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Rekorde in New York: Rockefeller trumpft auf

Jussi Pylkkanen versteigert Claude Monets „Nymphéas en fleur“ aus der Rockefeller-Sammlung

Der Auftakt ist fulminant geglückt: Schon erste Auktionsrunde mit musealer Kunst aus der Sammlung Peggy und David Rockefellers hat bei Christie’s in New York mehrere Rekorde gebrochen. Gestern Abend haben die 44 Gemälde vorwiegend aus dem Impressionismus und der klassischen Moderne einen Bruttoerlös von 646,1 Millionen Dollar eingefahren und damit die 374 Millionen Euro in den Schatten gestellt, die Christie’s 2009 in Paris für die Kunst- und Antiquitätenobjekte von Yves Saint Laurent und Pierre Bergé einnahm. Damit gilt die Rockefeller-Kollektion schon jetzt als teuerste geschlossene Privatsammlung und größte Charityauktion, obwohl noch über 1500 Positionen aus dem Nachlass des im vergangenen Jahr verstorbenen Milliardärs in den nächsten zwei Tagen an den Mann gebracht werden sollen.

Selbstredend gingen alle 44 Gemälde aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert weg und brachten einige neue Künstlerrekorde. An erster Stelle ist hier Claude Monet zu nennen, der mit seinem dunkel leuchtenden Kolorit in Blau, Grün und Violett auf den „Nymphéas en fleur“ um 1914/17 hohe 75 Millionen Dollar erzeugte (Taxe 50 Millionen USD). Auch Henri Matisse ließ sich nicht lumpen und platzierte sich mit seinem charakteristischen Akt der „Odalisque couchée aux magnolias“ von 1923 bei 71,5 Millionen Dollar gleich dahinter (Taxe 70 Millionen USD). Noch ins 19. Jahrhundert datiert Eugène Delacroix’ wilder Tiger, der mit einer Schildkröte spielt (Taxe 5 bis 7 Millionen USD). Der Spitzenpreis für die Leinwand von 1862 lag bei 8,5 Millionen Dollar, gefolgt von der fast schon neusachlichen Venedig-Vedute mit einer „Vue du Quai des Esclavons“ aus dem Jahr 1845 Jean-Baptiste Camille Corot für 8 Millionen Dollar (Taxe 8 bis 12 Millionen USD). Hohe 6,6 Millionen Dollar bewilligten die Kunden für Armand Seguins vierteiligen lebensfrohen Gemäldeparavent „Les délices de la vie“ um 1892/93, für Odilon Redons farbenfrohen Blumenstrauß 3,4 Millionen Dollar (Taxe je 1 bis 1,5 Millionen USD) und für Giorgio Morandis stille „Natura morta“ mit sechs Gefäßen im Oval 3,6 Millionen USD (Taxe 2 bis 3 Millionen USD).

Teuerstes Werk der ersten Auktionsrunde wurde Pablo Picassos „Fillette à la corbeille fleurie“ von 1905 aus der Rosa Periode. Das schmächtige nackte Mädchen, das David Rockefeller 1967 aus dem Nachlass von Gertrude Stein erworben hatte, hing in der Bibliothek seines New Yorker Townhouse und brachte es nun auf ein Schlussgebot von 102 Millionen Dollar. Christie’s hatte dafür in etwa diesen Wert auch erwartet. An die Milliardengrenze wird die Rockefeller-Sammlung nicht ganz heranreichen. Denn David Rockefeller will seinen kompletten Hausstand los werden und den Erlös verschiedenen Institutionen zugute kommen lassen, darunter dem Museum of Modern Art, der Harvard University oder der Rockefeller University. Da müssen auch schon mal seine Manschettenknöpfe oder die zahlreichen asiatischen Porzellane für wenige hundert Dollar dran glauben.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Jussi Pylkkanen versteigert Claude Monets „Nymphéas
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