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Alex Israel in Innsbruck

Der Kunstraum Innsbruck hat seine aktuelle Schau Alex Israel gewidmet. Die Arbeiten des 1982 geborenen Amerikaners, der Kunst an der Yale University in New Haven und an der Roski School of Fine Arts der University of Southern California in Los Angeles studierte, befassen sich mit Hollywood, seiner Heimatstadt Los Angeles, ihrem Starkult und den Versprechungen des „American Dream“. Die Ausstellung präsentiert mit dem jüngsten Bilderzyklus „Waves“ farbige und stilisierte Wellengrafiken. Diese Exponate werden von zwei in Aluminium gegossenen Skulpturen leerer Taucheranzüge und Selbstportraits auf Fiberglastafeln ergänzt.

Israels Serie „Waves“ spielt auf die Pop Art und Surf-Lifestyle-Logos wie „Billabong“ oder „Quicksilver“ an. Zugleich erinnert die Welle in stilisierter Handform an Katsushika Hokusais Holzschnitt „Die große Welle vor Kanagawa“. Jedes Werk des Zyklus ist in Harz gegossen und auf einen quadratischen Rahmen gespannt. Die Farbpalette bezieht sich auf die Sonnenuntergänge in Malibu und den Pazifischen Ozean wie auch auf seinen ersten Langspielfilm „SPF-18“. Dieser Teenie-Surfer-Film greift auf die Jugend des Künstlers mit Serien wie „Baywatch“ zurück. Mit seiner filmischen Geschichte will Alex Israel junge Erwachsene ansprechen und erklärt als Motivation für den auf Netflix veröffentlichten Film die Idee, „dass Kreativität uns helfen kann, unsere Stimme zu finden“. Auch die „Waves“ treten in „SPF-18“ auf; so sieht die Figur des Johnny in einem animierten Klartraum eine von Israels Wellengrafiken.

Die Aluminium-Taucheranzüge von 2016 folgen der Körperform von Alex Israel und tragen daher den Titel „Self-Portrait (Wetsuit)“. Auch bei diesen Skulpturen betont Israel die Farbe: Das Äußere ist komplett in Schwarz gehalten, während die Öffnungen an den Händen in kräftigem Orange-Rot leuchten. Laut Kuratorin Karin Pernegger unterstreichen die hohlen Formen der Wetsuit-Selbstportraits die skulpturalen Qualitäten ihres lebendigen Erschaffers. Alex Israels in Acryl- und Airbrush-Technik angefertigten Selbstportraits zeichnen sein Kopfprofil auf Fiberglas nach. Sein grafisches Abbild, das Israel bereits in seiner Online-Talkshow „As It Lays“ auf Youtube nutzte, wirkt wie ein gezielt eingesetztes Logo. Es „verweist ganz klar auf die Tatsache, dass Israels künstlerische Praxis auf engste Weise mit der Art verbunden ist, wie die Hollywoodkultur sich selbst vermarktet, wie ihre Marken sich gegenseitig verstärken und wie sie die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fiktion verwischt“, so Pernegger.

Die Ausstellung „Alex Israel – Waves“ ist noch bis zum 28. April zu sehen. Der Kunstraum Innsbruck hat dienstags bis freitags von 12 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 15 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Kunstraum Innsbruck
Maria-Theresien-Straße 34
A-6020 Innsbruck

Telefon: +43 (0)512 – 584 000
Telefax: +43 (0)512 – 584 000 15

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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