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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Helmuth Macke ist in Bonn angekommen

Helmuth Macke, Zwei Reiter im Park, 1914

Der Expressionist Helmuth Macke steht in seinem Werkschaffen vielen Zeitgenossen keineswegs nach. Durch intensive satte Farbfassungen und teils dramatisch gesteigerte Linienführungen vermitteln seine Bilder eine ungeahnte Ausdrucksstärke, der sich auch bedeutende Kollegen verschrieben hatten. Dazu gehört zu allererst sein Vetter August Macke, aber auch Meister wie Hermann Max Pechstein, Alexej von Jawlensky, Erich Heckel, Franz Marc, Hans Thuar oder Gabriele Münter, in deren Umfeld Helmuth Macke verkehrte. Geboren in Krefeld am 29. Juni 1891 und ertrunken im Bodensee am 8. September 1936, bot sich das doppelte Jubiläum aus 125. Geburtstag und 80. Todestag an, Helmuth Macke mit einer Ausstellungstournee wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken. Dabei versuchten die Initiatoren, einzelne Stationen im Leben des Künstlers mit unterschiedlichen Schwerpunkten einzubeziehen. Nach dem Auftakt in Konstanz vor zwei Jahren endet nun die Rundreise im Bonner August Macke Haus. „Helmuth Macke. Im Dialog mit seinen expressionistischen Künstlerfreunden“ vereint insgesamt rund 100 Bilder.

Die Kunst von Helmuth Macke bettet sich in den generellen Duktus der Zeit ein, nicht ohne einen eigenen Charakter zu entfalten. Nach dem Schulabbruch studierte er an der Krefelder Kunstgewerbeschule bei Jan Thorn Prikker, dessen Einfluss sich ebenso auswirkte wie der enge Austausch mit seinem Kommilitonen Heinrich Campendonk oder seinem Vetter August. Die Landschaften, Porträts und Stillleben sind schon in der Frühphase experimentell angelegt und entwickeln während seines Aufenthaltes am Tegernsee ab 1909 ein spannungsvolles Leuchten und perspektivische Verzerrungen.

Nachdem er hier den Beginn des Blauen Reiters miterlebt hatte, tauchte Helmuth Macke ab 1912 von Berlin aus in das Umfeld der Brücke-Künstler ein, was Themen und stilistische Handschrift erkennbar spiegeln. Ende 1913 musste er in den Krieg ziehen. Die Malerei der 1920er und 1930er Jahre steht deutlich unter den Vorzeichen der Kriegserlebnisse. Der Malstil nimmt stark lyrisch-sachliche Züge an. 1933 nahm er in der Alten Mühle in Hemmenhofen am Bodensee Quartier. Die letzte Phase kennzeichnen zarte Landschaftsbilder und melancholische Stillleben. Viele seiner Werke wurden als entartet beschlagnahmt und im Krieg zerstört. Die instruktiv angelegte Schau ist nach der Eröffnungsausstellung das zweite Highlight im August Macke Haus. Bereits 17.000 Besucher in den ersten drei Monaten nach der Wiedereröffnung sprechen für sich.

Die Ausstellung „Helmuth Macke. Im Dialog mit seinen expressionistischen Künstlerfreunden“ ist bis zum 17. Juni zu besichtigen. Das August Macke Haus hat täglich außer montags von 11 bis 17 Uhr, donnerstags von 13 bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 9,50 Euro, ermäßigt 6 Euro. Der Ausstellungskatalog kostet im Museum 25 Euro.

Museum August Macke Haus
Hochstadenring 36
D-53119 Bonn

Telefon: +49 (0)228 – 65 55 31
Telefax: +49 (0)228 – 69 15 50

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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18.03.2018, Helmuth Macke. Im Dialog mit seinen expressionistischen Künstlerfreunden

Bei:


August Macke Haus

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Helmuth Macke, Soldaten auf der Rast, 1918
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Helmuth Macke, Schrank eines achtteiligen Schlafzimmer-Ensembles,
 1928
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Variabilder:

Helmuth Macke, Niederrheinisches Dorf, 1923
Helmuth Macke, Niederrheinisches Dorf, 1923

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Helmuth Macke, Karussell am Rheinufer, 1924
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Helmuth Macke, Heuhocken in Sindelsdorf, um 1910
Helmuth Macke, Heuhocken in Sindelsdorf, um 1910

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Walter Gerhardt, Wolfgang Macke, Helmuth Macke, Walter Macke, Lothar Erdmann und Elisabeth Erdmann-Macke, um 1919/20
Walter Gerhardt, Wolfgang Macke, Helmuth Macke, Walter Macke, Lothar Erdmann und Elisabeth Erdmann-Macke, um 1919/20

Variabilder:

Alexej von Jawlensky, Blaue Berge (Landschaft mit gelbem
 Schornstein), 1912
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