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Etel Adnan in Bern

Etel Adnan, Ohne Titel, 2014

Es war eine späte Entdeckung, als Carolyn Christov-Bakargiev auf der Documenta im Jahr 2012 Etel Adnan als Malerin prominent vorstellte. Seither ist die Libanesin ein Shootingstar der Kunstszene. Ausstellungen mit ihren Arbeiten waren etwa im Museum der Moderne in Salzburg, im Heidelberger Kunstverein, im New Museum in New York, im Irish Museum of Modern Art in Dublin, im Sharjah Art Museum in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder im Züricher Haus Konstruktiv zu sehen. Nun schließt sich auch das Zentrum Paul Klee in Bern an, präsentiert Gemälde, Leporellos, Arbeiten auf Papier, eine Filmarbeit und Tapisserien von Adnan und schlägt eine Brücke zum Werk von Paul Klee. Denn dessen „Quadrat-Bilder“, inspiriert von seiner Reise nach Tunesien im April 1914, wurden zu einer wichtigen Bezugsgröße für Etel Adnan.

Etel Adnans Biografie ist von einem multikulturellen Umfeld geprägt. Sie kommt 1925 in Beirut, im französisch besetzten Libanon, zur Welt. Die Tochter einer christlichen Griechin und eines muslimischen Syrers studiert später an der Sorbonne in Paris und in den Vereinigten Staaten in Berkeley und Harvard. Bekanntheit erlangt Adnan ab den 1970er Jahren mit ihrem literarischen Schaffen, das von ihrer Herkunft, ihrer Familie und der Geschichte des Nahen Ostens geprägt ist. Parallel entsteht ab den 1960er Jahren ein bildkünstlerisches Werk, das sich in seiner Farbflächenmalerei dem vibrierenden intensiven Kolorit des Orients widmet. Dabei trägt Etel Adnan die Farben mit einem Spachtel auf und gibt ihren Flächen eine klare und konturierte Struktur. Ihre abstrakte Kunst, die oft Erinnerungen an eine Landschaft hervorruft, versteht sie als poetisches Schreiben, das einer kulturell geprägten Sprache enthoben ist.

Ein langjähriger Wegbegleiter ist dabei der Mount Tamalpais nördlich von San Francisco, wo sie mehrere Jahrzehnte lebt. Ihr Hausberg dient ihr dabei zugleich als Motiv wie auch als künstlerische Projektionsfläche für individuelle und allgemein menschliche Befindlichkeiten. Die Nähe zu ihrem schriftstellerischen Schaffen machen ihre Leporellos deutlich, die für Adnan seit 1964 einen besonderen Stellenwert besitzen. Auf japanischem Papier, das harmonikaartig in Buchform gefaltet wird, treffen Schrift, Zeichnung, Bild und Text aufeinander, wobei Adnan das Schreiben als eine Art des Zeichnens empfindet. Für den Mount Tamalpais, den Etel Adnan in einem Interview als „wichtigste Begegnung ihres Lebens“ bezeichnet, entsteht 2008 auch das Leporello „Rihla ila Jabal Tamalpaïs“ mit eigenem Gedicht, Silhouetten des Berges und farblichen Schichtungen.

Die Ausstellung „Etel Adnan“ läuft vom 15. Juni bis zum 7. Oktober. Das Zentrum Paul Klee hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 20 Franken, ermäßigt 10 Franken, für Kinder bis 16 Jahre 7 Franken.

Zentrum Paul Klee
Monument im Fruchtland 3
CH-3006 Bern

Telefon: +41 (0)31 – 359 01 01
Telefax: +41 (0)31 – 359 01 02

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Veranstaltung vom:


15.06.2018, Etel Adnan

Bei:


Zentrum Paul Klee

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Etel
 Adnan, Ohne Titel, 1970/73
Etel Adnan, Ohne Titel, 1970/73

Variabilder:

Etel Adnan,
 Ebbe, 1967/73
Etel Adnan, Ebbe, 1967/73

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Etel Adnan
Etel Adnan

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Etel Adnan, Rihla ila Jabal Tamalpaïs (Reise zum Mount Tamalpais), 2008
Etel Adnan, Rihla ila Jabal Tamalpaïs (Reise zum Mount Tamalpais), 2008

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Etel Adnan,
 Ohne Titel, 2010
Etel Adnan, Ohne Titel, 2010

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Etel
 Adnan, Ohne Titel, 1960er Jahre
Etel Adnan, Ohne Titel, 1960er Jahre

Variabilder:

Etel Adnan,
 Ohne Titel, 2014
Etel Adnan, Ohne Titel, 2014








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