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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Wieder ein prominenter Wacker im Wiener Auktionshaus Hassfurther

Heimat Goslar



Rudolf Wacker, Taubenschlag. Goslar, 1927

Rudolf Wacker, Taubenschlag. Goslar, 1927

Erst im Mai hatte Rudolf Wacker seinen großen Auftritt im Wiener Auktionshaus Hassfurther. Damals stand sein expressives Selbstbildnis von 1924 mit fahlem grünem Gesicht und roter Kappe im Mittelpunkt. Das ausdrucksstarke Zeugnis von Wackers Künstlerschaft stellte mit dem Zuschlag von 450.000 Euro seinen neuen Auktionsrekord auf. Diesmal dürfte nicht soviel Geld für ein einziges Werk des Österreichers zusammenkommen. Doch wieder hat Wolfdietrich Hassfurther einen erklecklichen Bestand an 29 Gemälden und Zeichnungen für seine kommende Versteigerung zusammengetragen. Bei seinem aktuellen Spitzenstück hat sich Rudolf Wacker auf eine Hinterhofansicht in einer Stadt konzentriert. Zentral steht ein Tauben- und Hühnerschlag, um den sich die Dächer und Fassaden der Häuser an einem kalten, schneelosen Wintertag gruppieren. Den Ort hat Wacker auf einer Latte des Gartenzauns genau verzeichnet: Es ist die Harz-Stadt Goslar, der Heimatort seiner Ehefrau Ilse. Wies sein mephistophelisches Antlitz noch starke expressionistische Züge auf, hat sich bei dem Taubenschlag von 1927 schon eine ruhige Neue Sachlichkeit breit gemacht, für die 150.000 bis 250.000 Euro vorgesehen sind.


Auch diesmal tritt Rudolf Wacker selbst an, etwa auf dem mit unruhigem Pinselstrich ausgeführten Ölgemälde „Selbstbildnis in Soldatenuniform“ samt verstörend leerem Blick von 1921 (Taxe 30.000 bis 60.000 EUR) oder einer gleichaltrigen Zeichnung, in der sich Wacker eher elegant und feinsinnig, aber auch ein wenig wehmütig gibt (Taxe 3.800 bis 7.500 EUR). Schon etwas verhärmter und mit der fast obligatorischen Kappe tritt er dem Betrachter auf einem Kohleblatt des Jahres 1931 entgegen (Taxe 5.000 bis 10.000 EUR). Wackers bevorzugtes Modell war seine Frau Ilse, die 1923 auf einem Ölgemälde als Rückenakt mit breiten Hüften vor einem rotbraunen, mit Blumen gemusterten Hintergrund (Taxe 25.000 bis 40.000 EUR) oder auf einer blauen Zeichnung nachdenklich mit aufgestütztem Gesicht auftritt (Taxe 3.500 bis 5.000 EUR). Auch die Gattung Stillleben hat Wacker gerne betrieben und 1934 etwa eine strenge monochrome chinesische Holzfigur mit einer bunten Puppe aus Fernost vor einem neutralen braunen Hintergrund kombiniert (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Weibliche Akte, Landschaften und Darstellungen von Stammesfiguren runden auf zeichnerischem Gebiet die Wacker-Offerte für Schätzpreise zwischen 500 Euro und 4.000 Euro ab.

Der zweite Hundertausender-Kandidat bei Hassfurther heißt diesmal Friedensreich Hundertwasser. Der populäre Maler, Architekt und Ökologe stand für ein Dasein in Harmonie mit den Gesetzen der Natur und griff immer wieder die Spirale als Symbol für den Kreislauf des Lebens auf, so auch in dem Gemälde „Gespräch mit einem Baum“ von 1975. Dort sieht man den Unterkörper eines Mannes mit blau-rot gestreiften, enganliegenden Beinkleidern, der in aneinander geschachtelte Jahresringe von Bäumen ragt. Das bunte Werk mag für Hundertwassers Motto stehen: „Nur wenn Du den Baum liebst, wie Dich selbst, wirst Du überleben.“ 100.000 bis 200.000 Euro sind dafür anvisiert.

Kein anderes Kunstwerk der mit gut 70 Positionen besetzten Auktion reicht an Wacker und Hundertwasser heran. Auch wenn es nicht gerade eine der beliebten alpinen Darstellungen ist, scheint Edward Theodore Comptons Ölgemälde mit einem sommerlichen Tag auf „Capri“ bei 4.000 bis 7.000 Euro recht günstig bewertet, ebenso die 2.000 bis 4.000 Euro für Josef Dobrowskys sonnigen Wintertag in den verschneiten Gassen von St. Wolfgang am Zirbitzkogel in der Steiermark aus dem Jahr 1941. Die Jahreszeit ist bei Josef Stoitzner dann schon etwas fortgeschritten: Auf seinen „Vorfrühling“ bei einem Gutshof hat die Schneeschmelze schon eingesetzt, und den Bäumen entsprießt bereits zartes Laub (Taxe 8.000 bis 16.000 EUR). Raffaele Tafuri nimmt uns dann in den Süden nach Venedig mit und gewährt uns einen unbeschwerten Blick in den Rio de la Frescada mit schöner gotischer Palazzo-Fassade und alltäglichem Tun der Bevölkerung (Taxe 5.000 bis 10.000 EUR). Ein knappes Dutzend Bilder widmet sich Pferdedarstellungen, darunter Emil Adams „Jockey zu Pferd Chilperic nach links“ auf der Rennbahn von 1911 (Taxe 2.500 bis 4.000 EUR) oder Julius von Blaas’ Portrait des Braunen „Tokio“ im Stall (Taxe 2.000 bis 3.000 EUR).

Die Auktion beginnt am 12. Dezember um 18 Uhr. Die Besichtigung der Bilder ist bis zum Auktionsbeginn täglich von 10 bis 12 Uhr sowie 13 bis 18 Uhr, sonntags von 11 bis 17 Uhr möglich. Der Internetkatalog listet die Objekte unter www.hassfurther.at.

Kontakt:

Galerie Hassfurther

Hohenstaufengasse 7

AT-1013 Wien

Telefon:+43 (01) 533 41 74

Telefax:+43 (01) 533 41 74 73

E-Mail: hassfurther@aon.at



11.12.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Rudolf Wacker, Taubenschlag. Goslar, 1927
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12.12.2017, Auktion 67: Alte Meister - Moderne

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Rudolf Wacker, Selbstbildnis in Soldatenuniform, 1921
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Rudolf Wacker, Kleines chinesisches Stilleben, 1934
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Friedensreich Hundertwasser, Gespräch mit einem Baum, 1975
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Rudolf Wacker, Kleines chinesisches Stilleben, 1934

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Taxe: 40.000 - 60.000 

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Raffaele Tafuri, Rio della Frescada Station S. Toma

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Taxe: 5.000 - 10.000 

Losnummer: 71

Rudolf Wacker, Selbstbildnis, 1931

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Taxe: 5.000 - 10.000 

Losnummer: 7

Rudolf Wacker, Selbstbildnis in Soldatenuniform, 1921

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Taxe: 30.000 - 60.000 

Losnummer: 3

Emil Adam, Jockey zu Pferd Chilperic nach links, 1911

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Taxe: 2.500 - 4.000 

Losnummer: 40

Rudolf Wacker, Sitzender Frauenakt mit Arm vor dem Gesicht, 1934

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Taxe: 2.000 - 4.000 

Losnummer: 14

Rudolf Wacker, Weiblicher Rückenakt, 1923

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Taxe: 25.000 - 40.000 

Losnummer: 2

Friedensreich Hundertwasser, Gespräch mit einem Baum, 1975

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Taxe: 100.000 - 200.000 

Losnummer: 30

Rudolf Wacker, Ilse, das Gesicht auf die Hände stützend, 1922

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Taxe: 3.500 - 5.000 

Losnummer: 8

Edward Theodor Compton, Capri

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Taxe: 4.000 - 7.000 

Losnummer: 33

Julius von Blaas, Tokio

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Taxe: 2.000 - 3.000 

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