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Düsseldorf widmet sich wieder ganz der Fotografie. Unstimmigkeiten um die Leitungskompetenz führten zu zwei getrennten Veranstaltungen. Das freut den Fotofreund, der nun aus dem Vollen schöpfen kann

Zehn Tage Fotokunst am Rhein



Ganz im Zeichen der Fotografie steht Düsseldorf in den zehn Tagen ab kommenden Freitag: Das „Duesseldorf Photo Weekend“ macht in seiner siebten Ausgabe die aktuellen politischen Ereignisse im Nahen Osten zum Thema und hat unter dem Titel „#Fresh“ die Akademie für Film und Fotografie aus Prag zu einer Ausstellung eingeladen. Mehr als 50 Galerien, Institutionen und Off-Spaces beteiligen sich an dem Wochenende, das seit 2013 von der Galeristin Clara Maria Sels organisiert wird.


Parallel dazu kündigt das NRW-Forum Düsseldorf unter seinem seit 2015 amtierenden Chef Alain Bieber vom 16. bis 25. Februar die „Duesseldorf Photo“ an: Das erstmals stattfindende Festival vereinigt rund 50 Museen, Hochschulen, Kulturinstitutionen, Galerien und Projekträume, um Werke von über 100 Fotografen zu präsentieren. Ergänzt wird das Ausstellungs- und Aktionsprogramm durch ein Filmprogramm, eine Fotobuch-Messe und die Konferenz „Photography (No_On) Photography“ der Hochschule Düsseldorf am 23. und 24. Februar. Vom 16. bis 18. Februar zeigt die „Düsseldorf Photo Books“ internationale Buchverlage und ihre aktuellen Produktionen.

Die Doppelung der Veranstaltungen ist durch einen Streit bedingt, der im letzten Jahr entstand, weil der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel das „Photo Weekend“ wieder dem NRW-Forum zuordnen wollte und damit Clara Maria Sels düpiert hat. Die Galeristin hatte nach dem Abschied von Werner Lippert, dem ersten Leiter des NRW-Forums, das Düsseldorfer „Photo Weekend“ ab 2013 mit erheblichem Aufwand weitergeführt.

In der Kunstszene stieß dieses Vorgehen auf Empörung: „Man hat Frau Sels einfach einen Fußtritt verpasst, und das finden viele absolut nicht akzeptabel“, sagte etwa die Galeristin Ute Eggeling der „Rheinischen Post“. In der Folge des Streits, der sich bis in die Kulturpolitik hinein fortgesetzt hat, entschlossen sich Sels und eine Reihe von Galerien, sich selbst zu organisieren und das „Photo Weekend“ weiterzuführen – auch ohne öffentliche Zuschüsse, während die parallel laufende „Duesseldorf Photo“ nach Presseangaben mit 100.000 Euro öffentlicher Förderung rechnen darf.

Eröffnet werden während des „Photo Weekends“ eine Ausstellung des Fotojournalisten Christoph Bangert mit dem Titel „Hello Camel“, die im Haus der Universität skurrile Momente aus Kriegen im Nahen Osten, Afrika und Asien zeigt. Ebenfalls im Haus der Universität präsentiert die gebürtige Syrerin Sonja Hamad Bilder kurdischer Kämpferinnen, die gegen den IS in den Krieg gezogen sind, und thematisiert damit auch den Kampf für Freiheitsrechte für Frauen in einem von Sexismus und Patriarchalismus geprägten gesellschaftlichen Umfeld. Der 24jährige Hosam Katan dokumentiert in Fotografien aus seiner Heimat Aleppo das Leben der Menschen im Zeichen von Krieg und Zerstörung. Die Ausstellungen laufen bis 5. April.

Das „Photo Weekend“ beginnt am 16. Februar, 18 Uhr, mit den Vernissagen im Haus der Universität und bietet an den folgenden beiden Tagen jeweils ab 12 Uhr Künstlergespräche, Diskussionsrunden, Vorträge und Filme. Zu den Künstlerinnen und Künstlern gehören unter anderem die Portfolio Review Award-Gewinnerin Alix Marie, Michael Dannemann, Hartmut Neumann, Horst Schäfer, Otto Snoek, Christian Steinmetz, Josef Sudek, Akram Zaatari und Tobias Zielony.

In der Galerie Breckner porträtiert der syrische Fotograf Mohamad al-Roumi den Alltag in Mesopotamien aus der Zeit vor den kriegerischen Verwüstungen und baut eine Brücke zwischen der Mythen umwobenen Landschaft sowie der kulturellen und religiösen Vielfalt Syriens. In der Galerie Burkhard Eikelmann stellt Paul Walther mit einem mobilen Fotostudio die Technik der Ambrotypie vor. Diese zwischen 1852 und 1890 verwendete Nassplattenfotografie ist ein Direktpositiv-Verfahren, das eine hochauflösende Schärfe und ungewöhnliche Aura des Portraits ermöglicht. In der Galerie Clara Maria Sels wirft Andrej Krementschouk einen Blick auf das heutige Russland und erzählt von malerischen Landschaften, endlosen Weiten und großer Leidenschaft, aber auch von sozialen Spannungen und politischem Isolationismus.

Das Festival „Duesseldorf Photo“ stellt Düsseldorf als eine Metropole der Fotografie in seinen Focus und legt einen Schwerpunkt auf eine neue Fotografen-Generation. So präsentieren in der Kunstakademie und in der Hochschule Studierende neue fotografische und multimediale Arbeiten. Bespielt werden auch neue Orte wie die Alte Kämmerei mit Arbeiten von Studierenden von Mischa Kuball. Eine lange Nacht der Fotografie am 17. Februar bis 2 Uhr des nächsten Tages bietet ein umfangreiches Programm mit Party, Führungen, Performances und Filmprogrammen.

Im NRW-Forum stehen sich etwa die Modefotografin Louise Dahl-Wolfe und die Fotokünstlerin Herlinde Koelbl gegenüber. Während die Retrospektive zu Dahl-Wolfe einen Schwerpunkt auf ihre 22 Jahre lange Tätigkeit für die Modezeitschrift Harper’s Bazaar legt und beleuchtet, wie die Amerikanerin am Bild einer modernen, unabhängigen Nachkriegsfrau mitgewirkt hat, steht bei Koelbl der Mensch in seiner Individualität und persönlichen Entwicklung im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Im Museum Kunst Palast sind Arbeiten von Morgaine Schäfer, der zweiten Trägerin des Ehrenhof-Preises, zu sehen. Anhand von Familienfotos reflektiert die 1989 in Wolfsburg geborene Künstlerin ihre eigene Geschichte und Fragen der Identität.

Die Gesamtprogramme sind auf den Webseiten www.duesseldorfphotoweekend.de und www.duesseldorfphoto.de einsehbar.



15.02.2018

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Werner Häußner

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