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Netzkünstlerinnen und die „Virtual Normality“ in Leipzig

Arvida Byström, Self Portrait, 2017

Das Museum der Bildenden Künste Leipzig beschäftigt sich in seiner neuen Sonderausstellung mit feministischen Themen und deren jüngsten Ausformungen in den Sozialen Medien. Schönheitsideale, Rollenklischees, Stereotypen und eine starke Aufmerksamkeitsökonomie sind dort innerhalb der titelgebenden „Virtual Normality“ allgegenwärtig. Diese digitalen Selbstinszenierungen hinterfragen die sogenannten „Netzkünstlerinnen 2.0“ und bedienen sich dabei der Vorteile sozialer Netzwerke, wie beispielsweise der zeit- und raumunabhängigen Verknüpfung untereinander. In Leipzig zeigt die Schau damit nun den weiblichen Blick auf diese verschiedenen Themen des digitalen Zeitalters.

Smartphones, Tablets und Computer sind Hauptarbeitsmittel der jungen Künstlerinnen und wurden so Medium eines neuen Feminismus. Selbstgegebene Bezeichnungen wie „Reality Artist“, „Instagram-Model“ oder „Online-Exhibitionistin“ markieren deren unterschiedliche Ansprüche und Begrifflichkeiten. Für ihre Werke und Inszenierungen schlüpfen unter anderem Signe Pierce, Leah Schrager und Molly Soda oft in Rollen oder spielen Charaktere. Die Grenze zwischen Virtualität und realem Leben verschwimmt regelmäßig. Durch eine übertrieben weibliche Ästhetik mit Farben wie Pink und Lila oder durch mädchenhaft niedliche Selbstdarstellungen machen die Netzkünstlerinnen auf Stereotype aufmerksam. Humor, Ironie und Übertreibung gehören dabei zu ihrem Stilrepertoire.

Bei Molly Soda und Arvida Byström steht vor allem der weibliche Körper im Mittelpunkt, der in den Sozialen Medien oft unnatürlich verfremdet und überarbeitet wird. Beide reflektieren über Schönheitsideale oder stellen unbequeme Bilder in den Mittelpunkt, die den Betrachter aufmerksam machen sollen. Stephanie Sarley bestärkt in ihrer Arbeit die Selbstbehauptung weiblicher Sexualität. Signe Pierce und Leah Schrager spielen mit der Verführung durch den männlichen Blick. Deutlich wird die feministische Bandbreite, die die Netzkünstlerinnen 2.0 aufgreifen.

Die Ausstellung „Virtual Normality – Netzkünstlerinnen 2.0“ läuft bis zum 8. April. Das Museum der Bildenden Künste Leipzig hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am Mittwoch von 12 bis 20 Uhr. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 7 Euro. Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre sind frei, genauso wie jeder erste Mittwoch im Monat.

Museum der bildenden Künste
Katharinenstraße 10
D-04109 Leipzig

Telefon: + 49 (0)341 – 216 990
Telefax: + 49 (0)341 – 216 99 999

Quelle: Kunstmarkt.com/Jan Soldin

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Veranstaltung vom:


12.01.2018, Virtual Normality – Netzkünstlerinnen 2.0

Bei:


Museum der Bildenden Künste Leipzig

Variabilder:

Arvida Byström, Self Portrait, 2017
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