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Wilde Schweizer Kunst der 1980er Jahre in Aarau

Martin Disler, Garten der Lüste, 1986

Das Aargauer Kunsthaus richtet seinen Blick in der Schau „Wild Thing“ auf die Schweizer Kunstszene der 1980er Jahre. Eine ausdrucksstarke gestische Sprache brachte damals ein neues Lebensgefühl zum Ausdruck. Die Künstler wurden als „Neue Wilde“ oder „Neue Heftige“ bezeichnet und setzten sich oftmals mit Themen wie Körperlichkeit, Sexualität, Angst oder Bedrohung auseinander. Ein Großteil der Exponate stammt aus der Schenkung des Ehepaars Betty und Hartmut Raguse-Stauffer und wird mit Werken aus der Sammlung des Museums ergänzt. Zu sehen sind unter anderem Arbeiten von Silvia Bächli, Matthias Bosshart, Hélène Delprat, Daniel Gaemperle, Rolf Iseli, Josef Felix Müller, Klaudia Schifferle, Urs Stadelmann oder Thomas Zindel. Eine besondere Stellung in der Ausstellung nimmt Louis Soutter (1871-1942) ein. Laut Kurator Thomas Schmutz gilt er als ein Vorreiter der gestisch-expressiven Malerei und Zeichnung. Zwischen 1923 und 1942 lebte Soutter in einem Alterspflegeheim und war beinahe gänzlich von der Außenwelt isoliert. In seinen Kunstwerken entwickelte er eine archaische Figurensprache, die ihresgleichen suche.

In den 1980er Jahren prägt die Jugendbewegung die Schweiz politisch wie auch gesellschaftlich. Missstände werden angesprochen und die eigene Betroffenheit öffentlich gemacht. Auch die Kunst nimmt sich ungeschönt kritischer Themen an und spiegelt die persönlichen Empfindungen einer inneren Bildwelt. Miriam Cahn nutzt ihren Körper, um in ihren Zeichenserien aus Kohle direkt auf das Papier am Boden liegend eine möglichst unverfälschte und distanzlose Wiedergabe der eigenen Empfindung zu erzeugen. Ein Wal, Wurmtiere und vergehende oder unfertige Fantasiewesen bevölkern ihr übergroßes Blatt „Lesen im Staub“ von 1987. Die energischen Spiralen mal in sanfterem Grau mal in dichterem Schwarz wirken wie Trennungsobjekte des Bildpersonals oder als Hintergrund. Martin Disler gehört zu den bekannteren Vertretern der Jungen Wilden. Er nutzt das große Format, etwa im sinnlichen „Garten der Lüste“ von 1986 mit fast vier Metern Breite. Erst aus der Distanz lässt sich in den Farbspiralen ein schwebender kopfloser Körper einer nackten Frau in der grünlich-blauen Farbwolke erkennen. Zwischen ihren geöffneten Beinen nähert sich eine Vertikal aufragende schwarze Gerade ihrer Scham. Die Freude am Material, der exzessiv wilde Farbauftrag und das erotische Thema verdichtet Disler auf dieser Leinwand zu einer Einheit.

Die Ausstellung „Wild Thing. Schweizer Kunst der 1980er-Jahre aus der Sammlung Raguse und dem Aargauer Kunsthaus“ läuft bis zum 15. April 2018. Das Aargauer Kunsthaus hat täglich von 10 bis 17 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Das Haus bleibt am 1. Weihnachtsfeiertag geschlossen. Der Eintritt beträgt 15 Franken, ermäßigt 10 Franken. Für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre ist er gratis.

Aargauer Kunsthaus
Aargauerplatz
CH-5000 Aarau

Telefon: +41 (0)62 – 835 23 30
Telefax: +41 (0)62 – 835 23 29


06.12.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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02.12.2017, Wild Thing - Schweizer Kunst der 1980er-Jahre aus der Sammlung Raguse und dem Aargauer Kunsthaus

Bei:


Aargauer Kunsthaus

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Martin
 Disler, Garten der Lüste, 1986
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Miriam Cahn, L.I.S. (Lesen im Staub), 1987
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Louis
 Soutter, The Empty Cross, 1939
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