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Anna Gaskell in Gießen

Die Kunsthalle Gießen präsentiert seit dem Wochenende mit „Hide and Seek“ eine Ausstellung der Künstlerin Anna Gaskell. In Gießen gewähren Fotografien und Videos, die das Werk der Amerikanerin seit 1996 prägen, Einblick in ihr Œuvre. Anna Gaskell, 1969 in Des Moines in Iowa geboren, versucht den Eindruck einer zusammenhängenden Geschichte in ihren Arbeiten zu erwecken, die jedoch ohne Auflösung bleibt. In ihren Videos und Fotografien verschwimmt die Grenze zwischen dem im Kunstwerk tatsächlich Offenbarten und dem von der Fantasie des Betrachters eingefügten Inhalten. Diese Art von Erzählung bezeichnet die Künstlerin als „elliptical narratives“. Der Ausstellungstitel bezieht sich auf dieses Versteckspiel, das darauf aufmerksam macht, dass sich hinter dem Sichtbaren eine weitere innere Dimension verbirgt.

Dieses Diffuse in den Fotografien ist kennzeichnend für Anna Gaskell, die zwischen 1990 und 1995 am Bennington College in Vermont, am Art Institute of Chicago und an der Yale University School of Art studiert hat. So sitzt in ihrer 1998 entstandenen Fotografie „Untitled #35“ ein weiß gekleidetes Mädchen auf dem Boden und wird schlaglichtartig beleuchtet. Der Ort scheint ein Treppenabsatz zu sein, dessen gebohnertes Holz ein Pendant in der dunkelblauen Tapete mit Golddekoration erhält. Irritierend aber ist in der Szene die junge Frau, deren weiße Strumpfhose an den Füßen verknotet ist. Da sie ihre Beine auseinanderstreckt, bildet der Knoten den Bildfokus und wirft die Frage auf, wie er entstand, wie sich das Mädchen in den Raum begab und weshalb ihre Strumpfhose überhaupt einen Knoten aufweist.

Die Ausstellung „Anna Gaskell. Hide and Seek“ läuft bis zum 8. April. Die Kunsthalle Gießen hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Begleitend zur Schau erscheint ein Katalog.

Kunsthalle Gießen
Berliner Platz 1
D-35390 Gießen

Telefon: +49 (0)641 – 306 20 22
Telefax: +49 (0)641 – 306 20 20

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Anna Gaskell








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