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Sammlung Würth übernimmt Teile der Sammlung Essl

Die Sammlung Würth erwirbt Werke international renommierter Künstler aus der Sammlung Essl, die aufgrund der schlechten finanziellen Lage ihre Museumstätigkeit in Klosterneuburg bei Wien aufgeben musste. Das Konvolut setzt sich aus bedeutenden Arbeiten von Karel Appel, Georg Baselitz, Stephan Balkenhol, Tony Cragg, Asger Jorn, Alex Katz, Anselm Kiefer, Martin Kippenberger, Maria Lassnig, Arnulf Rainer oder David Salle zusammen. Zurzeit befinden sich die Werke in der Albertina in Wien. „Ich freue mich, dass mit der Sammlung Würth ein Käufer gefunden wurde, mit dem die Albertina seit Jahren kooperiert sowie Ausstellungen und wichtige Leihgaben austauscht“, beschreibt Klaus Albrecht Schröder, Direktor des Hauses, das ausgehandelte Geschäft.

2014 kam während der finanziellen Schwierigkeiten Karlheinz Essls und seiner Baumarktkette „bauMax“ unter dem damaligen Kulturminister Josef Ostermayer keine Übernahme der Sammlung durch das Land Österreich zustande. Essls Kunstbesitz, der nicht zur Deckung der Schulden veräußert wurde, ging im Frühjahr 2017 als Dauerleihgabe bis mindestens 2044 an die Albertina über. Die Sammlung Würth, die derzeit über 17.500 Werke umfasst, hat nun die Möglichkeit ergriffen, einen ihrer Schwerpunkte auf Skulpturen, Malerei und Grafiken vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart um hochkarätige Stücke zu ergänzen. Reinhold Würth will die neu erworbenen Werke an den 14 Standorten seiner Sammlung der Öffentlichkeit präsentieren.

Wenn auch weniger bei diesem Ankauf, steht seit den Gründungstagen der Sammlung Würth in den 1960er Jahren auch österreichische Kunst im Fokus. Mittlerweile handelt es sich um den größten Bestand außerhalb des Landes, sodass zur Sammlung Essl und der Albertina immer reger Kontakt und gegenseitiges Interesse bestand. Die Beziehungen zum Nachbarland werden beispielsweise in der bis April 2018 laufenden Ausstellung „Verborgene Schätze aus Wien“ deutlich, die die Kunstsammlung der Akademie der bildenden Künste Wien in einem der Haupthäuser Würths, der Kunsthalle in Schwäbisch Hall, zeigt.

Quelle: Kunstmarkt.com/Jan Soldin

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