Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 22.09.2018 Kunstauktion 22. September 2018

© Auktionshaus Stahl

Anzeige

Nature morte au crane / Pablo Picasso

Nature morte au crane / Pablo Picasso
© Galerie Weick


Anzeige

Bei Wangen, 1945 / Erich Heckel

Bei Wangen, 1945 / Erich Heckel
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Orange-Blau-Orange, 2004 / Kuno Gonschior

Orange-Blau-Orange, 2004 / Kuno Gonschior
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Wuppertal rückt Jankel Adler wieder ins Rampenlicht

Jankel Adler, Selbstbildnis, um 1924

Lange war er in Vergessenheit geraten. Erstmals wurden 1955 Bilder von Jankel Adler im Wuppertaler Von der Heydt-Museum ausgestellt, danach nur noch 1985 in der Kunsthalle Düsseldorf. Jetzt sind wieder drei Jahrzehnte vergangen, und Wuppertal versucht erneut, dem Maler zu mehr Präsenz zu verhelfen. „Ich halte ihn für einen der wichtigsten Künstler in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, der auf Augenhöhe mit den Größen seiner Zeit verkehrte“, so begründet Wuppertals Museumschef Gerhard Finckh das opulente Ausstellungsprojekt. „Jankel Adler und die Avantgarde. Chagall / Dix / Klee / Picasso“ lautet der Titel der von Antje Birthälmer kuratierten Präsentation. Es ist eine Gruppenschau mit über 200 Werken, von denen rund die Hälfte von Adler selbst stammt. Der zweite Werkkorpus ist 47 anderen bedeutenden Zeitgenossen zuzuordnen, was Adlers gleichberechtigte Stellung im Kunstgeschehen dokumentiert.

1895 im seinerzeit russisch unterstellten Lodz geboren, absolvierte der Spross einer orthodox jüdischen Familie eine Lehre als Graveur und Goldschmied. Ab 1912 hielt sich Jankel Adler bei seinen Geschwistern in Wuppertal auf, wo er ab 1916 an der Kunstgewerbeschule studierte. Rasch knüpfte der umtriebige Künstler enge Kontakte zu den Kölner Progressiven, dem Jungen Rheinland in Düsseldorf oder der Novembergruppe in Berlin, einer weiteren Lebensstation. Nach Reisen in die polnische Heimat oder die Sowjetunion emigrierte er 1933 nach Paris, bis er schließlich nach England fliehen musste, wo er 1949 verstarb. Gut vernetzt und an wichtigen Ausstellungen beteiligt, praktizierte Jankel Adler ein gegenseitiges Geben und Nehmen, was intelligente Dialoge in der Ausstellung verifizieren. So interessierte sich etwa Paul Klee für technische Experimente Adlers, der sich wiederum für Klees schöpferischen Geist begeisterte.

Stilistisch spannt sich der Bogen in Adlers Schaffen von frühen dunkeltonigen expressionistischen Gemälden und Grafiken über die politisch zu begreifende konstruktivistische Ausdrucksweise hin zum einem ruhigeren Klassizismus Ende der 1920er Jahre mit fließenden, voluminösen Formen in rauen Strukturen. Jankel Adler nahm zeitlebens aufgrund der dichterischen Ausdruckskraft seiner Sujets, die einen „mystischen Schimmer des Unwirklichen“ implizierten, eine Sonderposition ein. Darüber hinaus bewegte sich Adler in einer stark dem jüdischen Glauben verpflichteten Kunstwelt. Dies bot den Nationalsozialisten eine gezielte propagandistische Projektionsfläche, um ihn als entartet zu brandmarken. Nach all dem ertragenen Leid überrascht es umso mehr, wie schöpferisch und kraftvoll sich das Werk in den Jahren bis 1948 entfaltete, in denen er in London mit Francis Bacon und weiteren Größen der zeitgenössischen Kunstszene ausstellte.

Die Ausstellung „Jankel Adler und die Avantgarde. Chagall / Dix / Klee / Picasso“ läuft vom 17. April bis zum 12. August. Das Von der Heydt-Museum hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Der Ausstellungskatalog kostet im Museum 25 Euro.

Von der Heydt-Museum Wuppertal
Turmhof 8
D-42103 Wuppertal

Telefon: +49 (0)202 – 563 62 31
Telefax: +49 (0)202 – 563 80 91


Infos: www.jankel-adler-ausstellung.de

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 13

Seiten: 1  •  2

Events (1)Adressen (1)Variabilder (10)Künstler (1)

Veranstaltung vom:


17.04.2018, Jankel Adler und die Avantgarde - Chagall | Dix | Klee | Picasso

Bei:


Von der Heydt-Museum

Variabilder:

August Sander, Maler (Jankel Adler), 1924
August Sander, Maler (Jankel Adler), 1924

Variabilder:

Jankel Adler, Sabbat, 1925
Jankel Adler, Sabbat, 1925

Variabilder:

Jankel Adler, Paar, um 1921
Jankel Adler, Paar, um 1921

Variabilder:

Amedeo Modigliani, Mädchenkopf mit Pony, o.J.
Amedeo Modigliani, Mädchenkopf mit Pony, o.J.

Variabilder:

Jankel Adler, Bildnis Else Lasker-Schüler, 1924
Jankel Adler, Bildnis Else Lasker-Schüler, 1924

Variabilder:

Jankel Adler, Komposition, 1946
Jankel Adler, Komposition, 1946

Variabilder:

Paul Klee, Mit dem violetten Fünfeck, 1919
Paul Klee, Mit dem violetten Fünfeck, 1919








News von heute

Schenkung für Bonner Macke Haus

Schenkung für Bonner Macke Haus

Alina Szapocznikow und ihre Leiber in Baden-Baden

Alina Szapocznikow und ihre Leiber in Baden-Baden

News vom 20.07.2018

Die Kunsthalle Schweinfurt sucht „Verschollene Malerinnen“

Die Kunsthalle Schweinfurt sucht „Verschollene Malerinnen“

Steinzeit und Gegenwart: Petrit Halilaj in Bern

Steinzeit und Gegenwart: Petrit Halilaj in Bern

In Tübingen werden Körper zu Kunst

In Tübingen werden Körper zu Kunst

Der Badische Kunstverein blickt auf die Kunstszene in Karlsruhe

News vom 19.07.2018

Regina Barunke wird neue Direktorin in Bremen

Regina Barunke wird neue Direktorin in Bremen

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Mike MacKeldey: 'Bruntbalo Bohr / Zebrani Mani' Einzelausstellung
Galerie Klose - Essen





Copyright © '99-'2018
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce