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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Der Züricher Versteigerer Koller wartet mit einer exquisiten Auswahl internationaler moderner bis zeitgenössischer Kunst auf und behält dabei das eigene Heimatland im Blick

Explosion der Farbe



Mit ihren großen mandelförmigen Augen blickt die junge Frau direkt aus dem Bildraum. Um den Hals trägt sie eine goldene Kette mit Anhängern, zu der sie greift. Die rechte Hand liegt entspannt auf dem Schoß. Umhüllt wird sie vom Kopf über den Rücken bis zum Unterkörper von einem gelben Schleier, der in starkem Kontrast zum tiefroten Hintergrund steht. Der sinnliche Ton spiegelt sich in ihren Lippen wider, und ihr leicht nach vorn gelehnter Körper suggeriert Nähe, während ihre Umhüllung klare Distanz definiert. Inhaltlich und formal, vor allem durch die intensive Farbgebung, erzeugt Kees van Dongen die spannungsgeladenen Gegensätze, von denen „Rouge et Jaune (L’Egyptienne)“ aus der Zeit um 1910/11 lebt. Der niederländische Fauvist verarbeitete darin deutlich die Eindrücke, die ihn auf seinen orientalischen Reisen begegneten. Diese wurden ihm durch einen erfolgreichen Galerievertrag ab 1910 finanziell ermöglicht und spielten eine wichtige Entwicklungsstufe in seinem Œuvre, denn er ging daraus mit einem noch konsequenteren und ausdrucksstärkeren Stil- und Farbverständnis hervor. Die Schöne und doch Unerreichbare, die marktfrisch aus Schweizer Privatbesitz kommt, offeriert Koller nun für 1 bis 2 Millionen Franken.


Am 29. und 30. Juni hat das Züricher Auktionshaus eine große Auswahl moderner und zeitgenössischer Künstler im Programm. Eine gesonderte Rubrik zu den Schweizern behält die Landestradition im Blick, in einer weiteren finden sich „Grafik & Multiples“. Die Schweizer Sammlung, die auf Otto und Helene Welter bis in den 1920er Jahre zurückgeht, stellt noch weitere Werke Kees van Dongens zur Verfügung. Sein Interesse betraf nicht nur ferne Länder. Das bunte Nachtleben seiner Wahlheimat Paris reizte ihn genauso und führte ihn zu seiner Muse Anita La Bohémienne. Die Bauchtänzerin hielt er um 1906/10 in einer schnellen Ölskizze fest. Expressiv umrandet er seine „Danseuse“ mit nach oben gerichtetem Kopf in gespannter Pose in leuchtendem Rot (Taxe 120.000 bis 180.000 SFR). Im Theater sah van Dongen um 1913 eine glamourös gekleidete und zurückgelehnt sitzende Frau mit teurem Schmuck und Fächer als bildwürdig an. Das „Portrait de femme“ im Profil soll 250.000 bis 350.000 Franken einspielen. Seine niederländische Heimat Delfshaven bei Rotterdam besuchte der Maler regelmäßig. Am unweit entfernten Meer beim Örtchen Scheveningen spielt die Szene „L’Ânier“ aus dem Jahr 1912. Auf Eseln reiten zwei Personen, darunter wohl seine Tochter Dolly, die Küste entlang, eine in jener Zeit beliebte Kinderbeschäftigung (Taxe 400.000 bis 600.000 SFR). Für 100.000 bis 150.000 Franken gibt es schließlich die flott gemalte „Péniche à Delfshaven“, Donges Ansicht eines Kanals mit titelgebendem Lastkahn und der Fassade der Pilgerkirche von 1907. Die Welters interessierten sich aber auch für Auguste Herbin und legten sich dessen frühe pointillistische kleine „Paysage“ um 1905 in bunten Farben zu (Taxe 12.000 bis 18.000 SFR).

Die vielen Formen der Moderne

Licht und Farbe rückten zunächst die französischen Impressionisten in den Mittelpunkt, zu denen Pierre-Auguste Renoir gehörte. Deren Prinzipien blieb er noch um 1915 in der „Paysage – Les Arbres“ treu. Die kleine Leinwand enthält eine schwungvoll ausgeführte Vegetation in leuchtenden Gelb-, Rot- und Grüntönen unter blauem Himmel (Taxe 70.000 bis 90.000 SFR). Gabrielle, ein Kindermädchen im Haushalt und seine spätere Assistentin, porträtierte Renoir ungefähr fünf Jahre früher mit etwas schwererer Pinselführung. Ihre Natürlichkeit und der strahlend goldgelbe Hintergrund verleihen dem „Portrait de Gabrielle en blouse blanche“ seine Anziehungskraft (Taxe 200.000 bis 300.000 SFR). Als bedeutender deutscher Impressionist gilt Max Liebermann, der sich häufig der Freiluftmalerei widmete. Die „Allee mit Frauenfigur und Kind“ bietet dafür ein treffendes Beispiel. Der erfahrene pastose Auftrag in Öl mit den von geschulten Augen gesetzten weißen Glanzlichtern soll 80.000 bis 140.000 Franken legitimieren.

Den charakteristisch impressionistischen Stil ließ Pierre Bonnard um 1903 zugunsten eines stärkeren Realismus hinter sich. „Maison de la Mére du Peintre Roussel à L’Étang-La-Ville“ ist eine idyllische Ansicht vom Landhaus der Mutter seines Künstlerfreundes Ker-Xavier Roussel mit Hühnern und Hasen (Taxe 180.000 bis 250.000 SFR). Maurice de Vlaminck changiert zwischen den verschiedenen Einflüssen seiner Zeit. „L’Allée“ um 1912/14 hat sein fauvistisches Erbe schon verlassen und eine dunklere Farbpalette angenommen, behält aber leuchtende Stellen bei und weist mit seiner diagonalen Schraffur einen starken Tiefenzug auf (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR). Auf das Wesentliche reduzierte Wilhelm Lehmbruck seine Skulptur. Die „Büste des Emporsteigenden Jünglings“ von 1913 ist als individueller Steinguss ein hervorgehobenes Element der gleichnamigen überlebensgroßen Skulptur. Der Kopf ist nach vorn geneigt, überlange Glieder kennzeichnen die expressive Erscheinung für 150.000 bis 250.000 Franken.

Plastisch betätigte sich um 1910 auch der als Maler bekannte Ernst Ludwig Kirchner. Seine rot gefasste „Obstschale II“ halten zwei in der Hocke sitzende Männchen mit massigen Gliedmaßen. Zwischen Nutz- und Kunstgegenstand machte Kirchner dabei keinen großen Unterschied (Taxe 100.000 bis 200.000 SFR). Zu beiden zählen auch sein „Tanz zwischen den Frauen“ und „Alpaufzug auf die Stafelalp“. Die beiden Motive bilden Vorder- und Rückseite eines als Tür ausgestalteten Holzreliefs von 1919, das im Jahr 1968 in Bronze nachgegossen wurde (Taxe 250.000 bis 450.000 SFR). Als Vorzeichnungen zu den Glasfenstern für die 1953/54 erweiterte Dorfkirche von Courfaivre im Schweizer Jura legte Fernand Léger zehn Gouache- und Tuschetriptychen mit biblischen und religiösen Symbolen an. Die Blätter mit ihren mittig platzierten Medaillons bestechen durch ihre Grundfarben und den typisch abstrakten Stil Légers (Taxe 250.000 bis 350.00 SFR).

Schweizer Kunst

Unter den Schweizern sticht Albert Anker hervor. Sein autonom stehendes „Mädchenbildnis“ von 1862 soll eines der ersten dieser Art in seinem Œuvre sein. Das einfach gekleidete Kind im Dreiviertelprofil blickt zurückhaltend nach rechts (Taxe 200.000 bis 300.000 SFR). Junge Menschen sind für den Realisten Anker ein zentrales Thema, das beweist ebenso das undatierte und anmutige Aquarell „Knabe mit Schreibtafel und Wasserglas“ (Taxe 60.000 bis 90.000 SFR). Aus dem Ländlichen stammen auch die Modelle für Ernest Biéler. Jugendstilhaft porträtierte er in „Saviésan“ einen bärtigen Herrn mit Hut. Mit zugezogener Miene beobachtet dieser scharf etwas Unbekanntes rechts außerhalb des Bildraums (Taxe 120.000 bis 180.000 SFR). Streng zurückgebunden sind die Haare der Frau in „Jeune Fille saviénne“. Besonders der blaue Schal zieht in der unsignierten Gouache für 50.000 bis 80.000 Franken die Aufmerksamkeit auf sich. Blau ist ebenfalls die Farbe der Wahl für Willy Guggenheim. In „D’après Goya“ von 1970/73 bezieht sich Varlin – so sein Künstlername – auf Francisco de Goyas großformatige „Pilgerfahrt nach San Isidro“ von 1820/23, aus der er eine Figurengruppe entnahm und mit abstrahierend dramatischen Pinselstrich das Klagen der Menschen exzerpierte (Taxe 70.000 bis 90.000 SFR).

Eine liegende Dame setzte Giovanni Giacometti 1912 in Szene. „La lettrice (Die Leserin)“ führte er in drei Varianten aus. Hier ist der zweite Zustand im Angebot, nachdem Koller den dritten, detaillierter gemalten und deutlich größeren vor einem Jahr für 450.000 Franken versteigert hat. Deutlich sind bei der quer liegenden Lesenden die fauvistischen Einflüsse im Abstraktionsgrad und dem ausdrucksvollen flächenhaften Kolorit (Taxe 250.000 bis 350.000 SFR). Jünger und preiswerter ist die „Häusergruppe Capolago“ von 1929 mit einer idyllischen Bergsilhouette im Hintergrund für 60.000 bis 80.000 Franken. Drei Jahre später schuf Giacometti die „Fienagione (Heuernte)“. In ähnlichem Stil und Kolorit zwischen Grün, Rosa-Violett und Blau dominiert eine Wiese mit dahinter liegender Gebirgskette. Die schwere Landarbeit wird nur durch einen Heuträger angedeutet (Taxe 120.000 bis 180.000 SFR). Vorher beschäftigte sich schon Robert Zünd mit der Natur. „Bewaldete Landschaft mit Hirsch und Rehen“ ist detailreich im rötlichen Morgenlicht gestaltet. Vor dem Ufer eines Sees stehen vereinzelt Bäume, in deren Schutz sich die Tiere aufhalten (Taxe 40.000 bis 60.000 SFR).

Die Schweizer Größe Ferdinand Hodler ist mit dem realistischen Frühwerk „Waldinneres“ aus der Zeit um 1874 vertreten. Das Licht- und Schattenspiel am Boden und an der Vegetation führt zu einer verwunschenen Atmosphäre im dichten Grün (Taxe 120.000 bis 160.000 SFR). Im 20. Jahrhundert wirkte Paul Camenisch. Die „Tessiner Landschaft, Mendrisiotto“ malte er um 1926, verwendete die Leinwand aber doppelt und ergänzte 1933 rückseitig die „Landschaft bei Grenzach, Richtung Hornfelsen“. Vor allem die Vorderseite mit expressionistischem Einschlag zeichnet ihr leuchtend helles Kolorit aus (Taxe 60.000 bis 80.000 SFR). Dieses findet ebenso bei Gottardo Segantinis pointillistischem „Grevasalvas am Lunghinpass ob Maloja“ Verwendung. Zwischen strahlendem Himmelblau und saftigem Grasgrün stehen am Sommertag einfache Bauernhäuser (Taxe 100.000 bis 150.000 SFR). Laut Online-Katalog stellte er die selbe Ortschaft im selben Jahr nochmals als kleinformatigere Version im Winter dar, wobei die tief stehende Sonne weite Schatten hinter die Gebäude wirft (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR).

Jung, schön, abstrakt

Neuere Schweizer Positionen sind in die Rubrik „Postwar & Contemporary“ integriert. Einer deren Klassiker ist hier Johannes Itten, der unter anderem als Lehrer am Bauhaus tätig war. „Simultanes Leuchten“ von 1964 ist eine Flächenkomposition aus Quadraten und Rechtecken. Mit Farben und ihren Wirkungen beschäftigte sich der Kreative Zeit seines Lebens und erreichte damit beim „Simultanen Leuchten“ eine ausgewogene Komposition (Taxe 60.000 bis 90.000 SFR). In Streifen setzte Verena Loewensberg 1974 einen Übergang von Rosa zu Blau vor gelbem Grund um. Das großformatige Ölgemälde soll 18.000 bis 24.000 Franken einbringen. HR Giger wurde für sein Szenenbild und Kostümdesign der Filmreihe „Alien“ berühmt. „Lord of the rings I“ von 1975 geht auf die berühmte Fantasy-Romanreihe von J.R.R. Tolkien zurück. Surrealistische Elemente bilden auf dem Papier eine organisch wuchernde Waldstruktur in Blaugrün für 70.000 bis 100.000 Franken. Zum gleichen Preis ist Gigers „Landschaft VIII“ von 1972/73 zu haben. Wolkenartig ziehen sich weißrote Schleier durch das Querformat, über denen ein lilafarbener Himmel ruht.

Wie ein Netzwerk aus dünnen ineinander geflochtenen Strichen in Schwarz, Weiß und Rot mutet Mark Tobeys „Western Pagodas“ von 1953 an. Zusammen ergeben sich übergeordnete Formen wie Spitzen oder Querbalken (Taxe 150.000 bis 250.000 SFR). Mehr Rundungen und ein breiterer Pinselduktus kennzeichnen die spätere und günstigere Temperamalerei „White flames“ von 1970 (Taxe 35.000 bis 45.000 SFR). Sein amerikanischer Landsmann Theodoros Stamos blieb da ein Jahr früher bei der Fläche. „Cheops Sun-Box #1“ ist ein feuerrotes Rechteck vor grüngrauem Grund, der durch den Kontrast die Leuchtkraft der geometrischen Form verstärkt (Taxe 70.000 bis 90.000 SFR). Ähnlich rot ist der Hintergrund bei Andy Warhols „Clockwork Panda Drummer“ von 1983 gefüllt. Der Siebdruck aus den „Toy Series“ zeigt den titelgebenden Bären, umgeben von Schriftzügen (Taxe 80.000 bis 140.000 SFR).

Doch auch außerhalb der amerikanischen Kunst wartet Koller mit Highlights unter den Zeitgenossen auf. Serge Poliakoff war russischer Avantgardist und Wahlfranzose. Er blieb seiner Schaffensweise treu und realisierte 1964 seine „Composition abstraite“ in typisch asymmetrischen verzahnten Flächen. Die Gouache in den Farben Blau, Gelb, Waldgrün und Rot soll 50.000 bis 70.000 Franken einspielen. Südamerikanischen Modernismus verströmt Roberto Burle Marx in seinem späten titellosen Farb- und Mustermix von 1990 (Taxe 9.000 bis 14.000 SFR). Victor Vasarelys „KEZDI-DOMB“ von 1968/75 ist auf dreidimensionale Effekte ausgerichtet. Das Muster aus Quadraten und Kreisen ist so angeordnet, dass optisch eine konvexe Halbkugel entsteht (Taxe 90.000 bis 160.000 SFR). Wirklich plastisch rund ist John Chamberlains „Kiss #18“ aus gefalteten und bemalten Stahltonnen, die sich stimmig in ihrem pastellfarbenen Kolorit ineinander fügen und zu einer Einheit zu verschmelzen (Taxe 250.000 bis 350.000 SFR). Fließend schwungvoll ist Tony Craggs „Red Square“ von 2007. In sattem Rot überzeugt die Dynamik der Plastik, die ihr Material der schweren Bronze kaum noch nachvollziehen lässt (Taxe 90.000 bis 150.000 SFR). Zwischen Malerei und Skulptur changiert Xia Xiaowans „Double human figure“. Mit Bleistift zeichnete der Chinese 2009 auf vierzehn getönten und hintereinander gestapelten Glasscheiben in der Art, dass beim Blick hindurch dreidimensional erscheinende menschliche Figuren entstehen. „Malerei im wahren Raum“ nennt er das und will dafür nun 80.000 bis 140.000 Franken sehen.

Die Qualität der Quantität

Grafiken und Multiples entwickelten sich im Laufe der Kunstgeschichte neben rein reproduzierenden Möglichkeiten zu einem eigenständigen kreativen Medium. Dieses erkannten schon die französischen Klassiker für sich. Pierre-Auguste Renoirs bekannte Lithografie „Le chapeau épinglé“, in der eine rücklings stehende Figur einem Mädchen Blüten an den Hut steckt, ist als monochromer blaugrüner Abzug von 1898 für 10.000 bis 12.000 Franken zu haben. Pablo Picasso reizte die verschiedenen Ausdrucksformen weiter aus. Flächig, geometrisch, in seine Teile getrennt und neu zusammengesetzt ist die seiner kubistischen Tradition entsprechende „Figure“ von 1947, die nur in einer Auflage von fünf Stück erschien (Taxe 20.000 bis 30.000 SFR). Die flächigere zeichnerische „Femme au corsage à fleurs“ aus dem Jahr 1958 ist im Haar und Kleid seiner Frau Jacqueline Roque mit Kratzern in der Farbe modelliert, sodass der weiße Grund durchscheint (Taxe 70.000 bis 90.000 SFR). Die kunsthistorische Ikone „Las Meninas“ von Diego Velázquez aus dem Jahr 1656 stellte Richard Hamilton 1973 im Stile Picassos als Radierung nach. Kubistische und ausgeführte Figuren sowie Gemälde an der Wand erinnern an die beiden Spanier (Taxe 14.000 bis 18.000 SFR).

Das Serielle erhoben die Künstler der Pop Art zum Kult. Deren bekanntester Vertreter Andy Warhol ließ seine „Northwest Coast Mask“ 250 Mal als Serigrafe für das Portfolio „Cowboys and Indians“ drucken (Taxe 15.000 bis 20.000 SFR). Robert Indianas ikonischer Schriftzug „The American Love“ erschien 1975 als Emailledruck für 5.000 bis 7.000 Franken. Tom Wesselmann lässt in „Seascape“ von 1968 einen Frauenfuß erotisch in den blauen Himmel steigen (Taxe 8.000 bis 12.000 SFR). Bunt war zu dieser Zeit in Mode, wie Niki de Saint Phalles bemalte massige Figuren beweisen. Eine ihrer „Nanas“ setzte Jean Tinguely 1976 in einer Kooperation zu einer sich drehenden „Nana Machine“ mit Elektromotor zusammen (Taxe 15.000 bis 20.000 SFR). Noch knalliger sind Keith Harings fett konturierte und einfarbig ausgemalte Männchen. Die vier Drucke von „Pop Shop“ aus dem Jahr 1988 mit verrenkten Posen sollen 25.000 bis 35.000 Franken einbringen und die zwei Jahre ältere großformatige „Statue of Liberty“ einzeln 30.000 bis 40.000 Franken. Ernst blickt dagegen „Dominique“ drein. 1988 porträtierte er Franz Gertsch die junge Dame en face als virtuos realistischen und monumentalen einfarbig grünen Holzschnitt (Taxe 120.000 bis 180.000 SFR).

Die Auktionen „Schweizer Kunst“ und „Impressionismus & Klassische Moderne“ beginnen am Freitag den 29. Juni um 14 Uhr, beziehungsweise 16 Uhr. „Grafik & Multiples“ sowie „Postwar & Contemporary“ folgen am 30. Juni ab 10:30 Uhr und 14 Uhr. Die Kataloge sind online unter www.kollerauktionen.ch abrufbar.

Kontakt:

Koller Auktionen

Hardturmstrasse 102

CH-8031 Zürich

Telefon:+41 (044) 445 63 63

Telefax:+41 (044) 273 19 66

E-Mail: office@kollerauktionen.ch



24.06.2018

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Jan Soldin

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