünen Wasser der See inspirierten Karl Hagemeister 1909 zu dem Ölgemälde „Meeresbrandung“ (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR). Dunkel, schwer und bedrohlich hingegen wirkt George Grosz’ Blick auf den „Central Park“ in Braun und Dunkelblau von 1934. Hier flirren die Wolkenkratzer ähnlich einer Fata Morgana irreal im Hintergrund (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR).

Eine bunte Farbharmonie fängt Conrad Felixmüller 1923 im „Sommerabend“ ein. Über die liebevolle Umarmung des Paares, des Malers und seiner Frau Londa, gleitet der Blick durch das Fenster zu einer expressionistischen Landschaft samt Kirchturm (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR). Ein stilisierter Charakterkopf mit Rauschebart und großen klugen Augen blickt aus Ernst Ludwig Kirchners Holzschnitt des „Kopf von Ludwig Schames“ seit 1919 dem Betrachter entgegen (Taxe 35.000 bis 55.000 EUR). Das Motiv des Malers im Atelier greift 1932 Max Liebermann in seinem „Selbstbildnis vor der Staffelei“ beim Malen eines Frauenportraits auf (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Für den Surrealismus steht prominent Victor Brauner mit seinem Öl- und Wachsgemälde „Le poète et la lune“ aus der zweiten Hälfte der 1940er Jahre, in dem sich nachts zweieinhalb großäugige Vogel- und Menschenwesen treffen (Taxe 80.000 bis 120.000 EUR).

In „Space Elelphant“ aus Bronze mit abnehmbaren Plexiglas-Obelisken kommt Salvador Dalí dem Surrealismus-Suchenden zu Hilfe. Das mächtige Tier spaziert auf überlangen und an Knochen erinnernden Beinen über die marmorne Plinthe (Taxe 12.000 bis 14.000 EUR). Eine Mischung aus einem reliefierten vereinfachten Vogel-Antlitz auf einer rechteckigen Platte mit zwei Füßen ist Max Ernsts Bronze „Chéri Bibi“ von 1973 (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR). Rhythmisches An- und Abschwellen eines stilisierten Leibs in golden polierter Bronze hat sich in Karl Hartung 1939 in seinem „Weiblicher Torso“ erdacht. Den Nachlass-Guss von 1988 gibt es für 4.000 bis 6.000 Euro. Auguste Rodin ehrt 1909 den Komponisten Gustav Mahler mit einer Bronzebüste in Denkerfalten und hoher Stirn, die ein Auftrag von Mahlers Schwiegervater Carl Moll ist (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR).

Nachkriegskunst

Mit rund 200 Positionen ist der Katalog „Post War“ der umfangreichste. Zu Beginn tritt Horst Antes mit seinem bekannten Kopfmotiv auf, das er 1968 um 14 Farbpunkte ergänzt hat. Es folgt der US-Amerikaner Richard Anuszkiewicz, der 1959 in „Blue in a stimulus“ rote Schlangenlinien dem blauen Grund oszillierend gegenüberstellt (Taxe je 25.000 bis 35.000 EUR). Wie eine Schar Ameisen vibrieren die feinteiligen Farblinien in unterschiedlichen Rotnuancen in Bernd Berners 1962 gemalter Leinwand „flächenraum“ um die Wette (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR). Georg Baselitz holte in den 1960er Jahren das Figurative in die Kunst zurück, später stellte er dann seine Motive auf den Kopf, so auch in der mit Gouache übergangenen Grafitzeichnung „Blauer Mann“ von 1983 (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). Mary Bauermeister hat in der Collage „Sketch for Tanglewood“ aus den Jahren 1967/71 Zeichnungen von Händen, kleine Malereien, die an Mikroskopansichten erinnern, mit bunten Steinen und Linsen kombiniert (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR).

Geometrische Ordnung mit Hilfe eines schwarzen Rasters übt Daniel Buren 1998 in seiner Installation „Unexpected Variable Configurations“ aus. Hierbei wird eine farbige Wand zudem mit einigen schwarz-weiß gestreiften Feldern akzentuiert. Die 25 Aluminiumplatten der Edition Schellmann verlangen 8.000 bis 12.000 Euro. Ganz der Horizontale frönt Piero Dorazio 1981 in „Khai Kis II“. Der Hauptvertreter der „arte concreta“ überzieht die unbehandelte Leinwand mit schmaler werdenden regenbogenfarbigen feinen Streifen (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR). Etwas ausgelassener ist das Spiel mit der roten Farbe und Spachtel-Schlieren über Prägedruck bei Karl Otto Götz’ Kreisform „Pollux II“ von 1996 (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Das deutsche Informel hat zudem noch Fred Thielers collagierte Mischtechnik „FAL III – Flaschenrelief 33/64“ von 1964 (Taxe 7.000 bis 10.000 EUR) oder Fritz Winters Papierarbeit mit schwebenden Farbrechtecken auf düster braunen Grund und Schraffuren von 1954 zu bieten (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Für „Belua I“ ritzte Emil Schumacher 1958 eine dunkle Linie in eine erdfarbene Gesteinsanmutung (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR).

Noch etwas höher liegt mit 120.000 bis 150.000 Euro die „Vibration“ aus der Serie der „Fugalen Bilder“ von Ernst Wilhelm Nay. Das 1951 entstandene Werk mit sich überschneidenden Formen in Weiß, Gelb, Braun, Grün und Schwarz bezieht sich auf die Musik und ihren Zusammenklang, den Nay hier bildlich interpretiert. Ein Beispiel des Tachismus mit der Betonung des Malprozesses ist Georges Mathieus „Orphée“ von 1970 in Königsblau mit schwarzem Querbalken. Diesen überziehen gelbe impulsive Linien und Kurven, die teils an eine Partitur, teils an die Handschrift eines Arztes erinnern (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Der Grieche Yannis Moralis verzichtete ab den 1950er Jahren auf die Abbildung des Gegenständlichen. Van Ham kann ein Werk aus seiner Reihe „Epithalamion“, dem griechischen Hochzeitsgesang, von 1964 offerieren, bei dem Moralis den weiblichen Akt durch Übermalung mit Erdbraun von allen beschreibenden Details befreit und ihm dadurch die Last physischer Existenz nimmt (Taxe 40.000 bis 50.000 EUR).

Als Vertreter der Konkreten Poesie tut sich Ferdinand Kriwet mit seinen kaum entzifferbaren Textringen auf der Farbserigrafie „Poem Print“ von 1971 hervor (Taxe 3.000 bis 5.000 EUR). Farbverschiebungen mit dem Spachtel in diversen Nuancen sind gleich in sechs quadratischen Farboffsets von Gerhard Richter erhältlich. Die Sonderedition der Düsseldorfer Obdachlosenhilfe „fityfity“ nach Gemälden Richters soll jeweils 70.000 bis 100.000 Euro einspielen. Malerisch wird es bei Gerhard Richters grauweißgrauem abstraktem Farbverlauf von 1988, der dann doch ein „Blech“ simuliert (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR). Sigmar Polkes Eintauchen in die Abstraktion der 1980er Jahre repräsentiert seine „Farbprobe (IV)“ von 1986. Die verlaufende dunkle Farbe macht sich auf einer hellviolett getönten Leinwand breit (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR). 2002 verbindet er dieses Vorgehen in der Edition „S.H. – oder wann zählen die Punkte“ mit dem Gegenständlichen: Die Farbkleckse sind noch geblieben, doch verlaufen sie über einen Dekostoff mit Leoparden (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR).

Zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit changiert zudem Roy Lichtensteins Serie japanisch beeinflusster Landschaften. Ein Beispiel hieraus ist die Lithografie mit Siebdruck „Landscape with boats“ von 1996. Die Natur wird fast gänzlich durch die variierende Dichte und Größe blauer Rasterpunkte hervorgerufen; einzelne grüne Farbformen verweisen auf Bäume oder Boote (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR). Ein schlichtes Portrait aus roten Konturen präsentiert Alex Katz im schmalen hohen Rechteck „Alice“ aus dem Jahr 2007 (Taxe 35.000 45.000 EUR). Ein Bildnis der Ikone „Marilyn Monroe“ steht mit Andy Warhols kräftig bunter Pop Art-Interpretation von 1967 für marktübliche 60.000 bis 80.000 Euro zur Verfügung. Zwischen Pop Art, Minimalismus und Konzeptkunst steht Joe Goode. Seine quadratische Leinwand aus den „Cloud Series“ von etwa 1975 verwendet nur die Farbe Blau in verschiedenen Abtönungen, wird durch eine zweite aufgerissene Leinwand überlagert, die an die Raumöffnungen Lucio Fontanas erinnert, lässt aber dennoch Assoziationen an einen Wolkenhimmel zu (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR).

Verspielte Fröhlichkeit, Rundungen, verzerrte Proportionen, ausgelassene Buntheit und keine rechten Winkel sind der Kennzeichen von Niki de Saint Phalles Skulpturen, wie auch in der „Angel Vase“ von 1993 (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Farbintensiv lässt zudem Jörg Immendorff sein Blumenstillleben 1992 auf der „Manzonivase II“ erblühen (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR), während bei Gottfried Helnweins Selbstportrait von 1988 dräuend ein totenkopfähnliches Gebilde aus dem Dunkel aufschimmert (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Seinen Pazifismus tut Wolf Vostell 1968 in seiner Arbeit „B52“ kund: Denn der titelgebende Langstreckenbomber der US-Luftwaffe wirft gerade Lippenstifte ab (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR). Bernd und Hilla Becher bestimmen bei den Fotografien das Angebot mit ihren strengen Typologien von Industriebauten. Im üblichen Schwarz-Weiß ragt etwa auf einem Foto der an einen massigen Monolith erinnernde „Kühlturm Differdingen“ von 1983 in den weißen Himmel. Als Doppel treten die „Kühltürme Terre Rouge“ von 1979 auf. Und der „Hochofenkopf Terre Rouge“ von 1969 scheint animalisch lebendig zu werden (Taxe je 10.000 bis 15.000 EUR).

Zeitgenössische Kunst

Bei der Fotografie weiß Nobuyoshi Araki dem Akt des Melone-Essens einer in der Hocke befindlichen und in einen Kimono gekleideten Japanerin aus der Serie „Colourscapes“ von 1991 eine erotische Note zu geben (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). Ein körperloses Fantasiekonstrukt aus violetten, grünen, schwarzen und weißen Farbmassen mit einem Auge fügt 2004 Michael Bauer vor dunklem zerkratzen Grund zu einem mysteriösen Wesen zusammen (Taxe 3.000 bis 5.000 EUR). Ebenfalls auf der abstrakten Seite bewegt sich Hans Christian Bergs „Visual vortex – Oily colours – Butterfly I“ aus dem Jahr 2008. Ähnlich einem gemalten Spiegelbild vor regenbogenfarbenem Grund scheint das fliederfarbene Kolorit sich zunächst zu vertikal angeordneten Irisblüten und schließlich zu Schmetterlingen zu formen (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR). Dem Motiv der Iris hängt 1990 Ralph Fleck in seinem pastosen Gemälde „Schwertlilien 22/VI“ an (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR).

Ein Kontrapunkt zu diesem Crescendo der Farbe setzt Max Frintrop mit den monochrom grauen breiten Pinselstrichen in „Queueing“ von 2014 (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR). Die Einfarbigkeit nutzt auch Isa Genzken in ihrem Ölbild „basic research“ aus der gleichnamigen Werkreihe. Die Leinwand von 1989 präsentiert in Braun eine unregelmäßige Oberfläche, die sich als Frottage ihres Atelierbodens entpuppt (Taxe 35.000 bis 45.000 EUR). Verspielt mit Sinn für Humor geben sich David Gersteins „Primary Colours“. Ein Netz aus Farbtuben und -schlangen in Rot, Gelb, Grün, Orange, Rosa und Blau entwickelt sich zu einem fröhlichen Knäuel (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR). Eine Zigarettenschachtel betanzen die Strichmännchen von Keith Haring in „Lucky Strike“ von 1987 (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR).

Ernster und träumerisch durch den verschwimmenden Effekt eines spiegelnden Bodens wirkt ein Werk von Karin Kneffel. 2005 malt sie das fotorealistische Bild mit einem eleganten Holztisch, der zur Frage nach der Realität der Dinge verleitet (Taxe 60.000 bis 100.000 EUR). Ebenfalls mit der Spiegelung arbeitet Daniel Knorr 2010 in seiner überdimensionierten polierten Edelstahlskulptur „Pendel auf Kulturrevolution wartend“ (Taxe 3.500 bis 4.500 EUR). Wie mit dem Weichzeichner überarbeitet, erfreut die sanfte Malweise Julia Rothmunds das Auge im türkisfarbigen Innenraum mit braunem Boden des Bildes „Open Space“ von 2007 (Taxe 4.500 bis 5.500 EUR). Auf einem Pigmentdruck präsentiert Robert Longo einen schwarzen stark verschatteten „Cadillac“ 2012 mit glitzerndem Chrom ideal überhöht (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR).

Die Auktion beginnt am 29. November um 11 Uhr mit der modernen Kunst, am Nachmittag folgen ab 14 Uhr die Nachkriegs- und zeitgenössische Kunst. Die Besichtigung ist bis zum 27. November möglich. Der Internetkatalog listet die Objekte unter www.van-ham.com.

Kontakt:

Van Ham Kunstauktionen

Hitzelerstraße 2

DE-50968 Köln

Telefon:+49 (0221) 925 86 20

Telefax:+49 (0221) 925 86 24

E-Mail: info@van-ham.com



26.11.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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