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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Schweizer, Moderne und Zeitgenössische Kunst bei Koller in Zürich

Im Bann der Farbe



Giovanni Giacometti, Bildnis eines jungen Mädchens, um 1910

Giovanni Giacometti, Bildnis eines jungen Mädchens, um 1910

„Die Unruhe, von der Du erzähltest, die man spürt, wenn man von Paris zurückkommt, ist mir auch lange nachgegangen“. Das schrieb Giovanni Giacometti an seinen Künstlerfreund Cuno Amiet, nachdem sie 1907 in die französische Hauptstadt gereist waren und sich dort in der jungen Kunstszene umgetan hatten. Hier besuchten sie den Salon d’Automne und ließen sie sich vor allem von den farbintensiven Werken Vincent van Goghs und den Fauves berauschen. Eine Anfrage von den Brücke-Künstlern aus Dresden, mit ihnen im Jahr 1908 auszustellen, feuerte ihren Enthusiasmus weiter an. So sahen sie sich auf dem richtigen Weg, auf die Farbe als Ausdrucksmittel ihrer Gefühle und Empfindungen zu setzen. Vorbildlich exerziert dies Giacometti um 1910 im seinem Bildnis eines jungen Mädchens. Abgesehen von der Kleidung, erinnert nichts mehr an natürliche Tonwerte. Das Gesicht ist aus kurzen breiten Pinselstrichen in Violett, Grün und Ocker gebildet, die Haare aus verschiedenen lilafarbenen Abstufungen, die mit dem unbestimmten zweigeteilten Hintergrund aus Hellgelb und Hellblau einen spannungsvollen Kontrast bilden. Trotz des gesenkten Blicks und den halbgeschlossenen Augen scheint alles erregt gesteigert.


Giovanni Giacometti macht nun mit dem Bildnis des jungen Mädchens beim Züricher Versteigerer Koller auf sich aufmerksam und will dafür 90.000 bis 140.000 Franken sehen. Teurer wird es bei seiner Landschaftsmalerei, die ebenfalls von Giacomettis Talent zu einer koloristischen Ausdrucksfähigkeit zeugt, etwa im Violett-Grün-Kontrast der „Häusergruppe Capolago“ von 1929 (Taxe 120.000 bis 150.000 SFR) oder in der sonnendurchfluteten „Winterlandschaft bei Maloja“ von 1928, in der die dicken Schneemassen exquisit farblich abgestuft sind und gegen den tief blauen Winterhimmel anleuchten (Taxe 150.000 bis 200.000 SFR). Selbst bei dem fast vollständig in weißem Schnee versunkenen „Inverno“ von 1932 gelingen Giovanni Giacometti noch koloristische Reize (Taxe 280.000 bis 350.000 SFR). Sein Cousin Augusto Giacometti spürt diesen in abstrakten Kompositionen nach, so etwa in seinen dunklen Edelsteinfarben auf dem Gemälde „Rosen“ von 1929, die sich im Farbmeer auflösen (Taxe 70.000 bis 90.000 SFR).

Schweizer Kunst

Dass sich gerade Cuno Amiet in seinem späteren Schaffen wieder vom Primat der Farbe verabschiedete, machen seine beiden genügsamen Gartenbilder aus dem Weiler Oschwand von 1933 und 1946 deutlich, in dem Amiet sechzig Jahre lebte (Taxe 90.000 bis 120.000 SFR und 70.000 bis 90.000 SFR). Die Schweizer Kunst bei Koller setzt mit dem 19. Jahrhundert und mit Darstellungen der Berglandschaft und des bäuerlichen Lebens ein. Bei Rudolf Koller treffen etwa eine aufgeregte Kuh und ein Hund im Hochgebirge aufeinander (Taxe 12.000 bis 18.000 SFR), bei Albert Anker ist es die einfache Bevölkerung, die ihn zeitlebens faszinierte. Er verewigte sie etwa mit Aquarellfarben 1905 als lesende junge Frau mit Stricksachen vor neutralem Hintergrund (Taxe 40.000 bis 60.000 SFR) und 1908 als junges Mädchen beim Nachhauseweg nach dem Einkauf (Taxe 60.000 bis 90.000 SFR) oder mit Kohle und Bleistift auf der Zeichnung einer Bauernküche mit Großmutter und Kind (Taxe 30.000 bis 40.000 SFR). Bei Ernest Biéler tritt dem Betrachter dann ausdrucksvoll eine verhärmte alte Walliser Frau mit Gebetbuch von 1923 frontal entgegen (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR).

Wieder auf die Farbe setzt dann der Schweizer Expressionist Paul Camenisch und lässt 1926 seine Tessiner Vorfrühlingslandschaft „Der rote Rücken“ titelgemäß aufglühen (Taxe 100.000 bis 140.000 SFR). Die Vertreter der Neuen Sachlichkeit geben sich dagegen etwas ruhiger. Zwar ist Félix Vallottons Stillleben „Corbeille de mandarines et bananes“ von 1923 immer noch farbenfroh, alles entspricht aber den natürlichen Farbwerten (Taxe 180.000 bis 280.000 SFR). Monochrom rotbraun hat er dagegen sein Ölgemälde „La réverbère“ angelegt und verleiht der Pariser Nachtszene mit einsamem Spaziergänger einen Zug ins Unheimliche (Taxe 60.000 bis 80.000 SFR). Davon spürt man in Adolf Dietrichs Kunst nichts. Seine Veduten vom Bodensee, wie die Ansicht von „Gailingen“ aus dem Jahr 1931 (Taxe 50.000 bis 70.000 SFR) oder die „Wirtschaft zum Steinberg“ aus Reckenwil von 1936 (Taxe 25.000 bis 35.000 SFR), halten das Gesehene nüchtern und sachlich fest. Helen Dahm schließt sich dieser Haltung zeichnerisch in ihrem feinen Blumenstillleben mit Vogel von 1912 an (Taxe 300 bis 400 SFR).

Varlin, alias Willy Guggenheim, legt humoristisch und ein wenig naiv, aber mit aufgewühltem Pinselstrich seine Sicht auf die Conditio humana vor, etwa in den eilenden Nonnen vor einem „Kloster bei Einsiedeln“ von 1943 (Taxe 30.000 bis 50.000 SFR) oder dem bühnenhaft mit Kellnern bestückten Vorplatz vor dem „Hotel d’Angleterre in Ouchy“ bei Lausanne von 1942 (Taxe 40.000 bis 70.000 SFR). Mit kubistischen Anklängen hat Alice Bailly ihre Buden in der winterlichen „Fête foraine“ aufgebaut (Taxe 70.000 bis 90.000 SFR). Rodolphe-Théophile Bosshard folgt ihr 1952 mit seinen grünen „Feuilles de Tulipe II“ oder der dunklen „Crypte“ von 1950 (Taxe je 7.000 bis 9.000 SFR). Gustave Buchet hat sich da schon in die Ungegenständlichkeit verabschiedet und spielt in seiner weiß-rot-grün-schwarzen Komposition mit Ovalen, Kreisen, Rechtecken und fließenden Linien (Taxe 8.000 bis 12.000 SFR). Existenzieller wird es dann bei Adolf Wölflis dichter Farbstiftzeichnung „Heiligenrein=Skt. Adolf=Thurm“ von 1919 (Taxe 50.000 bis 70.000 SFR). Für die Art Brut steht ebenso Louis Soutter, der sechs Bleistiftzeichnungen vorwiegend mit menschlichen Gestalten zwischen 1.500 und 8.000 Franken beisteuert.

Impressionismus und Klassische Moderne

Am 8. Dezember steht bei Koller zudem die impressionistische und moderne Kunst auf dem Auktionsprogramm. Im Bann der Farbe bewegen sich Hans Purrmann mit seinem grün-violetten „Haus unter Bäumen“ um 1911, der hier unter dem Einfluss von Henri Matisse steht und mit seinem Lehrer eine Reise nach Collioure unternimmt (Taxe 50.000 bis 70.000 SFR), und Emil Nolde mit seiner aquarellierten Abendstimmung „Am See von Ruttebüll“ in überraschend ähnlichen Farbwerten (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR). Auf dem Höhepunkt des Fauvismus malt Raoul Dufy im Sommer 1906 eine lebensfrohe „Baignade“ am Strand von Le Havre mit tiefgrünem Meer (Taxe 400.000 bis 600.000 SFR). Fauvisten-Kollege Maurice de Vlaminck hat sich um 1910 in seiner „Paysage de neige“ schon wieder von der kräftigen Palette verabschiedet und organisiert den Bildraum der Stadtvedute mit ihren Vorgärten eher nach kubistischer Struktur (Taxe 180.000 bis 240.000 SFR). Auch Albert Marquet hat 1930 schon längst seine farbintensive Phase aufgegeben, was sein „Port de Boulogne sur mer“ unter grau-bleiernem Himmel demonstriert (Taxe 50.000 bis 70.000 SFR).

Ebenfalls in der kalten Jahreszeit hat Gustave Loiseaus seine Flusslandschaft „Die Eure im Winter“ von 1926 entdeckt und die dunstige Stimmung in einem zarten impressionistischen Geflecht umgesetzt (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR). Als Impressionisten-Kollegen treten Maxime Maufra mit seiner bizarren Küstenformation „Les Pyramides de Port Coton. Belle-Île-en-Mer“ von 1905 (Taxe 30.000 bis 50.000 SFR) und Jules Le Ray mit seinem sonnenbeschienen Küstenblick „Pointe de Beg Antorn à Moëlan“ ebenfalls in der Bretagne von 1892 an (Taxe 4.000 bis 6.000 SFR). Eine flüchtige Impression von Wettererscheinungen gelingt 1933 auch dem Ungarn István Csók mit seinem rot durchzogenen Abendhimmel über dem „Balaton“ (Taxe 5.000 bis 7.000 SFR).

Die frankophile Übermacht bei Koller durchbrechen einige Künstler aus Deutschland. Das ist zuerst Ernst Ludwig Kirchner zu nennen, der um 1924 sein buntes Alpental „Der Schwarzsee bei Davos-Laret“ aus zackigen kurzen Ölkreidestrichen entstehen lässt (Taxe 50.000 bis 70.000 SFR). Vor allem Max Beckmann tut sich hier hervor. Auf den ersten Blick heiter erscheint sein Ölgemälde „Waldgracht mit Segeln“ von 1943. Gemalt in Amsterdam, wohin er im Sommer 1937 floh, stehen die Segelboote vielleicht auch für eine Durchgangssituation. Denn Beckmann bezeichnete sein Amsterdamer Exil, in dem er ambivalente Gefühle durchlebte, selbst als „Zwischenstation“ (Taxe 400.000 bis 700.000 SFR). In unmittelbarer Nachkriegszeit entstand Ernst Wilhelm Nays Ölgemälde „Das Duett“, dem noch etwas Figürliches anhaftet. Doch wird die Farbe in dem tänzerischen Werk schon zum autonomen Gestaltträger und löst sich vom Gegenstand (Taxe 100.000 bis 150.000 SFR).

Nach England geht es dann mit Henry Moores Aquarell- und Wachskreideblatt „Two women and a child on beach“ von 1951 (Taxe 50.000 bis 70.000 SFR), nach Italien mit Marino Marinis sich aufbäumendem „Cavallo nero“ in rotem Umfeld von 1953 (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR) oder mit Giorgio Morandis schemenhaft aquarellierter „Natura morta“ aus fünf Gefäßen im unbestimmten Raum von 1959 (Taxe 50.000 bis 70.000 SFR). Für die Gattung Skulptur steht George Minnes symbolistische Bronze „Der verlorene Sohn“ von 1896, der als überschlanke Gestalt keinen Halt mehr hat und in sich zusammenzufallen scheint (Taxe 30.000 bis 50.000 SFR). Vergleichbar ging der tschechische Bildhauer Jan Štursa bei seinem „Verwundeten“ um 1920 ans Werk. Auch sein männlicher Akt scheint gerade im freien Fall zu stürzen (Taxe 3.000 bis 5.000 SFR).

Doch die Franzosen behalten die Überhand. Maurice Utrillo ist mit zwei typisch wehmütigen Stadtveduten zugegen, den menschenleeren „Maisons roses“ von 1912/14 (Taxe 70.000 bis 90.000 SFR) und der mit wenigen Spaziergängern etwas belebteren „Rue de la Bonne et Sacré-Cœur“ aus dem Pariser Montmartre-Viertel um 1945 (Taxe 50.000 bis 70.000 SFR). Jean Metzinger gesellt sich mit der Bleistiftzeichnung eines kubistisch zerlegten „Portrait de jeune fille“ von 1913/14 hinzu (Taxe 15.000 bis 25.000 SFR). Einen Höhepunkt erlebt die Offerte dann noch einmal mit Fernand Léger. Für seine streng und isoliert arrangierten Objekte auf der Gouache „Natur morte au parapluie et au chapeau melon“ von 1926 ließ er sich auch durch den zeitgenössischen Film inspirieren (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR). Weniger in der Nähe des Purismus steht seine Form und Farben auflösende „Composition“ von 1946, die an organische Naturmotive erinnert (Taxe 300.000 bis 500.000 SFR). Den Abschluss bildet Joan Mirós späte „Femme aux 3 cheveux, constellation“ von 1976 mit übermächtig dunkel dräuender schwarzer Fläche (Taxe 200.000 bis 250.000 SFR).

Post War & Contemporary

Da ist doch Russell Youngs „Marilyn Hope“ von 2014 viel attraktiver. Mit lasziv geöffnetem Mund und halb geschlossenen Augen tritt die Leinwanddiva vor den Betrachter und spielt ihre erotische Anziehungskraft mit der Farbe „Persian Rose“ und der Diamantpulverschicht, die den Glamoureffekt verstärkt, gekonnt aus (Taxe 16.000 bis 22.000 SFR). Die teuersten Arbeiten im Katalog mit der jüngeren Kunstentwicklung stammen von Chu Teh-Chun. Der Chinese fand seine künstlerische Heimat in den 1950er Jahren in der École de Paris; sein Vorbild war hier Nicolas de Staël. Chu Teh-Chun gilt als Meister der lyrischen Abstraktion, was seine beiden freien Farbimprovisationen mit ihrem von innen heraus leuchtenden Licht aus dem Jahr 1987 unterstreichen (Taxe je 200.000 bis 300.000 SFR). Dagegen wirken die beiden Farbflächenmalereien von Theodoros Stamos geradezu massiv. Auf seiner Leinwand „Moon Chalice # 1“ von 1962 schwebt eine weiße voluminöse Wolke auf blauem Grund über einer kleinen goldgelben Mondsichel (Taxe 50.000 bis 70.000 SFR), während bei „Very low sun-box“ von 1964/65 ein gelbes Rechteck am unteren Bildrand ruhig lagert (Taxe 70.000 bis 120.000 SFR).

Aus dem Abstrakten Expressionismus amerikanischer Prägung treten etwa noch Mark Tobey mit der kleinteilig von weißen Nagelformen strukturierten Temperaarbeit „Blue Interval“ von 1969/70 (Taxe 10.000 bis 15.000 SFR), Robert Natkin mit seinen frei schwebenden Gebilden über einer bunten Gitterstruktur in der Papierarbeit „Bern series #145A“ von 1980 oder Kimber Smith mit ihrem blauen Meer samt grau-weißer Farbinsel auf der Leinwand „Inside – outside“ von 1960 hinzu (Taxe je 1.500 bis 2.000 SFR). Schwebende, amöbenartige Objekte nutzte auch der Österreicher Gunter Damisch in seiner Kunst, so 1989 in „Welt, Weg und Feld“ (Taxe 10.000 bis 20.000 SFR) und „Nachtstrom – Nachtei“ (Taxe 15.000 bis 25.000 SFR). François Fiedler griff 1968 lieber zu einer schlanken roten Linie, die er in einem weiten Bogen über den hellgrau marmorierten Grund zog (Taxe 5.000 bis 7.000 SFR).

Zur „Groupe de Recherche d’Art Visuel“, die vor allem mit den Mitteln von Licht und Bewegung eine neue visuelle Beziehung zwischen dem Objekt und Betrachter herstellen wollte, gehörte in den 1960er Jahren Yvaral. Ein Ausläufer dieser Idee ist die 1980 auf quadratischer Leinwand gemalte „Horizon pyramidal bleu/vert“ (Taxe 10.000 bis 15.000 SFR). Mit Augentäuschungen beschäftigte sich schon Yvarals Vater Victor Vasarely, der 1991 in „Piross – Bacc“ mit einem grafisch reduzierten Rosenmuster und einer Rautenform eine tiefenräumliche Struktur optisch evoziert (Taxe 60.000 bis 80.000 SFR). In ihrem Umfeld bewegt sich zudem Carlos Cruz-Diez mit seiner „Chromointerférence Série Alicia 6“ von 2010. Durch die übereinandergelegte Farbserigrafie auf Papier und die Serigrafie auf Plexiglas erzeugt er ein farbiges Interferenzmuster, das scheinbar in Bewegung gerät (Taxe 10.000 bis 15.000 SFR).

Mit einem schwarzen Adler, den Georg Baselitz 1979 auf den Kopf gestellt und mit Gouache zu Papier gebracht hat, zieht langsam wieder die Figuration ins Kunstgeschehen ein. In einem Hyperrealismus hat sich sie dann schon in den 1970er Jahren ihre Bahn gebrochen, was Harold Gregors weites sommerliches Maisfeld der „Illinois Landscape #10“ unter strahlend blauem Himmel von 1975 zeigt (Taxe 4.000 bis 6.000 SFR). Ein jüngerer Anwalt des Fotorealismus ist der 1973 in Peking geborene Chinese Song Yu, der in seinem „Still life with fruits, porcelain and a dragon“ von 2008 westliche und östlicher Traditionen verbindet (Taxe 35.000 bis 55.000 SFR).

Aber lange dauert es nicht mit der Gegenständlichkeit, dann sind die Züricher Konkreten schon wieder auf dem Vormarsch, etwa mit Gottfried Honeggers wundervoll gelb strahlendem „Tableau Relief Z613“ von 1970 (Taxe 22.000 bis 28.000 SFR) oder mit Johannes Ittens aus Quadraten und Kreisen gebildetem „Zweiklang“ in Rot und Blau sowie ihren Derivaten von 1964 (Taxe 30.000 bis 50.000 SFR). Richard Paul Lohse untersucht die Eigenschaften der Farbe 1968 auf dem kleinen Leinwandquadrat „Zwei gleiche Flächen akzentuiert durch Linien“ (Taxe 6.000 bis 8.000 SFR), während Jakob Bill dafür in „No. 6“ von 2002 drei Quadrate mit blauen Abstufungen um ein gleichseitiges Dreieck gruppiert (Taxe 4.000 bis 6.000 SFR). Doch die jungen Schweizer Maler bedienen sich wieder ungeniert an der heimischen Alpenwelt, greifen damit Traditionen des 19. Jahrhunderts auf und interpretieren sie neu, etwa Andreas Rickenbacher mit seinem weiten Blick über den menschenleeren Silsersee unter dem Titel „Der Frühling kommt“ von 2017 (Taxe 5.000 bis 7.000 SFR) oder Stefan Rüesch mit seiner auch technisch unterkühlten Fantasielandschaft „Winter-Zauber“ in anämischen Farben von 2011 (Taxe 10.000 bis 12.000 SFR).

Die Auktion beginnt am 8. Dezember um 16 Uhr mit der Abteilung „Impressionismus & Klassische Moderne“. Um 17 Uhr folgt die „Schweizer Kunst“. Am 9. Dezember steht am 14 Uhr die Nachkriegs- und Zeitgenössische Kunst auf dem Programm. Der Katalog ist im Internet unter www.kollerauctions.ch einsehbar.

Kontakt:

Koller Auktionen

Hardturmstrasse 102

CH-8031 Zürich

Telefon:+41 (044) 445 63 63

Telefax:+41 (044) 273 19 66

E-Mail: office@kollerauktionen.ch



07.12.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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