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Schirn, Städel und Liebieghaus ziehen Bilanz

Das Städel Museum in Frankfurt verzeichnet einen Besucherzuwachs

Die Frankfurter Schirn Kunsthalle, das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung haben ihre Besucherzahlen des Jahres 2017 veröffentlicht und dabei zumeist nur Positives zu vermelden. Immerhin 834.025 Besuche konnten die drei zusammengehörigen Häuser verzeichnen. Philipp Demandt, deren Direktor, sieht die guten Werte als Ergebnis eines „international ausgerichteten Ausstellungsprogramms und einer zeitgemäßen Kommunikations- und Vermittlungsarbeit“. Er bezeichnet die Entwicklung als Erfolg aber auch Ansporn. Die Schirn konnte 2017 mit 401.514 Besuchen gegenüber dem Vorjahr mit 352.285 Besuchen auftrumpfen, genauso wie das Städel, das im Jahr 2016 311.138 Besuche zählte und sich vergangenes Jahr auf 390.532 hocharbeitete. Lediglich das Liebieghaus verlor an Publikum und rutschte von 72.804 auf 41.979 Besuche ab.

Als besondere Publikumsmagnete meldeten die Frankfurter Häuser große Sonderausstellungen. „Magritte. Der Verrat der Bilder“ in der Schirn konnte 190.120 Gäste verzeichnen, „Fotografien werden Bilder. Die Becher-Klasse“ im Städel 80.888 und die ebenfalls dort noch bis 14. Januar laufende Präsentation „Matisse – Bonnard. Es lebe die Malerei!“ verbuchte bis Ende Dezember schon 162.787 Interessenten. Für das Aufsuchen der Museen sind allerdings nicht nur die großen Sonderschauen Anreiz. Gerade junge Zielgruppen werden gezielt angesprochen, beispielsweise mit kostenfreien Workshop-Angeboten im „Schirn Studio“, durch das ausstellungsbegleitende WiFi-Special und die Kinderkunstnächte, die zusammen 6.904 jüngere Besucher lockten. Mit rund 4.500 Führungen, Workshops und Sonderevents über das Jahr 2017 haben daneben das Städel und Liebieghaus weitreichende Vermittlungsarbeit geleistet.

Philipp Demandt betont, ihm liege vor allem auch der Ausbau digitaler Angebote am Herzen, und der verstärkte Zuspruch gibt seinem Projekt Recht. Das Schirn-Magazin konnte im Internet monatlich 35.000 Leser erreichen, auch die Social Media Kanäle der drei Häuser verzeichnen Zuwachs. Die digitale Sammlung des Städels, angestoßen in einer Projektreihe zur Erweiterung im Jahr 2015, konnte ihre Seitenaufrufe sogar verdreifachen. Auch die gleichzeitig entwickelten Digitorials, ein virtuelles Vermittlungsangebot aller drei Häuser, wurden weiter produziert und sind nun auf insgesamt 17 Stück mit 800.000 Seitenaufrufen angewachsen. Gerade den Bereich der digitalen Präsentation von Kunst mit bewegten Bildern wollen auch in diesem Jahr alle Häuser weiter stärken.

Quelle: Kunstmarkt.com/Jan Soldin

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