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Ernst Würtenberger in Konstanz

Ernst Würtenberger, Knabe am Schrank (Sohn Thomas), 1913

Die Wessenberg-Galerie Konstanz macht ab morgen mit Ernst Würtenberger auf einen Maler, Grafiker und Kunsttheoretiker aufmerksam, der heute hinter großen Namen seines direkten Umkreises weit weniger bekannt ist. Die Schau konzentriert sich dabei auf seine Jahre in Zürich, seine Bedeutung für die Schweizer Kunst- und Kulturszene sowie auf die Werke, die seinerzeit Würtenbergers Freunde schufen. Diese waren unter anderem die Maler Cuno Amiet, Max Buri, Ferdinand Hodler, Sigismund Righini, Ernst Georg Rüegg und Hans Sturzenegger. Viele weitere Künstler und Literaten wie Hermann Hesse, Adolf Frey oder Hans Trog hielt Würtenberger als Porträtist eindrucksvoll fest. Sein Malstil ist dabei realitätsnah und doch leicht abstrahierend. Die Charakteristika seiner Bildgegenstände arbeitet er in dieser Weise heraus, behält dabei aber immer eine gewisse Ordnung und klare objektive Struktur. Neusachliche Tendenzen prägen sein Spätwerk.

Würtenberger wurde 1868 in Steißlingen bei Konstanz geboren und studierte an den Kunstakademien in München und Karlsruhe. Zudem bildete er sich privat bei Arnold Böcklin in Florenz fort. 1902 zog der Künstler nach Zürich und unterrichtete an Luise Stadlers „Kunst- und Gewerbeschule für Damen“, bevor er sich als freischaffender Künstler etablierte und besonders als Porträtist hervortat. Neben seiner Tätigkeit als Maler verfasste Ernst Würtenberger zahlreiche Aufsätze und Bücher, beispielsweise über Böcklin. Er engagierte sich als Mitglied der Züricher Sammlungs- und Ausstellungskommission und beriet Kunstsammler. Damit verhalf er unter anderem Ferdinand Hodler zur Durchsetzung in der Schweiz und setzte sich für den Bau des Züricher Kunsthauses ein. Von 1914 bis 1921 war er Lehrer an der Zürcher Kunstgewerbeschule. Danach zog er nach Karlsruhe, wo er eine Professur an der Landeskunstschule übernahm und 1934 starb.

Die Ausstellung „Ernst Würtenberger 1868-1934. Ein deutscher Maler in Zürich“ läuft vom 2. Dezember bis zum 1. April 2018. Die Wessenberg-Galerie hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 3 Euro. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Nimbus-Verlag, der für 24,80 Euro an der Museumskasse erhältlich ist. Zeitgleich zur Konstanzer Schau beleuchtet das Hesse Museum in Gaienhofen Würtenbergers vielfältige Beziehungen zur literarischen Szene am Bodensee und in der Schweiz.

Städtische Wessenberg-Galerie
Wessenbergstraße 43
D-78462 Konstanz

Telefon: +49 (0)7531 – 900 921
Telefax: +49 (0)7531 – 900 608

Quelle: Kunstmarkt.com/Jan Soldin

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Veranstaltung vom:


02.12.2017, Ernst Würtenberger. 1868-1934. Ein deutscher Maler in der Schweiz

Bei:


Städtische Wessenberg-Galerie

Variabilder:

Ernst Würtenberger, Knabe am Schrank (Sohn Thomas), 1913
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Künstler:

Ernst Würtenberger








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