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Augsburg zeigt modernen Kirchenbau

Das Diözesanmuseum St. Afra in Augsburg gibt mit seiner neuen Ausstellung „Zeichen des Aufbruchs“ Einblicke in den modernen Sakralbau des Bistums. Im Fokus stehen Neubauten ab 1960, die die Vielfalt zeitgenössischer Kirchen veranschaulichen sollen. Die Schau arbeitet dafür mit aktuellen und historischen Fotografien, Plänen und Modellen. Sabine Klotz, die Kuratorin der Ausstellung, würdigt die Bauten als Ergebnis einer offenen und veränderten Gesellschaft sowie eines Wandels in Kirchenbau und Liturgie in Folge des Zweiten Vatikanischen Konzils.

Die zeitgenössischen Gotteshäuser zeichnet eine Vielfalt in der Gestaltung mit unterschiedlichen Materialien und Formen aus. Als wesentliche Grundlage sieht Klotz die Reduktion der Gestaltung an. Die offen vorgeführte Konstruktion und Materialität der Bauten sorgte allerdings auch für Irritation und Ratlosigkeit bei ihren Betrachtern. Das Museum berichtet beispielsweise von Spitznamen für die moderne Sakralarchitektur wie „Christliches Kieswerk“ oder „Parkhaus Gottes“. Verständlich werden diese unter anderem bei der Kirche „Zur göttlichen Vorsehung“ in Königsbrunn, die von Justus Dahinden im Stile des Brutalismus entworfen ist und viel Sichtbeton vorzeigt. Die Ausstellung würdigt sie nun als herausragendes Beispiel.

Rund 40 ausgewählte und oft neu fotografierte Kirchenbauten repräsentieren das Bistumsgebiet. 50 Kunstwerke der nachkonziliaren Ausstattung wie Malereien, Plastiken und liturgische Geräte ergänzen die Darstellung der Vielfalt und des künstlerischen Wertes der modernen Sakralarchitektur und ihrer Einrichtung. Auch auf neue Nutzungskonzepte der Gebäude, beispielsweise als kirchlich-soziales Zentrum in Kempten, geht die Kuratorin gezielt ein.

Die Ausstellung „Zeichen des Aufbruchs. Kirchenbau und Liturgiereform im Bistum Augsburg seit 1960“ läuft bis zum 11. März 2018. Sie hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, Sonntag von 12 bis 18 Uhr. Das Haus bleibt an allen Feiertagen um den Jahreswechsel geschlossen. Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation, die für 35 Euro erhältlich ist.

Diözesanmuseum St. Afra
Kornhausgasse 3-5
D-86152 Augsburg

Telefon: +49 (0)821 – 31 66 88 33
Telefax: +49 (0)821 – 31 66 83 39

Quelle: Kunstmarkt.com/Jan Soldin

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Veranstaltung vom:


22.11.2017, Zeichen des Aufbruchs. Kirchenbau und Liturgiereform im Bistum Augsburg seit 1960

Bei:


Diözesanmuseum St. Afra








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