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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Robert Indiana verstorben

LOVE-Skulptur von Robert Indiana in Philadelphia

Robert Indiana, einer der Großmeister der Pop Art, ist am Samstag wenige Monate vor seinem 90. Geburtstag auf Vinalhaven vor Maine gestorben. Am 13. September 1928 unter dem bürgerlichen Namen Robert Clark in New Castle im amerikanischen Bundesstaat Indiana geboren, zog es ihn schon früh zur Kunst. Gleich mehrere Ausbildungsstätten durchlief er seit 1948, so bis 1953 das Art Institute of Chicago und danach die Skowhegan School of Painting and Sculpture in Maine, ehe er von 1953 bis 1954 an der University of Edinburgh in den Fächern Englische Literatur, Botanik und Philosophie des 20. Jahrhunderts eingeschrieben war. Als er sich nach seiner Rückkehr in die USA in New York niederließ, gehörten Maler der „Hard Edge“-Abstraktion wie Ellsworth Kelly aber auch andere abstrakte Maler wie Jack Youngerman oder Agnes Martin ebenso zu seinen Nachbarn wie James Rosenquist, die ihn nachhaltig beeinflussten.

Neben Holzobjekten mit tautologisch die männliche Symbolik aufgreifenden Anspielungen entwarf Robert Indiana zu Anfang der 1960er Jahre auch strenge, großformatige Bilder und trug auf ihnen mit einer Schablone Buchstaben und Ziffern auf. Worte, Verkehrszeichen, Alltagsembleme und insbesondere Zahlen finden in der Folgezeit Eingang in sein Werkschaffen, die als minimalistische Verkürzungen die Konsumwelt des modernen Amerika einfangen. Auch persönliche Bezüge fließen ein, wie bei „Eat/Die“ das letzte Wort seiner Mutter. Wie kein anderer verstand es Indiana, eines der emblematischsten Schlüsselwörter am Ende der 1960er Jahre in eine äußerst einprägsame Form zu gießen: „LOVE“. Er sah dies als ein positives, vom Optimismus getragenes Symbol an, bei dem sich alle Buchstaben nahtlos berühren. Lediglich das O ist aus seiner Lage gekippt, wodurch sich die Worte aufzulösen beginnen und die Ordnung durchbrochen wird. Wie bei alle seinen Werken kombinierte er auch hier die schablonierten Elemente mit plakatähnlichen leuchtenden Signalfarben. Viele dieser Arbeiten verkörpern den Idealismus dieser Zeit und wurden ins Dreidimensionale übertragen. Eine Reihe dieser großformatigen Aluminiumplastiken, Konstruktionen und gläsernen „LOVE“-Skulpturen findet sich heute als Kunstwerke im öffentlichen Raum wieder.

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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