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Hans Vent verstorben

Hans Vent in der Galerie A in Berlin-Pankow, 2011

Am 31. Januar starb der Maler und Grafiker Hans Vent im Alter von 83 Jahren in Berlin, nur wenige Tage vor seinem Geburtstag am 13. Februar. Der Künstler, geboren 1934 in Weimar, erhielt schon früh von seinem Vater, einem Landschaftsmaler, Unterricht im Zeichnen und Malen. 1948 begann Vent eine Lehre als Bau- und Dekorationsmaler und besuchte in Weimar Abendkurse, unter anderem bei Otto Paetz. 1951/52 folgte ein einjähriges Studium an der Fachschule für Ausbautechnik und ein Volontariat als Restaurator am Schlossmuseum Gotha. 1953 ging er für ein Studium der Malerei an die Hochschule Berlin-Weißensee. Unterrichtet wurde er dort unter anderem von Toni Mau, Kurt Robbel, Bert Heller und Gabriele Mucchi. An der Hochschule hatte Vent ab 1975 selbst einen Lehrauftrag inne. Seit 1990 war er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin.

Mit seinem Werk abstrakten Charakters schaffte Hans Vent schnell den Anschluss an das zeitgenössische Kunstschaffen in der DDR nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Kunstkritiker Matthias Flügge merkte in diesem Zusammenhang bei einer Berliner Ausstellung an: „Die Bedeutung der Figur und des Gegenstandes stand dabei außer Frage, der abstrakte Expressionismus, der zu jener Zeit die westliche Kunst dominierte, schien diesen Künstlern keine Alternative zu sein.“ Vents frühes Werk wurde teils als formalistisch angegriffen und damit in einen Streit der Kunstpolitik der DDR in der frühen Nachkriegszeit hineingezogen. Nach der Produktion mehrerer Wandbilder widmete sich der Künstler im Laufe der 1970er nach und nach immer mehr der Malerei, Grafik und Keramik.

Aufsehenerregend war unter anderem die 1980 für ihn von der Kunstzeitschrift Art, der Galerie Brusberg und dem Kulturministerium der DDR in Westdeutschland organisierte Wanderausstellung „Zeitvergleich“. Im Rahmen dieser Schau war auch eine Reise Vents nach München geplant, die kurzfristig aufgrund von Günther Grass’ Aussagen zur Teilung Deutschlands im Vorwort des Katalogs abgesagt wurde. Zuletzt erhielt Vent im Jahr 2016 in der Berliner „Galerie Parterre“ eine umfassende Präsentation. Sein großformatiges Wandgemälde „Menschen am Strand“ von 1975, bis 1995 ursprünglich im Palast der Republik angebracht und 2003 als Eingangsszene zur Ausstellung „Kunst in der DDR“ in der Neuen Nationalgalerie eingesetzt, ist derzeit im Potsdamer Museum Barberini zu sehen.

Quelle: Kunstmarkt.com/Jan Soldin

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Hans Vent in der Galerie A in Berlin-Pankow, 2011
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